Meine Großmutter lebt seit Jahren bei uns im Haus. Sie leidet an Leberkrebs im fortgeschrittenen Stadium und da sie schon recht alt ist (84) hat sie jede Behandlung abgelehnt, als sie es erfahren hat. Seit einigen Tagen geht es nun immer mehr bergab mit ihr, sie liegt praktisch im Sterben und das ist das Furchtbarste, das ich jemals erlebt habe. Die Hilflosigkeit, mit der wir alle dem gegenüberstehen, die Machtlosigkeit. Ich beichte dass, wenn ich in ihre vor Todesangst weit aufgerissenen, zitronengelben Augen schaue, ihren geschwollenen Bauch sehe, in dem ihre fußballgroße Leber langsam ihre Organe zerdrückt, ich mir wünsche, sie möge endlich sterben. Jedes Tier wird eingeschläfert, um ihm Qualen zu ersparen - ich bin seit Neuestem definitiv eine Verfechterin von Euthanasie. Mit jeder Träne, die ich meine Mutter vergießen sehe, wünsche ich flehentlich, dass meine Oma endlich, endlich stirbt.
Beichte vom 09.02.2010, 02:52:02 Uhr
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Kommentare anderer Nutzer
Chickenlala
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 09.02.2010, 07:46:56 Uhr
[ ]:
Ich glaube wohl ich habe mich verlesen! Du meinst wohl eher aktive Sterbehilfe und nicht Euthanasie - auwei!
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torso
Armer Sünder

| Kommentar vom 09.02.2010, 07:49:17 Uhr
[ ]:
Mein Dad verstarb an multiplem Organversagen, nachdem sein Körper durch eine Chemotherapie vergiftet wurde. Leider schafften die Organe es nicht mehr die Giftstoffe im Blut abzubauen. Man konnte quasi zuschauen, wie eine Körperfunktion nach der anderen ausfiel und er zuletzt nur noch unter Schmerzmitteln röchelte bis das Herz ENDLICH aufgab. Ich kann dich verstehen, alles Gute für die Zukunft!! | | | |
Chickenlala
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 09.02.2010, 07:51:32 Uhr
[ ]:
Ok, hab grad nachgesehen, dass Euthanasie auch nur Sterbehilfe heißen kann, kannte den Begriff nur von den Nazis her. Ich würde ihn nicht verwenden deshalb, aber das mag ja jeder sehen wie er will.
Und apropro Chemo - ohne wäre er sicher gestorben, mit hätte er überleben können. Also besser er hats versucht, was nun mal nur geht mit heutigen Mitteln.
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Schnirkelschnecke
Beichthaus Bewohner

 | Kommentar vom 09.02.2010, 08:24:10 Uhr
[ ]:
Heftig. Eine Beichte, die unter die Haut geht. Ich kann deinen Wunsch, dass sie schnell stirbt und erlöst ist, gut verstehen. Denn es ist schrecklich, einen geliebten Menschen so sehr leiden zu sehen und nichts für ihn tun zu können. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Wünsche euch alles Gute! | | | |
anonym_01
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 09.02.2010, 08:48:17 Uhr
[ ]:
Ich kann dich auch sehr gut verstehen. | | | |
Big_Buddha
Beichthaus VIP

 | Kommentar vom 09.02.2010, 08:50:31 Uhr
[ ]:
Wirklich schlimm, sowas regt zum nachdenken an... Alles Gute | | | |
cake-o
Stammuser

| Kommentar vom 09.02.2010, 08:52:11 Uhr
[ ]:
Das ist unter anderem der Grund, wieso ich aktive Sterbehilfe für etwas Gutes halte. Ich will meine letzten paar Tage nicht unter Schmerzen krepieren, und ich will auch nicht einem geliebten Menschen dabei zusehen müssen. Was spricht dagegen, ein bisschen Nachzuhelfen, wenn man eh nur mehr auf Zeit spielt und eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen hat? | | | |
mimimosa
Stammuser

