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Beichten: 22.112 | User: 179.429 | Kommentare: 339.565 |
Neueste Kommentare
3.9/5 (227 Votes)

1.) Die drängelnde Oma

(Beichthaus.com Beichte 00034579)



Als sich letztens beim Bäcker mal wieder eine ältere Dame selbstbewusst und arrogant vordrängelte, tippte ich ihr auf die Schulter und sagte zu ihr: "Gehen Sie ruhig vor, Sie haben eh nicht mehr so viel Zeit." Ich hoffe, dass das gesessen hat.



Beichte vom 11.12.2014, 11:58:04 Uhr

3.9/5 (285 Votes)

2.) Nutzt die Chance für einen Abschied!

(Beichthaus.com Beichte 00034563)


15 Kommentare

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Trägheit · Tod · 50+ · Familie


Ich möchte beichten, dass ich nur dank einiger anderer Beichter hier meinen Arsch für etwas sehr Wichtiges hochbekommen habe. Letzte Woche rief mich mein Vater abends an und erzählte mir, dass meine Oma im Krankenhaus ist und es nicht gutsteht - wenn ich mich noch mal verabschieden wolle, dann sollte ich das schnell machen. Am nächsten Tag stand bei mir einiges an, nichts Wichtiges, aber ein Kumpel wollte vorbeikommen, um eine Runde zu zocken, danach wollte ich mit meiner Freundin ins Kino und danach noch zu einem Pokerspiel bei einem Kollegen. Ich dachte mir erst, ich gehe dann einfach übermorgen zu meiner Oma. Dann erinnerte ich mich aber an einige Beichten hier, die ich gelesen hatte und in denen es die Beichter bereuten, die Chance zum Verabschieden nicht genutzt zu haben.

Ich sagte also alle meine Pläne ab und fuhr zu meiner Oma. Traf mich noch mal mit ihr, hielt ihre Hand und wir unterhielten uns über ein paar alte lustige Geschichten, sie konnte sogar ein bisschen lachen. Ich war schon immer ihr Lieblingsenkel und ich habe richtig gemerkt, wie glücklich sie darüber war, dass ich an diesem Tag dort war. In der folgenden Nacht ist meine Oma dann verstorben und ich bin verdammt froh, dass ich meinen Arsch rechtzeitig hochbekommen und sie noch einmal besucht habe, auch wenn das nur durch die Beichten hier passiert ist. Ich möchte also den Beichtern herzlich danken und möchte allen ans Herz legen, jede Gelegenheit zu nutzen, bevor man es später bereut.



Beichte vom 10.12.2014, 03:24:38 Uhr

3.9/5 (186 Votes)

3.) Eiskalte Hände

(Beichthaus.com Beichte 00034593)



Ich war am Nachmittag Eisfischen und kam dann völlig durchgefroren zur Tür herein. Ich möchte beichten, dass ich meiner Frau als Erstes von hinten unter den Pulli und an die Brüste gegriffen habe, obwohl meine Hände eiskalt waren.



Beichte vom 13.12.2014, 17:59:39 Uhr




3.8/5 (219 Votes)

4.) Prügelstrafe für den Frauenschläger

(Beichthaus.com Beichte 00034543)



Ich (m/25) habe etwas getan, worauf ich einerseits stolz und andererseits darüber verwundert bin, welcher Teufel mich da geritten hat. Meine Schwester (28) hat seit ein paar Monaten einen neuen [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 08.12.2014, 07:33:46 Uhr

3.8/5 (264 Votes)

5.) Samuel K. nervt!

(Beichthaus.com Beichte 00034562)



Ich muss einfach mal loswerden, dass Samuel K. mich nervt. Dieser Typ ist meiner Meinung nach doch selbst Schuld an seiner Verletzung und nun verfolgt einen dieser Vorzeigebehinderte überall. Es gibt zig andere Menschen, denen Schlimmes widerfahren ist, vor allem unverschuldet. Liebe Medien, berichtet doch über die und nicht über einen Kerl, der sich selbst überschätzt hat und nun die Konsequenzen tragen muss. Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich diesen Typen auch nur sehe.



