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Ich (m/25) beichte, dass ich ein Versprechen gebrochen habe. Mein Opa hatte zu seinen Lebzeiten ein sehr teures und altes Auto, was er fast 50 Jahre lang gepflegt und in einem Top-Zustand gehalten hat. Er hatte nicht viel Geld, keine große Wohnung oder ähnliches, sein Auto war sein ganzer Stolz. Als er gestorben ist, hat er es mir vermacht. Einige Monate vor seinem Tod, wurde er schwer krank und wusste das er nur noch ein paar Monate hat. Es war für uns alle sehr schwer, vor allem für mich, da ich ein sehr gute Verhältnis zu ihm hatte. Er teilte mir da schon mit, dass er es mir vermachen würde und das ich mich gut darum kümmern soll.
Ich beichte, dass ich das Auto nach seinem Tod für 170.000 Euro verkauft habe. Für 15.000 Euro kaufte ich neue Möbel für mein WG-Zimmer, einen neuen Fernseher für unser Wohnzimmer und einen gebrauchten Golf für mich. Das übrige Geld habe ich angelegt und kann von den Zinsen monatlich bequem meine Miete zahlen und muss endlich keine Nachtdienste im Rettungsdienst mehr fahren um mir neben dem Studium genug Geld zu verdienen. Ich hoffe mein Opa würde das verstehen, ich habe ihn nie um Geld oder sonstiges gebeten und bin sicher er hätte auch das Auto zu seinen Lebzeiten noch selbst verkauft, wenn ich ihm geschildert hätte wie schwer ich es neben dem Studium teilweise hatte.
Beichte vom 29.07.2012, 20:51:52 Uhr
pastor Beichthaus VIP
Du bist wohl nicht der einzige, der neben dem Studium es teilweise schwer hat/hatte... Die heutige Gesellschaft ist materiell eingestellt, da nützt ein tolles Auto nichts, wenn es einfach nur rumsteht... Man kann es so und so sehen: Eine gewisse Wertsteigerung wäre sicherlich drin gewesen, für dich war es aber leichter und bequemer, es zu verhökern und sich davon ein leichteres Leben zu leisten. Irgendwann kommt der Punkt, an dem du es doch bedauern wirst. Es war aber eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss.
02.08.2012, 08:02 Uhr