| Kommentar vom 09.02.2010, 09:42:32 Uhr
[ ]:
Ich kann das verstehen - meine Oma ist im August mit 85 gestorben und die letzten 2 Wochen war sie bettlägerig. Es war so ein Tod wie ich ihn ihr gewünscht habe. Ein kurzes Leiden und dann Zuhause im Kreise der Familie einschlafen. Ich wünsche deiner Oma auch einen schönen Tod! | | | |
KlausZagel
Beichthaus VIP

 | Kommentar vom 09.02.2010, 09:55:53 Uhr
[ ]:
Zu allererst erstmal einmal mein Beileid. Ich würde auch nicht ein Familienmitglied qualvoll sterben sehen wollen. Das ist "normal" das du dir wünschst das deine Oma nun friedlich einschläft. Und ich finde auch das Sterbehilfe hier erlaubt sein sollte, denn das hat hierbei nämlich auch einen Sinn. Holland ist uns in wirklich einigen Gesetzgebungen weit voraus. | | | |
V-8
Stammuser

 | Kommentar vom 09.02.2010, 10:18:07 Uhr
[ ]:
Mach dir keine Vorwürfe, das ist verständlich und auch nicht schlimm, daß du ihr in dieser Situation die Qualen ersparen möchtest. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute! | | | |
Somia
Armer Sünder

| Kommentar vom 09.02.2010, 10:30:14 Uhr
[ ]:
Ich kann Dir nachvollziehen was für ein Gefühl das ist....Nebenbei, meine Oma starb mit 59 auch an Leberkrebs....Sie ist damals zu spät zum Arzt. Lange litt sie und die starke Frau wahr nur noch erschrecken schwach...Ein Schlimmer Anblick. Immer wieder ging es rauf und runter, bis sie endlich erlöst wurde. An deinem Wunsch ist nichts verwerfliches....Wenn nicht so ein trara darum gemacht werden würde....
Absolution erteilt würd ich sagen..... | | | |
bellingar
Stammuser

| Kommentar vom 09.02.2010, 10:48:55 Uhr
[ ]:
hab ich selbst erlebt vor 6 monaten , mein opa (89) lag im sterben , und ich saß am bett und sah dass es nicht mehr lange geht . ist wirklich nicht schön ! | | | |
AmericanPsycho
Hausfreund

 | Kommentar vom 09.02.2010, 11:40:18 Uhr
[ ]:
Absolution sollten die verlangen, die Sterben auf Wunsch ablehnen!
In deinem Falle ist nichts Verwerfliches an deinem Wunsch!
Alles Gute....! | | | |
Toadi
Stammuser

 | Kommentar vom 09.02.2010, 12:23:12 Uhr
[ ]:
Ich hoffe sie verweigert wenigstens nicht das Morphium, so dass sie keine Schmerzen hat. Mein Papa ist auch an Krebs gestorben, ich kann Dich sehr gut verstehen! | | | |
Pécheresse22
Hausfreund

 | Kommentar vom 09.02.2010, 12:48:59 Uhr
[ ]:
@Chickenlala: Euthanasie IST aktive Sterbehilfe. Klugscheisser...
Zum Beichter: ich war zum Glück noch nie in deiner Situation aber ich habe oft gehört, wie es den Angehörigen ergeht, wenn ein geliebter Mensch im Sterben liegt und daher denke ich, dass dein Wunsch sehr gut nachvollziehbar ist. Du möchtest ja nicht einfach so, dass sie stirbt sondern du wünscht, dass sie endlich nicht mehr leidet. Ich hoffe, ihr steht das alles durch. | | | |
bandito
Armer Sünder