Beichte vom 10.12.2014, 00:36:36 Uhr

3.7/5 (303 Votes)

6.) Ein befreiender Faustschlag

(Beichthaus.com Beichte 00034501)



Ich (w/27) bin das, was man allgemein als "Schaf" bezeichnen kann. Oder mit den Worten meines Mannes: Ich habe das Gemüt eines Golden Retriever. Ich kann eigentlich nie "Nein" sagen, [...]
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Beichte vom 04.12.2014, 17:00:46 Uhr
Ort: Alte Landstraße, 46286 Dorsten

3.7/5 (212 Votes)

7.) Der Fall Tugce

(Beichthaus.com Beichte 00034580)



Ich möchte beichten, dass mir das mediale Ausschlachten um den Fall Tugce vollkommen auf die Nerven geht. Ich möchte nicht als herzlos abgestempelt werden, aber dieses Tägliche: "Und das gibt es Neues im Fall Tugce" finde ich unerträglich, genauso wie das bloße Denken darüber, ihr ein Bundesverdienstkreuz zu geben. Für etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte. Es ist schön, dass sie es getan hat. Aber wenn man mal ehrlich ist, würde es niemanden jucken, wenn sie noch am Leben wäre - keine druckbare Story, kein Gedanke über ein Bundesverdienstkreuz. Ich finde es auch etwas seltsam, wie viele Menschen Anteil an einer Frau haben, die sie nie gekannt haben. Versteht mich nicht falsch, so etwas ist schon schön, aber ich glaube, einem großen Teil geht es bloß um Selbstdarstellung.

Ich kann mich nicht in die Familie hineinversetzen und möchte es auch nicht, aber ich habe auch schon Todesfälle in der Familie gehabt und glaube nicht, dass die "öffentliche Anteilnahme" oder eine kleine sinnentleerte Medaille ihnen auch nur im Geringsten so etwas wie Trost spendet. Ich glaube, ich würde eine gerechte Strafe für den Täter wollen und danach irgendwie versuchen, mit dem Schmerz umgehen zu können. Und bis dahin beichte ich, dass mir das Ausschlachten auf die Nerven geht und ich Schlagzeilen mit ihrem Namen oder Gesicht bewusst ignoriere. Lasst die Familie doch einfach in Ruhe trauern.



Beichte vom 11.12.2014, 19:13:04 Uhr

3.7/5 (191 Votes)

8.) Das erste Date mit freiem Gehänge

(Beichthaus.com Beichte 00034556)



Ich (m/28) möchte beichten, wie es zu der Beziehung mit meiner Freundin kam. Es war Sommer und wir kannten uns noch nicht, trafen uns jedoch im Stadtpark beim Sonnenbaden. Da sie mehrmals zur gleichen Uhrzeit wie ich am Rumchillen war, sprach ich sie einfach mal an. Ich hatte ein kurzes Hemd an und entledigte mich aufgrund der Hitze und meines nicht durchtrainierten Oberkörpers nur der kurzen Hose, weshalb ich in etwas weiteren Boxershorts vor ihr saß. Die süße Maus hatte es mir gleich angetan und ich versuchte, mein Bestes bei der Unterhaltung zu geben. Dies tat ich auch, jedoch nicht so wie gedacht, wie sich später heraustellen sollte. Nachdem wir schon vier Wochen ein Paar waren, beichtete sie mir, dass bei dieser Unterhaltung mein komplettes Gehänge aus den Shorts rutschte und sie somit uneingeschränkte Sicht auf mein bestes Stück hatte. Ich merkte davon nichts. Es waren wohl gute Argumente, wir sind nun schon seit zwei Jahren ein Paar, wohnen zusammen und denken über eine gemeinsame Zukunft nach.



