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3.2/5 (119 Votes)

Die Zivilisationskrankheiten der Psyche

(00032280)



Mir (m/23) gehen 90 Prozent aller Pärchen mächtig auf den Senkel. Weshalb? Die meisten Pärchen sind doch nur zusammen, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben. Viele behaupten dann, ihr Partner sei ihre große Liebe. Würde es aber dann mal hart auf hart kommen, würden wohl nur wenige zu ihrem Beziehungspartner halten. Die Meisten würden das Gegenüber wohl einfach auswechseln. Außerdem betrügen sich die meisten gegenseitig - ohne dem Partner etwas zu sagen. Ernsthaft, entweder ihr betrügt euch nicht oder ihr solltet ehrlich sein. Ehrlichkeit macht Spaß und ist auch besser für euer Selbstbild. Am Schlimmsten sind jedoch die Menschen, die von Beziehungsängsten geplagt werden. Wenn es ernst werden könnte, wenden sie sich von der betreffenden Person ab, argumentieren dann mit "Er/Sie war nicht der/die Richtige" - und belügen sich damit selbst. Verblüffenderweise merken sie nicht, dass sie die einzige Konstante bei ihren gescheiterten Beziehungsversuchen sind. Das ist unglaublich Ignorant aber auch arrogant.

Und nein, ich bin nicht verbittert oder enttäuscht worden. Im Gegenteil, ich habe die beste Freundin an meiner Seite und bin wohl glücklicher denn je. Und ich weiß, dass sie genauso empfindet - ohne, dass sie es jemals so gesagt hätte. Was mir auf die Eier geht, ist die Tatsache, dass sich das Gedankengut unserer Konsumgesellschaft langsam aber sicher auf unser Beziehungsleben überträgt. Dass die heutige Gesellschaft zu wenig ihr eigenes Verhalten und ihre eigenen Gedanken reflektiert, dass Ehe und Beziehung viel zu inflationär "genutzt werden" und dass Ehrlichkeit nur noch ein Fremdwort ist. Psychische Probleme werden allmählich zu einer Zivilisationskrankheit und für viele sind dann auch noch die anderen Leute schuld - dabei sollte man immer zuerst vor der eigenen Haustür wischen. Verdammt, beißt man sich denn im Jahre 2013 nicht mehr in den Arsch? Ihr fragt euch jetzt bestimmt, weshalb mich das aufregt. Das ist ganz einfach: Weil ich nicht im Autopilot-Modus durch die Welt irre, mein Umfeld beobachte, analysiere und zu verstehen versuche. Und genau das mache ich auch bei mir selbst. Wenn wir schon dabei sind, sollte ich wohl noch beichten, dass ich meinen Freunden mein kürzlich gewonnenes Wissen bezüglich ihrer psychischen Labilität vorenthalte - denn grundsätzlich ist niemand für die Wahrheit empfänglich. Es tut mir leid, dass ich sie nicht über ihre Fehler aufkläre. Danke fürs Lesen.



Beichte vom 24.11.2013, 14:53:17 Uhr

3.3/5 (166 Votes)

Mein parasitärer Mitbewohner

(00032275)



Ich möchte beichten, dass ich meinem Mitbewohner ab heute eine ganze Menge alltäglicher Gegenstände vorenthalten werde. Wir waren immer recht gut befreundet und am Anfang des Jahres zogen wir zusammen, da wir die gleiche Abendschule besuchten. Es hat sich schnell herausgestellt, dass wir doch nicht gut miteinander auskommen - aber das kann ja mal passieren. Wir haben deshalb beide versucht uns zu bessern, was eine Zeit lang auch geklappt hat. Allerdings ist mein Mitbewohner nicht fähig, meine Grenzen einzuhalten und hat letztens sogar zugegeben, dass er daran gar kein Interesse hat. Ich sollte dazu sagen, dass mir die meisten Dinge in unserer Wohnung gehören - vom Wäscheständer bis zu Kaffeemaschine habe ich alles gekauft und er durfte es natürlich immer mitnutzen. Das war für mich selbstverständlich - genauso wie es für ihn selbstverständlich ist, mir alles zu klauen oder Dinge leer zu machen und nicht zu ersetzen. Inzwischen habe ich ihm mehrmals gesagt, dass er Gewürze oder auch Nahrungsmittel ersetzen soll, wenn er sie leer macht, aber er hört einfach nicht. Gestern hat dann wieder etwas gefehlt und ich bin richtig ausgerastet, weil es mir inzwischen bis oben hin steht! Natürlich sprach ich ihn darauf an, doch als er nur antwortete, dass er das eben so mache, platzte mir der Kragen!

