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Der Sprung von der Klippe

(00032089)



Ich muss gestehen, dass ich immer, wenn ich an einem Abgrund stehe, drauf und dran bin, zu springen. Und das, obwohl es mir eigentlich ganz gut geht. Es ist nicht die Angst zu fallen, es ist der Gedanke, dass ich wirklich springen könnte, wenn ich wollte. Ich weiß nicht, ob ich ganz klar im Kopf bin, aber das Gefühl, an einer Klippe zu stehen und zu wissen, dass ich könnte, wenn ich wollte, löst in mir ein unbeschreibliches Gefühl aus. Es gab sogar mal eine Situation, in der ich tatsächlich kurz davor war. Adrenalin? Ich bin 35, arbeite in einer Führungsposition und habe Frau und Kind. Deshalb verstehe ich diese Gedanken erst recht nicht.



Beichte vom 22.10.2013, 11:08:23 Uhr

beichten

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Beichthaus Bewohner Kommentare

VioletButterfly Stammuser

ich hab mal irgendwo gelesen dass es einen ziemlich grossen prozentteil der menschen mit höhenangst betrifft dass sie nicht unter der angst vor der höhe leiden sondern vor der angst zu springen... geht mir übrigens genauso und ich würde nie an selbstmord denken dafür hab ich zu grosse angst vorm tot

+2

23.10.2013, 08:33 Uhr


G.Now Beichthaus VIP

Versuch's doch mal mit Bungeejumping. Da kannst Du springen, kommst aber gesund wieder hoch.

+12

23.10.2013, 08:37 Uhr


Scheinheilige Stammuser

Mit 35 in einer Führungsposition, Frau und Kind. Klingt nach einem geregelten Leben. Vielleicht fehlt dir tatsächlich das Adrenalin und Bungeejumping ist eine gute Idee für dich.

+9

23.10.2013, 09:18 Uhr


jenska Beichthaus Hipster

Jeder könnte springen, wenn er wollte, außer vielleicht der Rollstuhlfahrer, der müsste rollen. Aber mal im Ernst, die Vorstellung irgendwo runter zu springen hatte wohl jeder Mal, der an einem solchen Ort stand. Den Willen, es wirklich zu tun, ist etwas anderes.

+3

23.10.2013, 09:19 Uhr


Honigbienchen Beichthaus Hipster

Das habe ich auch manchmal, aber natürlich will ich es nicht tun. Meine Gedankengänge entsprechen ziemlich dem, was du geschrieben hast. Meine Theorie ist, dass man das einfach macht um sich selbst wieder einmal richtig zu spüren. Bungeejumping finde ich übrigens auch eine klasse Idee.

+3

23.10.2013, 10:04 Uhr


Flalux Armer Sünder

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das ein normaler Vorgang ist. Es soll auch normal sein, wenn man zu zweit an einer Klippe sitzt, das man den Drang hat den anderen zu schubsen, auch wenn man diese Person sehr gerne hat.

+10

23.10.2013, 10:54 Uhr


LöMe Gemeindemitglied

Alles was dir fehlt ist Freiheit, die Freicheit einmal ein Egoist zu sein und das zu tun was du willst, ohne an jemanden anderen zu denken. Ich kenne dieses Gefühl, du willst nur etwas für dich entscheiden, eine Entscheidung die dir keiner ausreden kann wenn du nicht willst. Sieh es so, es geht vorbei.

+1

23.10.2013, 11:03 Uhr


EmmyAltera Beichthaus Bewohner

Kenne ich auch. Kein Ding. Ich denke mal, das kommt gelegentlich bei einem zu geregelten (und gleichmäßig guten) Alltagsleben vor. Manchmal brauchen einige Menschen eben einen besonderen "Kick". Ich kann dir da mal Fallschirmspringen empfehlen. 1 min freier Fall und dann 5 min dahinsegeln... danach hab ich mich erstmal wie in einer anderen Welt gefühlt.

+0

23.10.2013, 11:13 Uhr


Liberté_Toujours Beichthaus VIP

Ich oute mich jetzt mal als Höhenangst-betroffene.... und kann mit Sicherheit sagen, dass es nicht die Angst vorm Springen, sondern die Angst vorm Runterfallen ist, die einen da quält. Das Problem des Beichters habe ich allerdings auch schon mal von einer Freundin gehört... allerdings nicht in der krassen Form, dass sie tatsächlich kurz vorm Absprung war, sondern sich nur angesichts der Leichtigkeit, mit der ein Sprung möglich wäre, erschreckte. Ich würde dem Beichter empfehlen, das Problem zu beobachten... die Tatsache, dass er schon einmal wirklich fast gesprungen wäre, macht die Sache problematisch. Nicht, dass es sich das Ganze noch zu einem Zwangsgedanken o.ä. entwickelt...

+1

23.10.2013, 11:34 Uhr


/// Beichthaus Bewohner

Diese Gedanken sind übrigens normal, hat was mit dem Gleichgewichtssinn, deinen Augen und der Verarbeitung des Gehirns zu tun. Natürlich ist es bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Mach doch, wie hier schon erwähnt wurde, Bunjee Jumping.