Beichte vom 09.12.2014, 15:16:46 Uhr




3.7/5 (343 Votes)

9.) Die schleimige Callcenter-Tunte

(Beichthaus.com Beichte 00034447)



Ich bin Callcenter-Agent bei der Inbound-Hotline eines bundesweit tätigen Telekommunikationsunternehmens. Ein Kunde rief mich heute an und bat mich um einen Zahlungsaufschub für die Rechnung von 80 Euro, mit der er seit 10 Tagen im Verzug ist. Aus Kulanzgründen habe ich ihm bis Mitte Dezember Aufschub gewährt und ihn darüber informiert. Ich war das ganze Gespräch über äußerst zuvorkommend, dies ist mein Job. Wir leben von zufriedenen Kunden. Nachdem ich mich von dem Kunden verabschiedete, hat er sich mit jemandem unterhalten, der sich im Hintergrund befand und dem er mitteilte, er hätte soeben mit einer "schleimigen Callcenter-Tunte" gesprochen. Ebenfalls äußerte er sein Ekelempfinden mir gegenüber. Er nahm wahrscheinlich an, ich wäre nicht mehr am Telefon. Daraufhin legte ich normal auf, allerdings machte ich den Zahlungsaufschub rückgängig und habe die Forderung unserem Inkassounternehmen übergeben, das natürlich eine saftige Inkasso-Pauschale verlangt, weil ich wütend darüber gewesen bin, dass dieser Kunde eine zuvorkommende Art nicht wertschätzt.



Beichte vom 28.11.2014, 19:16:26 Uhr

3.7/5 (254 Votes)

10.) Der deutsche Rechtsstaat

(Beichthaus.com Beichte 00034475)



Ich (m/25) bekomme immer mehr Zweifel an unserem tollen Rechtsstaat. Noch bis vor Kurzem fand ich es supertoll hier bei uns in Deutschland und dachte mir, dass wir doch alle hier ein tolles Leben führen. Aber mir wird immer bewusster, wie falsch doch unser gesamtes Rechtssystem läuft. Ein Mörder, der eine junge Frau vor einem Restaurant Hirntod geschlagen hat und ein Intensivtäter ist, wird vermutlich mit einer Strafe um die drei Jahre, vielleicht sogar noch mit Bewährung davonkommen. Bei guter Führung ist er nach 18 Monaten draußen. Gleichzeitig werden zwei unbescholtene Studenten, die betrunken und leichtsinnig nach dem WM-Finale durch eine offene Klappe in ein Museum eingestiegen sind, und ein Bild abgehängt haben, vermutlich zu zehn Jahren ohne Bewährung verurteilt. Sobald Geld oder Wertgegenstände im Spiel sind, werden mehrjährige Haftstrafen verhängt. Wenn es aber um echte Gefahren für die Gesellschaft geht, um Menschenleben und Vergewaltigungen, dann kommen die Täter mit Verwarnungen und Bewährungsstrafen davon. Dass ein Herr Hoeneß Steuern hinterzogen hat, schadet mir in erster Linie erst einmal nicht. Klar, auf lange Sicht schon in irgendeiner Art und Weise, aber es schadet mir eben nicht direkt psychisch oder physisch. Gewaltverbrecher hingegen schon. Jedenfalls beichte ich, dass ich mich inzwischen schäme, in solch einem ekligen Land zu leben.



Beichte vom 02.12.2014, 15:24:17 Uhr

3.7/5 (226 Votes)

11.) Der aufgewärmte Hamburger

(Beichthaus.com Beichte 00034437)



Ich arbeite neben der Ausbildung noch in einer Pizzeria. Wir schließen um 23 Uhr und ich gehe meist als Letztes, da ich dort nach Feierabend noch sauber mache. Letztes Wochenende kamen dann noch zwei besoffene Männer in die Pizzeria. Sie hatten einen Hamburger aus einer bekannten Fast-Food-Kette dabei. Der Eine sagte zu mir: "Ey, machst du mir den noch mal warm. Der ist schon kalt. Ich gebe dir 50 Euro." Er gab mir den Fünfziger und ich erwärmte seinen Burger in der Mikrowelle. Danach verabschiedeten sie sich höflich. Ich schäme mich jetzt ziemlich dafür, dass ich die Trunkenheit der beiden so schamlos ausgenutzt habe.