| Kommentar vom 09.02.2010, 12:55:32 Uhr
[ ]:
Was du, oder deine Familie, unbedingt tun solltet, wäre mit dem Hausarzt deiner Großmutter über die Gabe des bereits angesprochenen Morphins zu sprechen, oder anderweitig weitestgehende Schmerzfreiheit zu ermöglichen.
Dies ist alles, was ein Arzt offiziell tun kann für seine Patienten im Endstadium.
Weiter kann man mit ihm zusammen prüfen, ob sich aus Unterlagen und/oder Äußerungen deiner Großmutter ihr Wille zu Leben oder zu Sterben ableiten läßt, um auf andere lebensverlängernde Maßnahmen wie Infusions- und Medikamentengabe verzichten zu können.
Besondere Hilfe könntest du, könntet ihr durch ein Hospiz, deren ambulaten Dienst, oder zumindest eine telefonische Beratungsstelle erfahren. | | | |
Hahn
Hausfreund

| Kommentar vom 09.02.2010, 13:23:09 Uhr
[ ]:
Dafür brauchst du dich nicht schämen, das ist nur natürlich das du dir wünschst das sie nicht mehr lange leiden muss.. Mein Stiefvater ist auch elendig an Krebs gestorben und da hab ich mir/ihm auch gewünscht das er schnell gehen kann.
Ich wünsch dir viel Kraft für alles was kommt | | | |
arSen
Beichthaus Dauergast

 | Kommentar vom 09.02.2010, 13:47:29 Uhr
[ ]:
Ich kann dich sehr gut verstehen. Du brauchst dich nicht schlecht zu fühlen.. Das ist der Grund warum ich es für Blödsinn halte, dass Aktive Sterbehilfe in Deutschland verboten ist..
Wenn jemand keine Chance mehr hat finde ich es viel menschlicher denjenigen von seinem Leiden zu erlösen, als ihn noch Wochenlang unter starken Schmerzen und Leiden am Leben zu erhalten!
Ich hoffe deine Oma muss nicht mehr viel Leiden und findet einen schmerzlosen Tod ihm Schlaf!
Mein Beileid hast du. | | | |
Chickenlala
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 09.02.2010, 15:52:55 Uhr
[ ]:
@ Pécheresse - wenn du richtig lesen könntest, würdest du sehen, dass ich einen zweiten Kommentar geschrieben habe und das zurückgenommen und erklärt habe, einfach aus dem Grunde, dass ich es nicht besser wusste. Sehr freundlich von dir, mich dann auch noch als Klugscheißer zu betiteln... | | | |
tortura
Hausfreund

 | Kommentar vom 09.02.2010, 16:31:03 Uhr
[ ]:
Ich versteh dich. Alles gute.. | | | |
Memento
Gemeindemitglied

| Kommentar vom 09.02.2010, 16:41:50 Uhr
[ ]:
Euthanasie ist Unsinn. Vergiss das gleich wieder. WIe wäre es mit Schmerzmittel? | | | |
emy
Stammuser

 | Kommentar vom 09.02.2010, 17:53:24 Uhr
[ ]:
Sehr, sehr traurig. Hat mich wirklich zutiefst berührt. Mein Opa starb auch an Krebs, allerdings Magenkrebs, und ich war damals erst 2 Jahre alt, also noch zu klein um das alles zu verstehen, doch meine Mutter sagte, ihr ging es auch so, sie wünschte sich nurnoch, dass er endlich seinen Frieden findet. Ich wünsche dir alles Gute. <3 | | | |
Onklifiziert
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 09.02.2010, 18:08:03 Uhr
[ ]:
Ich kann dich verstehen, mir ging es damals genau so. Als meine Oma starb war ich fast froh, dass sie endlich erlöst wurde von den Schmerzen. | | | |
yodo
Stammuser

| Kommentar vom 09.02.2010, 19:23:26 Uhr
[ ]:
Memento, schon mal auf die Idee gekommen, dass es Krankheiten gibt, die so starke Schmerzen verursachen, dass man sie mit keinem Schmerzmittel der Welt bekämpfen kann, ohne dabei dem Patienten tödliche Dosen zu verabreichen?
@Beichter: Schäm dich nicht dafür, ich kann das absolut nachvollziehen, es ist eig ein Unding, dass es als "menschlich" angesehen wird, Tiere von ihren Leiden zu erlösen, Menschen diese Möglichkeit aber genommen wird. Das ist einfach unmenschlich. | | | |
d0ct0rrulE
Beichthaus VIP

