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Löwen-Gebrüll aus dem Badezimmer

(Beichthaus.com Beichte 00038152)



Ich (m/37) hatte letzte Woche drei Tage lang eine wirklich fiese Verstopfung. Ich war schon echt am Überlegen, mir in der Notdienstapotheke ein Klistier zu holen, als ich Sonntagmorgen endlich ein erlösendes Grummeln im Bauch fühlte. Nachdem ich mir erst einmal ein riesiges Brikett aus dem Kreuz gedrückt habe, merkte ich aber, da kommt noch was. Also drückte ich mir mit beiden Händen je seitwärts auf den Bauch und gab gleichzeitig Druck aufs Ventil. Was da kam, war aber kein weiteres Brikett, sondern ich entließ unter erleichtertem Seufzen mindestens zwei Liter Edelgase in die Freiheit. Das aber nicht geräuschlos, oh nein. Für etwa 10-15 Sekunden kam aus meinem Bad ein Geräusch, das eine Mischung aus dem Gebrüll eines dementen Löwen, einer verrosteten Posaune und poppenden Igeln darstellte, und meine Kloschüssel diente auch noch als Resonanzkörper.

Das Ganze hatte etwa die Lautstärke eines startenden Kampfjets. Naja, ich machte mich sauber, zog ab, reinigte die Schüssel, wusch mir die Hände und wollte mich grade wieder hinsetzen, als es klopfte. Vor meiner Tür stand meine junge Nachbarin, ein draller süßer Wuschelkopf von grade mal 19 Jahren. Dieses Mädel lebt zum ersten Mal alleine und ist sehr leicht zu verängstigen, so hat sie mich schon mehrmals gebeten, sie nachts vom Bus abzuholen oder sie zum Einkaufen zu begleiten, weil bei uns immer ein paar Besaufskis vor dem Supermarkt stehen und einer sie wohl mal angemault hat. Andererseits haben wir auch schon die eine oder andere Nacht verbracht, also stört es mich nicht, den Beschützer zu spielen, aber daher kam sie eben auch dieses Mal zu mir.

Jedenfalls fragte sie mich, ob ich dieses "unheimliche Geschrei" gerade auch gehört hätte. Es wäre voll laut gewesen und hätte echt total böse geklungen und sie habe Angst. Ich sagte ja, irgendwas habe ich gehört, wäre aber wohl vom Hinterhof gekommen, wo mein Bad rausgeht, aber ich wäre im Wohnzimmer gewesen, das zur Straße rausgeht. Sie fragte dann, ob sie reinkommen dürfe. Nach zwei Tassen Kaffee sind wir dann wieder im Bett gelandet. Hätte ich ihr gesagt, ich hätte gerade beinahe die Kloschüssel in die Luft gejagt, wäre sie wohl mit einem seltsamen Blick wieder gegangen.



Beichte vom 28.04.2016, 09:34:46 Uhr

3.1/5 (84 Votes)

Knutschen in der Öffentlichkeit

(Beichthaus.com Beichte 00038151)



Mein bester Freund (20) ist seit zwei Jahren mit seiner Freundin (21) zusammen und sie sind noch heute wie ein frisch verliebtes Pärchen. Die beiden können nichts ohne den anderen machen, lassen die Finger nicht voneinander und knutschen immer rum, auch wenn man mal mit Freunden irgendwo etwas trinken geht. Ich (m/21) überlege deshalb, den Kontakt zu beenden. Es kotzt mich einfach an! Könnt ihr euch nicht beherrschen?! Ihr seid schließlich keine 14 mehr! Leider werde ich den Kontakt wohl trotzdem nicht abbrechen können, weil ich dann nicht mehr weiß, wo ich den ganzen Tag chillen soll.