Beichte vom 28.11.2014, 02:06:47 Uhr

3.7/5 (174 Votes)

12.) Weltfremde Sozialpädagogen

(Beichthaus.com Beichte 00034467)



Ich möchte beichten, dass ich meine Kommilitonen hasse! Ich studiere Sozialpädagogik und kann diese pseudo-verträumte und realitätsferne Weltsicht einfach nicht mehr ertragen. Die meisten, die hier studieren, haben noch keinen Tag im Leben wirklich gearbeitet, denken aber, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ich bin definitiv kein Menschenfeind, aber bei so manchen Ansichten platzt mir fast der Kragen! Am Schlimmsten sind diejenigen, deren Väter Geschäftsführer sind oder irgendwo im Aufsichtsrat XY sitzen. Haben ihr Leben lang vom Kapitalismus profitiert, laufen top-gestylt in Markenklamotten rum, werden dann Mitglieder bei linksextremen Gruppierungen und wollen irgendwo in Südamerika und Afrika-Urlaub machen, um später zu erzählen, wie toll man doch ist und wie sehr man doch die Welt verbessert hätte. Geheiratet wird natürlich ein reicher Ingenieur, weil man eigentlich schon im letzten Semester weiß, dass man als Sozialpädagogin mit rosaroter Brille nicht weit im Leben kommt! Frei nach dem Motto: "Meine Frau hat studiert, so denkt sie wenigstens etwas Anständiges beim Staubsaugen." Ich bitte um Absolution für meinen Hass.



Beichte vom 01.12.2014, 18:20:24 Uhr

3.7/5 (198 Votes)

13.) Meine kleine Fledermaus

(Beichthaus.com Beichte 00034412)



Ich (m/31) beichte, dass ich vier Kuscheltiere besitze - eine Fledermaus, einen Waschbären, eine Kuh und ein undefinierbares Kugelwesen. Ich schlafe abwechselnd, oft aber auch mit ihnen allen zusammen, ein. Hin und wieder rede ich auch mit ihnen und täglich, nach bzw. vor der Arbeit begrüße und verabschiede ich mich von ihnen. Ich mag sie einfach sehr. Ich weiß, ich habe einen an der Birne, aber sonst stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Manchmal nehme ich die kleine Fledermaus sogar mit, wenn ich unterwegs bin, schließlich möchte sie mich auch mal in die Natur oder auf die Arbeit begleiten.



Beichte vom 25.11.2014, 22:04:34 Uhr




3.6/5 (252 Votes)

14.) Die Hantelbank im Fitnessstudio

(Beichthaus.com Beichte 00034454)



Ich (w) gehe seit knapp zwei Jahren in ein Fitnessstudio. Beim Eintritt in das Studio brachte ich bei 1.74m knapp 125 Kilo auf die Waage. Ich habe mich angestrengt und [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 30.11.2014, 14:09:01 Uhr
Ort: Bahnhofstraße, 93047 Regensburg

3.6/5 (83 Votes)

15.) Ein gefälschter Brief vom Direktor

(Beichthaus.com Beichte 00034498)



In der zweiten Klasse der Grundschule hatte ich einen Freund, dessen Eltern relativ streng waren, was das pünktliche Nachhausekommen anging. Eines Tages hatten wir wegen eines Studientages oder so schon [...]
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Beichte vom 04.12.2014, 13:43:31 Uhr

3.6/5 (145 Votes)

16.) Duftzwillinge von teuren Parfums

(Beichthaus.com Beichte 00034524)



Meine Freundin liebt teure Parfums. Meistens kauft sie diese selbst, manchmal werde ich jedoch gebeten, eines mitzubringen, wenn ich einkaufen gehe. Ihr Lieblingsparfum kostet 50 Euro. Sie würde nie ein Billiges kaufen, weil die ja alle nichts taugen. Letzte Woche war die kleine Flasche mal wieder leer, und da ich später noch einkaufen gehen wollte, wurde ich auserwählt, ein neues Parfum zu besorgen. Ich habe dann erst einmal im Internet nachgeschaut, ob ich es nicht irgendwo günstig bestellen kann, leider Fehlanzeige. Bei meiner Recherche stieß ich jedoch auf die Möglichkeit eines sogenannten Duftzwillings. Das sind "baugleiche" Parfums, die bei Drogeriemärkten oder Discountern zum Spottpreis angeboten werden. Für das Parfum meiner Freundin wurde auch so ein Duftzwilling genannt. Ich bin also zum besagten Drogeriemarkt gefahren, habe mit der Testflasche dort eine Geruchsprobe genommen und war überwältigt. Es roch wie das Parfum meiner Freundin, kostete jedoch nur acht Euro. Ich kaufte also den Zwilling, zum Glück mit Schraubverschluss, und füllte zu Hause das billige Parfum in die teure Flasche. Meine Freundin hat den Unterschied bis heute nicht bemerkt. Sorry, Kleines!