 | Kommentar vom 09.02.2010, 19:51:55 Uhr
[ ]:
In solchen Fällen bin ich auf jeden Fall für Sterbehilfe. Deine Großmutter quält sich doch nur noch. So ähnlich ist es meinen Großvater auch gegangen... | | | |
Extreme
Armer Sünder

| Kommentar vom 09.02.2010, 21:01:51 Uhr
[ ]:
Ich kann das sehr gut verstehen meine Mutter war vor 3 Jahren auch an Krebs gestorben und hat ihre behandlung abgelehnt. Wie deine Großmutter war auch sie bei und zu Hause weil sie dort und nicht im Krankenhaus abtreten wollte. Die wünsche das es hoffentlich bald endet hatte ich auch, so einen tod wünscht man niemanden es giebt nichts schlimmeres als einen geliebten Menschen auf diese art sterben zu sehen. | | | |
trunkenbold92
Stammuser

 | Kommentar vom 09.02.2010, 21:43:51 Uhr
[ ]:
kann ich nur zu gut nachvollziehen so was muss einfach ur schrecklich sein v.a. das gefühl einem menschen den man liebt einerseits von seinen schmerzen zu erlösen abber auf der anderen seite auch zu verlieren | | | |
otna
Armer Sünder

| Kommentar vom 09.02.2010, 23:12:04 Uhr
[ ]:
@yodo,Memento: Es gibt wirklich Personen, die unter chronischen Krankheiten leiden, bei denen selbst Morphium keine wirkliche Linderung der Schmerz mehr bringt.
Darüber hinaus würde ich lieber durch einen stechenden kurzen Schmerz sterben, als mit zu sehen zu müssen, wie mein Körper langsam zerfällt. | | | |
Rhox
Beichthaus Dauergast

 | Kommentar vom 09.02.2010, 23:43:11 Uhr
[ ]:
Ich würde die Euthanasie befürworten, wie sicherlich viele Andere auch, aber das Volk entscheidet ja nicht über sowas -_- Okay, genug Politik für jetzt. Ich hoffe die alte Dame findet schnell Ihren Frieden und euch wünschen ich viel Stärke und Kraft diese schlimmen Momente zu verarbeiten. Alles gute von Herzen | | | |
plarry
Beichthaus VIP

 | Kommentar vom 10.02.2010, 00:59:54 Uhr
[ ]:
Das ist hart. Ich wünsch Dir euch daß es schnell geht und daß Ihr, wie soll ich es sagen, euren Frieden mit ihr machen könnt. Falls Du verstehst was ich meine.
| | | |
Modjo
Hausfreund

 | Kommentar vom 10.02.2010, 09:47:11 Uhr
[ ]:
Keiner möchte einen geliebten Menschen beim dahinsiechen zusehen . Des wegen kann ich deinen Wunsch nur zu gut verstehen und nachvollziehen.
Deine Gedanken sind in keinster Weise verwerflich.Tiere haben es da in vieler Hinsicht einfacher über die Regenbogenbrücke zu kommen...Leider.
Euthanasie sollte in Deutschland einfach akzeptiert und legalisiert werden . | | | |
GroßeBöseE
Stammuser

 | Kommentar vom 10.02.2010, 11:02:57 Uhr
[ ]:
Von dem ganzen Euthanasie und Schmerzmittel Geschwafel mal abgesehen: ich finde deine Großmutter ganz schön grausam, weil sie euch das aufbürdet. Ich kann ja verstehen, wenn man gern 'im Kreis seiner Lieben' das Leben beschließen möchte, aber den nächsten Generationen erstmal schön vor Augen zu halten, wie gemein das Alter und Sterben sind, das finde ich fast schon niederträchtig. Bei euch werden wohl immer die Fragen bleiben:'Haben wir alles richtig gemacht? Haben wir die richtige Hilfe geleistet? Hätten wir mehr tun können? Warum so?' Holt euch unbedingt Hilfe von fachkundigen Menschen! Arzt, Krankenschwester, Hospizmitarbeiter, egal. Steht das nicht allein durch. | | | |
Vladimir4
Stammuser

