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Beichten: 25.959 | User: 215.696 | Kommentare: 410.727
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4.2/5 (19 Votes)

1.) Lernt doch endlich Deutsch!

(Beichthaus.com Beichte 00038562)



Ich jobbe bereits seit meiner Schulzeit in einem Restaurant als Servicefachkraft. Wir werden größtenteils von mittelständischen Familien besucht und da ich gebürtige Russin bin, spreche ich die Sprache fließend. Bei russischen Kunden, die Probleme mit der deutschen Sprache haben, tue ich allerdings immer so, als würde ich nichts verstehen und lasse zu, dass sie sich beim Bestellen quälen, statt einfach auf Russisch mit ihnen zu reden. Am meisten hasse ich die, die seit Jahren bei uns Kunden sind und es immer noch nicht auf die Reihe kriegen, eine Pizza zu bestellen und mir nicht sagen können, ob sie eine große oder eine kleine Pizza wollen. Wenn sie sich dann auf Russisch unterhalten, wie man etwas auf Deutsch sagt, obwohl ich ja schon längst weiß was sie eigentlich wollen, stehe ich immer mit treudoofem Blick da und tue so, als würde ich nichts verstehen. Ich beichte also, dass ich zulasse, dass die Leute sich quälen, statt ihnen entgegenzukommen. Aber anders lernen sie die Sprache des Landes, in dem sie leben, vermutlich nie!



Beichte vom 28.07.2016, 00:02:41 Uhr

3.9/5 (86 Votes)

2.) Lehrgang zum Zocken

(Beichthaus.com Beichte 00038545)



Ich (m/27/Techniker) habe meine Freundin angelogen und ihr gesagt, ich wäre im August eine Woche auf einem Lehrgang. Dabei habe ich mich eine Stadt weiter in einem Hotel einquartiert und arbeite in der Woche ganz normal. Aber im August kommt ein Videospiel raus, auf das ich seit Jahren warte und ich will es einfach in Ruhe zocken können - und zwar jeden Abend und solange ich will, ohne Gemecker und Gezeter. Das ist zu Hause unmöglich, weil es jedes Mal Gemecker gibt, wenn ich auch mal nur länger als zehn Minuten an meinen PC gehe. Meine Freundin hat keine Freundinnen und keine Hobbys, es wird also in jeder Sekunde Freizeit erwartet, dass ich mich nur ihr widme. Würden die positiven Seiten diese negativen nicht überschatten, hätte ich schon lange das Weite gesucht.

Im Normalfall kann ich einen Abend pro Woche mal in Ruhe etwas zocken und dann eventuell mal am Wochenende, wenn meine Freundin früh einschläft, ein paar Stunden. Und Freitagmittags mal zwei bis drei Stunden, da ich da früh Feierabend machen kann. Da ich dieses Spiel aber einfach mal mega durchsuchten will, bin ich einfach eine Woche auf dem angeblichen Lehrgang. In Wahrheit werde ich mir aber jeden Abend direkt nach der Arbeit eine Pizza reinziehen und dann von 17 bis 1 Uhr durchzocken. Samstag und Sonntag habe ich natürlich auch noch dran gehängt, also noch zwei Tage mit lockeren 12 Stunden durchzocken. Das wird ein Fest, sage ich euch! Im Übrigen bin ich auch 2-3 Wochenenden pro Quartal zusätzlich auf "angeblichen Lehrgängen", wobei ich dort dann auf Lan-Partys oder auch in einem Hotel bin, um einfach mal in Ruhe zu zocken.



Beichte vom 23.07.2016, 23:07:28 Uhr

3.8/5 (170 Votes)

3.) Dialog im Bus

(Beichthaus.com Beichte 00038450)



Es war Anfang der 90er Jahre, als ich in meiner Frühstückspause in der letzten Reihe im Bus saß und einen Dialog auf der Rückseite des Vordersitzes las:
"I was here! Gez: Milo"
"Man beschmiert nicht mit Edding fremdes Eigentum! Gez: Der Busfahrer"
"Verdammt, Busfahrer, was machst du hier hinten? Guck auf die Straße!"
Das Lustige daran? Der Bus stand wegen eines Frontalschadens zur Reparatur im Werk und ich war der Mechaniker. Und die Beichte: Ich habe mich eine Stunde lang deshalb totgelacht und meine Arbeit nicht getan.



Beichte vom 02.07.2016, 23:58:52 Uhr


3.8/5 (267 Votes)

4.) Habe ich das Leben seiner Affäre zerstört?

(Beichthaus.com Beichte 00038388)



Vor einigen Monaten habe ich (w/30) herausgefunden, dass mein Mann eine Affäre mit meiner engsten Freundin hat. Ich habe ihr immer alles wegen meiner Sorge um ihn erzählt - dass ich an meinen Mann nicht mehr rankomme, er völlig unzuverlässig geworden ist, abends immer später heimkommt und gehäuft das Wochenende geschäftlich unterwegs ist. Sie tröstete mich immer, gab mir Halt, munterte mich auf und hörte mir immer zu. Jetzt weiß ich, dass sie seine Geliebte ist. Ich habe ein zweites Handy von ihm entdeckt und dann gestöbert, da es mir keine Ruhe gelassen hat. Viele SMS von ihm an sie und umgekehrt mit Terminvereinbarungen, wann und wo sie sich treffen - und Nacktbilder. Am meisten hat mich aber getroffen, dass sie noch Witze über mich und meine "Naivität" gemacht haben. Sie war auch nie erreichbar, wenn er nicht zu Hause war. Das geht schon seit fast zwei Jahren so! Ich war komplett am Boden zerstört.