Beichte vom 27.04.2016, 21:50:21 Uhr

2.7/5 (88 Votes)

Wurst vom Vortag

(Beichthaus.com Beichte 00038150)



Ich habe einen bescheuerten Tick. Ich esse nur Wurst, die ich am selben Tag an der Wursttheke gekauft habe. Habe ich am nächsten Tag noch etwas übrig, kann ich nicht mehr drauf vertrauen dass die Wurst noch gut ist, und schmeiße sie weg. Zum Großteil kaufe ich aber auch nur so viel, wie ich an dem Tag essen werde, ich will ja nichts verschwenden. Das Verhalten habe ich in meiner Kindheit entwickelt. Wir hatten noch Fleischwurst im Kühlschrank und ich machte mir ein Brot mit eben dieser Wurst und habe das Brot genüsslich gemampft. Kurz darauf ging meine Mutter an den Kühlschrank, roch an der Wurst und warf sie weg, weil sie meinte, die sei nicht mehr gut. Danach hatte ich eine riesige Panik, dass ich jetzt eine fette Lebensmittelvergiftung habe.

Es kam nichts, sie war wohl doch nicht schlecht. Das scheint mein Vertrauen in Wurstfrische aber extrem erschüttert zu haben. Mir ist durchaus bewusst, dass die Wurst in der Wursttheke eventuell auch einen Tag alt sein kann, aber ich vertraue drauf, dass die Leute wissen, was sie verkaufen. Ich beichte, dass ich immer warte, bis Personen aufgewärmtes oder aufgetautes Essen oder eben Wurst vom Vortag mal probiert haben. Erst wenn die nicht tot vom Stuhl fallen, esse ich auch. Ich habe meine privaten Vorkoster.



Beichte vom 27.04.2016, 20:39:00 Uhr

3.1/5 (101 Votes)

Ich kaufe gerne Damenunterwäsche

(Beichthaus.com Beichte 00038149)



Ich muss hiermit beichten, dass ich als Mann in Kleidungsgeschäften immer in der Abteilung für Damenunterwäsche reichlich Damenunterwäsche nehme und unter dem großen Staunen der anwesenden Kundinnen damit in eine [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 27.04.2016, 16:32:31 Uhr

3.5/5 (59 Votes)

Mit dem Klapphandy im Internet

(Beichthaus.com Beichte 00038148)



Als ich so dreizehn Jahre alt war, habe ich ein neues Handy bekommen - derzeit ganz modern, ein flaches Klapphandy. Damals war das mit dem mobilen Internet noch nicht so wie heute und es wurde pro Minute getaktet, man konnte nicht einfach zwei Gigabyte buchen, sondern bei dem Vertrag wurde dann so bezahlt, wie man auch nutzte. Meine Eltern hielten mir dementsprechend eine Predigt, dass ich das Internet am Handy nicht nutzen durfte, weil es zu teuer war, um eine Abschaltung der Option kümmerten sie sich als Vertragsinhaber jedoch nicht. Für mich im Großen und Ganzen ein Schlag ins Gesicht, denn einen Router, also Hausinternet, hatten wir auch immer noch nicht, es war aber die Zeit, wo es dann losging, dass Sachen für die Schule online recherchiert und ausgedruckt werden mussten und sich privat auch schon jeder im Internet herumtrieb. Alle meine Freunde hatten schon gefühlt ewig Internet zu Hause, doch die einzige Möglichkeit, die mir blieb, war bei Wind und Wetter mit dem Rad in die Bibliothek zu fahren und dort mein knappes Taschengeld ins Internet sowie die Druckmöglichkeit zu investieren.