| Kommentar vom 10.02.2010, 12:51:23 Uhr
[ ]:
Das ist nachvollziehbar und absolut verständlich. Ich kenne so etwas auch. Absolution erteilt, und nicht nur das: Mögest du getröstet und die alte Dame bald von ihren Qualen erlöst werden. | | | |
0815lissa
Beichthaus VIP

 | Kommentar vom 10.02.2010, 23:58:29 Uhr
[ ]:
Ja das leben lässt uns oft nich einfach so aus der Welt scheiden ! Leider wird das Ende oft von Qualen begleitet. Ich hoffe das sie bald davon befreit wird ! | | | |
Mini-me
Stammuser

| Kommentar vom 11.02.2010, 18:02:41 Uhr
[ ]:
Hm. Kann deine Oma noch selbstständig Essen und Trinken zu sich nehmen?
Wenn man an entsprechende Mittel käme, die das Leiden schnell und schmerzlos/arm beenden: Beihilfe zum Selbstmord ist nicht strafbar. Dann kannst du ihr das Zeug hinstellen und sie entscheidet ob sies nehmen will...aber wahrscheinlich ist sie schon zu schwach, und an so n Zeug zu kommen ist sicher sehr schwer =P | | | |
Honeybunnny
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 11.02.2010, 20:56:32 Uhr
[ ]:
Da schießen einem echt die tränen in die augen. mein opa ist vor 2 jahren an prostatakrebs gestorben .. ich weiß wie es dir geht, der ganze körper verändert sich & der mensch ist nur noch ein schatten seiner selbst.. das ist sehr schlimm.. ich fühle wirklich mit dir & ich hoffe, dass es schnell geht & deine oma schnell ruhe & frieden findet!!! | | | |
LosMagMich
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 12.02.2010, 08:03:51 Uhr
[ ]:
bete zum allmächtigen Herrgott er möchte sie zu sich nehmen | | | |
pizza-baerbel
Stammuser

 | Kommentar vom 14.02.2010, 15:22:41 Uhr
[ ]:
dir sei verziehen! Ich denke, jede Person, die schon ähnliches erlebt hat, kann sich in dich hinein versetzen | | | |
amkra
Stammuser

| Kommentar vom 15.02.2010, 01:09:44 Uhr
[ ]:
Das deine Oma jegliche Behandlung ablehnt ist für mich ein Zeichen, dass sie bereit ist. Anstatt sich zu wünschen deine Oma würde endlich von ihren Qualen zu erlösen, ist es besser, dass ihr als Angehörige immer an ihrer Seite steht, da das Bewusstsein nicht allein zu sterben schon viele Schmerzen lindert. Außerdem könnt ihr so besser damit umgehen. | | | |
Tsaxndi
Stammuser

 | Kommentar vom 16.02.2010, 11:10:37 Uhr
[ ]:
Du solltest mal mit dem behandelnden Arzt reden! Vielleicht gibts ja doch "Möglichkeiten"! Wünsche Dir, daß es mit Deiner Oma schnell geht, hab das leider auch schon zwei Mal erleben müssen. | | | |
lisaonfire
Armer Sünder