Beichte vom 06.12.2014, 14:29:03 Uhr

3.6/5 (224 Votes)

17.) Die Schulden meiner Kollegin

(Beichthaus.com Beichte 00034500)



Eine gute Kollegin hat sich vor zwei Jahren in einer angeblichen Notsituation 3.000 CHF von mir (w) geliehen, besiegelt per Handschlag. Ja, ich weiß, das war naiv. Sie versprach mir hoch und heilig, das Geld innerhalb von drei Monaten zurückzuzahlen. Als sie kurz darauf das Unternehmen verließ, wollte sie wohl den Kontakt zu mir abbrechen. Wir wohnen aber immer noch in der gleichen Kleinstadt. Dort habe ich sie nach einem halben Jahr - obwohl sie mir aus dem Weg geht - mehrmals auf die Schulden angesprochen. Sie gab irgendwann zu, einfach kein Geld zu besitzen, um die Schulden zu begleichen. Ich habe ihr auch Ratenzahlung angeboten - sie lehnte ab. "Einen Beweis hast du ja schließlich nicht", meinte sie frech. Ich bin tief bestürzt, weil ich eigentlich immer an das Gute in meinen Mitmenschen geglaubt habe. Einer guten Bekannten habe ich abends im Danceclub von der Sache erzählt. Sie meinte, wenn sie sich darum kümmern würde, erhalte ich mein Geld innerhalb von vier Wochen zurück. Sie würde nur zehn Prozent für eine Art "Bearbeitungsgebühr" verlangen. Ich habe nicht weiter nachgefragt, sondern mein Einverständnis gegeben und ihr Name und Adresse notiert. Sie ist gleich im Anschluss zu den Türstehern gegangen, die sie wohl sehr gut kennt. Dort hat sie eindringlich mit den Typen gesprochen und ihnen dann die Adresse überreicht. Jetzt bin ich total unsicher, was weiter passiert, denn diese Typen sind ziemlich zwielichtig.



Beichte vom 04.12.2014, 16:36:13 Uhr

3.6/5 (162 Votes)

18.) Kuscheltiere statt Freund

(Beichthaus.com Beichte 00034560)



Als ich (w/23) vor vier Jahren für das Studium von zu Hause ausgezogen bin, musste ich notgedrungen einigen Krempel zurücklassen, der seitdem im Keller meiner Eltern in Kisten verstaut ist. Darunter befindet sich auch eine beachtliche Sammlung von Kuscheltieren. Auf einem Heimatbesuch vor einem Jahr entdeckte ich diese wieder und beschloss kurzum, einige meiner Lieblinge mit in meine WG zu nehmen. Dies tat ich heimlich, da es mir ein wenig peinlich war, mit Anfang 20 in diese alten, abgewetzten Stofftiere vernarrt zu sein. Seitdem ruhen sie brav und gut versteckt in meinem Bettkasten. Zumindest tagsüber.

Sobald nachts meine Mitbewohner schlafen gehen, dürfen meine kuscheligen Freunde für einige Zeit raus aus ihrem Verlies. Zunächst muss ich mich dann natürlich bei ihnen dafür entschuldigen, dass sie so lange eingesperrt waren. Daher bekommt jedes meiner Schätzchen erst einmal eine Streicheleinheit und einen Kuss. Danach kuscheln wir uns gemeinsam unter meine Bettdecke und schauen uns auf meinem Laptop die neuesten Folgen meiner Lieblingsserien an. Wenn ich dann den Eindruck habe, dass die Kleinen lang genug aufgeblieben sind, heißt es "Gute Nacht" sagen und sie müssen wieder in meinem Bettkasten verschwinden. So geht das jetzt schon fast ein Jahr und ich bemerke, wie ich mich tagsüber immer mehr auf meine nächtliche Kuschelrunde freue. Ich weiß, ich brauche ganz dringend einen Freund. Doch solange niemand in Sicht ist, bin ich vollkommen zufrieden damit, Dickie den Bären, Waltraud das Schäfchen, Mimi das Meerschweinchen, Simba den Löwen und Gustl das Nashorn in meine Arme schließen zu dürfen!



