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Ich (m/24) bin vor einem Jahr von zu Hause ausgezogen, da ich ein Studium angefangen habe. Ich wohne nun in einer WG mit drei anderen Studenten. Vorher habe ich in einem kleinen Dorf gewohnt, in dem ich so gut wie jeden von klein auf kenne. An meinem Studienort kannte ich natürlich anfangs niemanden. Mit dieser Situation komme ich nur sehr schwer klar und ich habe eine regelrechte soziale Phobie entwickelt. Das geht so weit, dass ich mich nur noch nachts aus meinem Zimmer traue, da ich sonst Angst habe, einen meiner Mitbewohner zu treffen. Nicht mal aufs Klo traue ich mich tagsüber, denn um dort hinzukommen, müsste ich durch die gemeinsame Küche laufen. Daher pinkle ich tagsüber meist in leere Saftpackungen und Wasserflaschen. Manchmal, wenn ich die mit Urin gefüllten Packungen und Flaschen zu lange nicht zum Müll bringe, nimmt mein ganzes Zimmer einen süßlich fauligen Uringeruch an. Ich bereue das sehr und es ist mir furchtbar peinlich. Ich kann aber aus eigener Kraft an dieser Situation nichts ändern. Bei mir im Heimatort würde niemand so etwas von mir denken, denn dort habe ich einen recht großen Freundeskreis und keinerlei solche Probleme. Ich beichte, dass ich zu feige bin, mir Hilfe zu suchen, obwohl ich genau weiß, dass ich welche brauche. Vermutlich wird das alles bis zum Ende meines Studiums so weitergehen.
Beichte vom 20.07.2010, 01:17:33 Uhr
Ort: Göttingen
pamela23 Beichthaus Hipster
Gerade in einer WG ist das natürlich bitter. Tue etwas dagegen! Zum Thema Sozialphobie habe ich gerade einen ganz interessanten Erfahrungsbericht gefunden: dr-mueck.de/HM_Erfahrungsberichte/Erfahrungsbericht-Sozialphobie-2--internetgestuetzte-Verhaltenstherapie.htm - vielleicht helfen die darin beschriebenen Übungen ja auch Dir weiter. Den Mutigen gehört die Welt!
20.07.2010, 06:57 Uhr