| Kommentar vom 16.02.2010, 13:51:27 Uhr
[ ]:
also ich kann dich gut verstehen. vor 5 jahren starb meine großtante (man muss allerdings dazu sagen dass sie uns viel näher stand als sich 'großtante' anhört), auch an krebs. zuletzt streute er ins gehirn. innerhalb von knapp 1 1/2 wochen (am 8 erfuhr sie das vom gehirntumor, am 19. starb sie) konnte man beobachten dass es jeden tag mehr und mehr bergab ging. am schluss konnte sie kaum atmen, sprechen konnte sie nicht mehr usw.
als sie dann starb, an einem montag morgen, ich stand gerade in der dusche um mich für die schule fertig zu machen, kam mein vater und sagte uns dass sie in der nacht gestorben ist. das erste was ich dachte war 'jetzt hat sie keine schmerzen mehr'. weinen konnte ich zunächst auch nicht.
das habe ich dann erst als ich sie wirklich tot da liegen sah. dann aber stunden oder fast tagelang.
sie war ein sehr lebensfroher mensch und wenn ich mir dann überlege wie sie am ende so hilflos da lag denke ich dass das auch nicht mehr das war was sie sich unter leben vorstellte.
ich sah es als erlösung an, auch wenn sich das furchtbar anhört.
ich denke nicht dass du ein schlechtes gewissen haben musst. niemand will dass jemand, der ihm nahe steht leiden muss. und umso länger er leidet umso furchtbarer ist es.
der tod ist nunmal der einzige weg jemand unheilbar kranken vom leid zu befreien. so schlimm wie das auch ist... | | | |
lisaonfire
Armer Sünder

| Kommentar vom 16.02.2010, 14:04:05 Uhr
[ ]:
also ich kann dich gut verstehen. vor 5 jahren starb meine großtante (man muss allerdings dazu sagen dass sie uns viel näher stand als sich 'großtante' anhört), auch an krebs. zuletzt streute er ins gehirn. innerhalb von knapp 1 1/2 wochen (am 8 erfuhr sie das vom gehirntumor, am 19. starb sie) konnte man beobachten dass es jeden tag mehr und mehr bergab ging. am schluss konnte sie kaum atmen, sprechen konnte sie nicht mehr usw.
als sie dann starb, an einem montag morgen, ich stand gerade in der dusche um mich für die schule fertig zu machen, kam mein vater und sagte uns dass sie in der nacht gestorben ist. das erste was ich dachte war 'jetzt hat sie keine schmerzen mehr'. weinen konnte ich zunächst auch nicht.
das habe ich dann erst als ich sie wirklich tot da liegen sah. dann aber stunden oder fast tagelang.
sie war ein sehr lebensfroher mensch und wenn ich mir dann überlege wie sie am ende so hilflos da lag denke ich dass das auch nicht mehr das war was sie sich unter leben vorstellte.
ich sah es als erlösung an, auch wenn sich das furchtbar anhört.
ich denke nicht dass du ein schlechtes gewissen haben musst. niemand will dass jemand, der ihm nahe steht leiden muss. und umso länger er leidet umso furchtbarer ist es.
der tod ist nunmal der einzige weg jemand unheilbar kranken vom leid zu befreien. so schlimm wie das auch ist... | | | |
Gast
Stammuser

 | Kommentar vom 16.02.2010, 16:13:20 Uhr
[ ]:
Meine großmutter starb auch an krebs. Ist ne schlimme sache. | | | |
kazongaaa
Gemeindemitglied

 | Kommentar vom 18.02.2010, 23:03:15 Uhr
[ ]:
Heftig. Deinen Angehörigen und Dir alles Gute und viel Kraft! | | | |
Fedora
Hausfreund

 | Kommentar vom 20.02.2010, 00:02:36 Uhr
[ ]:
Euthanasie hin- Sterbehilfe her, wer zieht die Grenze zwischen Mord und letztem Willen bzw. Erlösung? Leider ist dieses große Problem in D noch nicht geklärt. Mach dir keine Sorgen, nicht nur ich habe großes Verständnis für dich. Ich wünsche euch viel Kraft- und dass Großmutter nicht soviel leiden muss! | | | |
Wolkenfrosch
Hausfreund

| Kommentar vom 12.03.2010, 23:37:19 Uhr
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Ich kann es auch gut verstehen. Du bist kein schlechter Mensch. Das ist Mitleid und das ist gut | | | |
Tidus79
Stammuser

 | Kommentar vom 15.04.2010, 21:33:23 Uhr
[ ]:
auch ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute. | | | | |