Beichte vom 09.12.2014, 21:56:58 Uhr

3.6/5 (309 Votes)

19.) Spenden für Opa Heinz

(Beichthaus.com Beichte 00034428)



Ich (m/36) bin relativ wohlhabend und unterstütze seit Jahren die Tafel in unserer Stadt mit 500 Euro im Monat. Ich möchte einfach was zurückgeben, weil es mir an nichts mangelt und ich auch eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft trage. Ab Januar werde ich die Zahlungen allerdings einstellen. Ich habe von den Verantwortlichen der Tafel gehört, dass Aufnahmestopp herrsche, weil zu viele Flüchtlinge Anspruch angemeldet haben und nun deutsche Bedürftige, die hier ein Leben lang gearbeitet haben und schweren Herzens zur Tafel gehen müssen, sich eventuell auch noch schämen, abgelehnt werden. Es kann nicht sein, dass ein syrischer Abdullah hier durchgefüttert wird, und Opa Heinz soll selbst sehen, wo er bleibt. Mir ist durchaus bewusst, dass Ali vielleicht einiges ertragen haben muss - nur ertrage ich diesen Zustand nicht.

Ich weiß, dass ich mit meiner Beichte Ressentiments und Unverständnis schüre, aber es ist mein Geld und ich bügele mit meinem kleinen Beitrag nicht die Fehler der Politik aus, die aus Deutschland das Sozialamt der Welt macht und sich dann nicht um die eigenen Leute kümmert. Ich werde mich nach einem neuen Betätigungsfeld umschauen und vielleicht eine Krebs-Stiftung gründen, was ich sowieso schon seit Jahren vorhatte. Oder das Geld einem Hospiz überweisen, was ich vorher besuche. Dort werde ich eventuell auch auf 1.000 Euro monatlich aufstocken, ehe ich noch einen müden Euro den Immigranten zukommen lasse.



Beichte vom 27.11.2014, 09:12:07 Uhr

3.6/5 (188 Votes)

20.) Der Bodensatz der Gesellschaft

(Beichthaus.com Beichte 00034490)



Ich arbeite beim Sicherheitsdienst eines großen Kaufhauses in München. Unser Haus ist direkt am Hauptbahnhof. Jeden Tag muss ich mich mit dem Bodensatz der Gesellschaft rumärgern. Die Junkies und Alkis lungern vor unserem Eingang rum, saufen und ballern sich alles Mögliche rein. Dann pissen und scheißen sie in die Tiefgarage. Und ich darf das Gesindel immer vertreiben. Von einem Sicherheitsmann lässt sich dieses asoziale Pack aber eh nichts sagen, sodass ich regelmäßig die Polizei dazu holen muss. Selbst die werden angepöbelt und in extremen Fällen sogar angegriffen. Ich habe so einen Hass auf dieses asoziale nichtsnutzige Pack. Diese elenden Junkies, die sich ihre Gesundheit ruinieren und jahrelang leben - aber andere, völlig normale Menschen sterben an Krebs, obwohl sie ein nützlicher Teil der Gesellschaft waren und Menschen hatten, die sie geliebt haben.

Mir wäre es am Liebsten, wenn die Polizei mal ordentlich durchgreifen und sie regelmäßig mit dem Schlagstock verkloppen oder mit Pfefferspray attackieren würde, damit diesem Gesindel Respekt beigebracht wird. Manchmal geht es sogar so weit, dass ich mir vorstelle, mir eine Waffe zu besorgen und jeden Tag einen von ihnen zu beseitigen. Damit würde ich der Gesellschaft vermutlich einen Dienst erweisen. Ich bitte um Absolution für meinen Hass aber diese Existenzen haben für mich keinen Nutzen in der Gesellschaft. Und ja, ich habe meinen Beruf freiwillig gewählt und mache ihn dennoch gerne.



Beichte vom 03.12.2014, 22:17:54 Uhr





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