(00025276)
Ich wusste, dass sich mein psychisch gestörter Onkel umbringen würde. Er hat es mir vorher gesagt. Da er aber ständig die gesamte Familie mit seinen Verhaltensweisen terrorisiert hat und beratungsresistent war und ich ihn darüberhinaus nie gemocht hatte, ja geradezu Angst vor ihm hatte, habe ich es keinem gesagt. Ich war der Meinung wir alle seien besser dran, wenn er nicht mehr sein würde. Und siehe da, zwei Tage später war er tot. Nach kurzer Trauer haben alle wie befreit aufgeatmet und die komplette Familie ist aufgeblüht und steckt voller Energie und Lebensfreude. Nur ich nicht mehr. Denn jetzt quält mich seit zwei Jahren mein schlechtes Gewissen und das ungute Gefühl, versagt zu haben. Posthum hasse ich ihn sogar, dass er mir diese Bürde auferlegt hat. Ich hänge mittendrin. Ich hasse Selbstmörder!
Beichte vom 02.12.2008, 14:11:11 Uhr
Ort: Zürich
TheonlyGewissen Stammuser
Du hast richtig gehandelt, Reisende soll man nicht aufhalten und auf Einzelschicksale kann man heute keine Rücksicht mehr nehmen. Sieh es so: Er war eh nicht Glücklich und ist jetzt befreit"!
02.12.2008, 15:28 Uhr