Bei Freunden ging das natürlich mal, aber auch nicht durchgehend. Geschichten aus Abenden im ICQ und solche Späßchen konnte ich in der Schule immer nur anhören, nie selbst erzählen. Ob es schließlich die Neugier oder der Gruppenzwang war, weiß ich noch nicht genau, doch ich kam auf die folgenschwere Idee, dennoch das Handyinternet zu nutzen. Man konnte das Gerät mit einem USB-Kabel an den PC anschließen und darüber im Browser am Computer surfen. Eine vollkommen neue Welt öffnete sich für mich, auch wenn ich anfangs sehr vorsichtig war und immer nur kurz für die Schule online ging. Es gab dann irgendwann eine Telefonrechnung im niedrigen dreistelligen Bereich und meine Eltern waren schon tierisch sauer, zwei Wochen hatte ich das Telefon abzuliefern: Handyverbot. Doch der Drang war weiterhin groß, irgendwann saß ich täglich stundenlang davor, auch wenn es enorm langsam war. Sogar einen Song lud ich herunter, lud meine eigenen Geschichten und Gedichte in Foren und auf Schreibplattformen hoch und chattete in ICQ, bis die Tasten glühten. Wenn ich online war, dachte ich gar nicht an die Kosten, die dabei entstehen könnten.

Da ich meist eher aus der Schule kam, als meine Eltern von der Arbeit, fand ich eines Tages einen Brief der Telefongesellschaft vor, der in Dicke und Schwere den Umfang der regulären Rechnung um ein Vielfaches überstieg. Für einen Moment ging mir der Hintern echt auf Grundeis, deswegen versteckte ich den Brief einfach in meinem Zimmer und das normale Leben ging weiter, es hatte wohl keiner etwas gemerkt und ein paar Tage später surfte ich auch lustig weiter. Ich verdrängte einfach, was da vielleicht per Post gekommen war und meine zahlreichen neuen Internetfreunde wollte ich nicht aufgeben, immerhin waren alle Klassenkameraden auch immer online. Ein paar Wochen später kamen meine Eltern schon mit einem Riesendonnerwetter unten reingepoltert, das war der Tag, an dem sie das auf ihren Kontoauszügen gemerkt hatten. Die Summe hatte sich durch mein Surfen auf einen fünfstelligen Betrag gesteigert und ich bekam natürlich im wahrsten Sinne den Arsch ab. Sie schoben total Panik, weil all das Ersparte weg war, und machten sich schon Gedanken über einen Auszug und den Verkauf diverser Wertsachen.

In der ersten Panik sollte auch mein selbst ersparter iPod verkauft werden, deswegen habe ich all meinen Wertkram vorerst versteckt, damit sie da nicht drankamen. Zum Glück klärte sich das Ganze am Ende aber nach Kontaktaufnahme mit der Telefongesellschaft auf. Ich war noch keine vierzehn Jahre alt, das erkannte die Gesellschaft an und gab selbst zu, dass ihr ein Fehler unterlaufen war. Eigentlich hätte in gewissen Abständen angezeigt werden müssen, dass die Rechnung einen bestimmten Betrag erreicht hat, beispielsweise bei 500, 1000 Euro und so weiter. Nachweislich war das bei uns nicht der Fall, wahrscheinlich hätte ich mit diesem Wissen auch direkt zu Anfang gar nicht weitergesurft.

Am Ende bekamen meine Eltern all ihr Geld zurück, sie sind heute noch Kunden dort, alles ist in Ordnung. Ich beichte, dass mir das Ganze trotz der zwischenzeitlichen Angst wegen der Rechnung eigentlich gar nicht so nahe gegangen ist und weiß, dass ich mich gerade dafür schämen sollte, aber ich denke noch immer ein bisschen, dass meine Eltern teilweise auch schuld sind, weil sie so lange keine Notwendigkeit sahen, einen Router nach Hause zu holen und es damit ständig zu Engpässen bei Hausaufgaben und der Zugehörigkeit in der Schule kam. Ich bin nur froh, dass sich der Vorfall noch zum Guten gewendet hat und direkt im Anschluss hatten wir dann auch endlich LAN zu Hause, sodass ich nie wieder in Not geriet und nie wieder - von schlechten Mathenoten und einmal Sitzenbleiben abgesehen - Mist baute.



Beichte vom 27.04.2016, 13:30:29 Uhr


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