Ich habe Verständnis dafür gezeigt, dass er unser gemeinsames Konto fast leer geräumt hat, ohne darauf zu achten, dass wir die Rechnungen noch zahlen können. Ich kann auch damit leben, dass ich das Geld aufbringen musste, um die Wohnungskosten zu begleichen weil er Schulden hat. Und mit einer ganzen Menge anderer Sachen kann ich ebenso leben, aber das würde jetzt zu weit führen. Aber gestern habe ich mich dazu entschlossen, das nicht mehr mit mir machen zu lassen. Ich habe angefangen diverse Sachen in mein Zimmer zu räumen - sei es der Toaster oder der Heizlüfter für das Bad. Und ich werde ihm sagen, dass er so schnell wie möglich ausziehen soll, da er es mit seinem wenigen Zeug auch viel leichter hat als ich und sämtliche Rechnungen auf meinen Namen laufen. Sollte er das nicht tun, werde ich selbst ausziehen, da passt es auch echt gut, dass er die Schule inzwischen abgebrochen hat. Er kann mich von mir aus den Rest meines Lebens als kleinkariert bezeichnen, aber er hat es verdient und ich bin froh, wenn ich ihn los bin.



Beichte vom 22.11.2013, 12:49:23 Uhr

3.6/5 (206 Votes)

Keine Strafe für den Kinderschänder

(00032258)



Ich muss beichten, dass ich Deutschland und sein Rechtssystem hasse. Als Kind wurde ich jahrelang von meinem Stiefvater missbraucht. Inzwischen habe ich unzählige Therapien durch und vor einigen Monaten habe ich endlich den Mut aufgebracht, ihn anzuzeigen. Und was passiert? Nichts! Er wird ein einziges Mal verhört und dann darf er normal weiterleben?! Und bei der Opferhilfe sagt man mir dann, dass ich mich damit abfinden müsse? Aber ein Kinderschänder darf frei herumlaufen, wie es ihm gefällt?! Ich beichte, dass ich mir deshalb die Todesstrafe zurückwünsche. Um meine Gedanken wenigstens ein bisschen zu beruhigen, stelle ich mir oft vor, wie er von mehreren brutal aussehenden Männern vergewaltigt wird und dann an den Folgen stirbt. Das macht mich ziemlich glücklich, auch wenn es nicht richtig ist. Ich bitte um Absolution.



Beichte vom 19.11.2013, 12:56:34 Uhr



3.1/5 (143 Votes)

Meine arrogante Chefin

(00032256)



Seit vier Monaten arbeite ich in einem Betrieb - ich habe ein befristetes Arbeitsverhältnis, bis im Februar mein Studium anfängt. Meine Chefin ist um die 50 Jahre alt und verdient gutes Geld. Wirklich gut. Das hindert sie allerdings nicht im Geringsten daran, sich darüber zu beklagen, dass sie als alleinerziehende Mutter - sie hat übrigens eine eigene Nanny für ihre Kids - kaum Geld zur Verfügung habe. Trotz drei Autos, einem wunderschönen Haus, Markenkleidern und Besuchen in den teuersten Restaurants. Ganz nebenbei hat sie mir beim Vorstellungsgespräch schöne Märchen von den Dingen erzählt, für die ich verantwortlich sein würde - nur, damit ich dann als persönliche Assistentin ende und den Tee zubereiten darf. Letzte Woche ist mir dann der Kragen geplatzt. Ich bin zur Drogerie um die Ecke gegangen und habe mir so einen Müdemacher gekauft. Den mixe ich ihr nun täglich in ihren dämlichen Tee. Sie soll sich auch mal so müde fühlen, wie die anderen alleinerziehenden Mütter, die sich täglich den Arsch aufreißen und sich trotzdem nur knapp über Wasser halten können - ohne sich ständig neue Designerklamotten zu leisten. Nebenbei ist es meine Rache für die nicht eingehaltenen Versprechen. Ich höre bald wieder damit auf, versprochen. Und nein - kündigen werde ich nicht, ich brauche das Geld fürs Studium.



Beichte vom 18.11.2013, 14:49:07 Uhr

3.3/5 (177 Votes)

Der Jürgen Klopp für verzweifelte Bauern

(00032207)



Ich (m/23) wohne alleine. Sonntags schaue ich dann meistens "Schwiegertochter gesucht" oder "Bauer sucht Frau", man muss sich ja neben dem Studium mit etwas Trashigem ablenken. Jedenfalls mutiere ich dann immer zu einer Art Jürgen Klopp für die einsamen, im Umgang mit Frauen total unbeholfenen Bauern oder die Söhne, deren Mütter eine Schwiegertochter suchen. Ich kann mich manchmal kaum noch auf dem Sofa halten! In Situationen, in denen der Herr die Dame küssen müsste, es aber nicht tut, stehe ich manchmal geistesgegenwärtig auf und schreie vor mich hin "Jetzt hättest du sie küssen müssen!" oder "Mann, hast du noch nie was von Verführung gehört?! Du Idiot!", es artet teilweise sogar richtig aus und ich schreie meinen Fernseher an. Ich kann aber nicht damit aufhören. Ich schäme mich ziemlich und hoffe meine Nachbarn hören mich nicht. Außerdem hoffe ich, dass ich nicht mehr lange alleine wohnen muss, sondern bald eine Freundin finde - ansonsten schicke ich dann meine Mutter los, um eine Schwiegertochter zu suchen. Jedoch will ich den Sonntagabend stets alleine verbringen, damit ich meine Routine weiterhin einhalten kann, ohne dass jemand von meinem dämlichen Hobby erfährt.



Beichte vom 10.11.2013, 20:51:37 Uhr


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