+1

23.10.2013, 12:06 Uhr


samy_deluxe Hausfreund

Kapiert ihr denn nicht, dass es hier nicht um Höhenangst geht? Hiermit ist eine Metapher gemeint, dass der Autor ein Gefühl bekommt, das ihn anregt, zu springen und seinem Leben ein Ende zu setzen, und er nicht versteht wieso. Ich schätze mal, es ist kein Problem für einen selber zu springen. Das Problem ist der Schaden und die Leere, den man hinterlässt. Es bringt wesentlich mehr Adrenalin, total neue Dinge auszuprobieren und zu machen, solange man noch den Willen dazu hat, als sich in unnötige Gefahr zu begeben, glaub mir. Überlege doch mal, was entgehen würde, wenn du bei 50% deines Lebens schon sagst: "Game Over"

+2

23.10.2013, 12:44 Uhr


VS1234 Hausfreund

Ich glaube, hier geht es nicht darum, seinem Leben ein Ende zu setzen, da der Beichter ja zufrieden mit sich ist. Hört sich eher nach dem Wunsch an, einfach mal die Kontrolle aufzugeben und sich dem Adrenalin hinzugeben. Von dem her Absolution erteilt - aber probier das Bungee-Jumping echt mal!

+2

23.10.2013, 13:12 Uhr


AnonymusII Beichthaus VIP

Angesichts deiner Beichte stellt sich schon die Frage ob du wie du dich selbst zitierst ganz klar im Kopf bist.

+0

23.10.2013, 14:57 Uhr


Xin Stammuser

Das fasziniert mich an einer Klippe genauso und so saß ich auch schon häufiger beinebaumelnd auf der Klippe und guckte runter. Früher konnte man auf dem Pont Du Gard ganz oben auf dem Aquädukt entlanglaufen und entsprechend fielen da auch regelmäßig Leute runter. Die Chance ließ ich mir auf der Klassenfahrt auch nicht entgehen. Auch da saß ich mit den Beinen über dem Abgrund und guckte in die Tiefe. Mitschüler meinten, der Lehrer wäre unten im Dreieck getitscht und ich könnte mich auf was gefasst machen. Er sagte aber nix... Ich bin 37, möchte irgendwann mal Bungeespringen - nicht wegen dem Fall, sondern wegen des Momentes, in dem man über die Klippe schreitet. Beim Tauchen kann kann man über die Klippen fliegen und sich dann einfach fallen lassen - auch sehr schon. Ich sehe mich auch als sicherheitsbewussten Taucher. Suizid plane ich nämlich nicht.

+0

23.10.2013, 15:45 Uhr


NannyOgg Armer Sünder

Ach jaja.. echt unheimlich die Sache! Mir geht es ähnlich, ich stell mir zudem vor wie ich aussehen würde, wenn ich unten ankomme...

+0

23.10.2013, 16:35 Uhr


Silberwolf1 Beichthaus VIP

Haha ich bin sogar mal von sowas ähnlichem aus Schusseligkeit runtergestürzt (zum Glück nur ca. 6 m tief). Du scheinst hin und wieder einen Adrenalinkick zu brauchen. Bungeejumping war ein guter Tip. Oder vielleicht Paragliding?

+0

23.10.2013, 18:08 Uhr


Der Seher Beichthaus Hipster

Diesen "Sog in den Abgrund" kennen viele mit Höhenangst. Bei mir ist das so krass, dass ich nicht nur einen Sog spüre auf hohen Gebäuden, sondern sogar regelrecht fühle wie der Boden unter mit zur Kante hin vermeintlich immer Abschüssiger wird. Dachte auch lange ich hab nen Dachschaden (also noch einen mehr als üblich, hihi), dabei ist das scheinbar eben bei vielen mit Höhenangst so, und meine Höhenangst ist extrem ausgeprägt.

+0

23.10.2013, 20:16 Uhr


TheDicktator Armer Sünder

Das Gefühl kennt man, auch zB vom berühmten weißen Sicherheitsstreifen vor Zuggleisen. In leichterer Form hatte ich auch schon öfters solche Sprunggefühle. Ich schätze, das ist normal.

+0

23.10.2013, 20:39 Uhr


Krachbum Beichthaus Hipster

Das kenne ich auch. Rückblickend muss ich sagen, dass für mich wahrscheinlich das Machtgefühl, dem Leben so leicht ein Ende zu setzen, den Kick ausgemacht hat. War damals (Studium) auch eine schwierige Phase... Heute würde ich für nichts auf der Welt nochmal mit dem Gedanken spielen. Das Leben ist nämlich sowieso viel kürzer, als man will...

+0

23.10.2013, 21:00 Uhr


scheisshaus_benutzer Stammuser

Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis tanzen. Ich glaube aber eher, dass du als Kind mal vom Wickeltisch gefallen bist. Klingt blöd, ist aber nicht so gemeint. Mir ist das tatsächlich passiert und ich kann deine Gedankengänge zu 100 % nachvollziehen. Scheiß Kindheitstraumata und nein das ist kein Rumgeheule, sondern ein psychologischer Effekt. Konsultiere mal einen Fachmann, der kann dir das besser erklären.

+0

23.10.2013, 21:01 Uhr


toni-montana Beichthaus VIP

Ich kenne das Gefühl, wobei ich immer für undichte Gasleitungen bete, wenn jemand neben mir eine Zigarette raucht.

+0

23.10.2013, 21:46 Uhr


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