Am nächsten Abend habe ich sie zum gemeinsamen Frauenabend gesehen, wie jeden Freitag. Ich habe dann aus Rache, um sie zu blamieren, das zweite Handy von meinem Mann rausgenommen und all unseren Freundinnen ihren Chatverlauf gezeigt. Alle waren schockiert über ihr Verhalten. Sie ist daraufhin ausgerastet und hat mir vorgeworfen, ihre Privatsphäre nicht zu respektieren, sie absichtlich in einem falschen Licht darzustellen, und dass ich mich nicht zu wundern bräuchte, wenn mein Mann mich betrügt, weil ich im Bett so schlecht sei. Nach diesem Abend habe ich ihren Mann darüber informiert, der sie daraufhin rausgeworfen hat. Gestern stand sie vor meiner Tür und hat gefragt, ob ich jetzt glücklich sei, nachdem ich ihr Leben komplett zerstört habe. Schließlich habe sie wegen mir ihren Mann, ihre Kinder und ihre Freunde verloren. Da sie Hausfrau war, hat sie es jetzt finanziell schwer und muss in einer sehr kleinen Wohnung leben. Jetzt habe ich schon ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber, da ich ihr schon sehr geschadet habe. Vielleicht hätte ich nicht nur an mich und meine Rache denken sollen. Auf der anderen Seite hat sie sich auch irgendwie selbst zuzuschreiben, was mit ihr geschehen ist. Davon geht mein schlechtes Gewissen aber nicht weg, daher bitte ich um Absolution.



Beichte vom 19.06.2016, 23:40:05 Uhr

3.7/5 (141 Votes)

5.) Der Islam ist doch rückständig!

(Beichthaus.com Beichte 00038517)



Ich (m/26) möchte beichten, dass mir der Islam gewaltig auf den Keks geht. Das, was gerade in der Türkei abgeht, ist einfach nur bezeichnend. Ich halte den Islam für rückständig und nicht mit europäischen Werten kompatibel. Wie islamische Staaten zu Homosexualität und zur Gleichberechtigung der Frau stehen, macht mich einfach nur wütend. Und dann immer diese Scheinheiligkeit der hier lebenden Muslime! Ja, es gibt integrierte und gut angepasste Zuwanderer, aber diese stellen meiner Meinung nach, die Minderheit dar. Alle Erdogan-Fans und Moschee-Salamander, die die Scharia über unser Grundgesetz stellen möchten, sollten direkt in den nächsten Flieger Richtung Heimat gesetzt werden. Wenn dort alles besser ist, was hält euch hier? Was mich am allermeisten nervt? Nicht diese Steinzeit-Menschen, sondern dass wir das in unserem angeblich so aufgeklärten und freien Europa nichts ansprechen können, ohne gleich die Nazi-Keule auf den Deckel zu kriegen. Vor Freunden und Bekannten bringe ich diese Meinung deshalb auch nicht zum Ausdruck.



Beichte vom 18.07.2016, 10:47:54 Uhr

3.8/5 (100 Votes)

6.) Fisch mariniert man mit Spülmittel!

(Beichthaus.com Beichte 00038488)



Ich beichte, dass ich am Wochenende gepflegt ins Rosenbeet der Nachbarn gegöbelt habe und es mir nicht im mindesten leidtut. Ich habe einen Zweitwohnsitz, an dem ich mich nicht so häufig aufhalte. Dort habe ich vor einiger Zeit neue Nachbarn bekommen. Sie sind aus einem anderen Bundesland zugezogen. Im Zuge ihrer Vorstellungsrunde luden sie uns für letzten Samstag zum Grillen ein. Lust hatte ich zwar wenig, aber um der guten Nachbarschaft willen muss man so etwas manchmal aushalten. Ich habe eine Schüssel Salat zubereitet und mitgebracht. Dort angekommen, trug ich den Salat in die Küche und unterhielt mich eine zeitlang mit der Hausherrin. Sie bereitete die Stücke vor, die gleich auf dem Grill landen sollten. Mit Entsetzen sah ich, dass sie die wirklich gut aussehenden Fischfilets mit Fairy Ultra abwusch. Sie muss wohl meinen entsetzten Blick bemerkt haben, weil sie mir dann völlig überzeugt darlegte, dass man das bei Fisch so machen muss, weil man sonst eine Fischvergiftung bekommt. Spülmittel hilft dagegen, weil das Spüli die Eiweißenzyme aufspaltet. Ob ich nachher auch Fisch möchte? Nein danke, ich mag grundsätzlich keinen Fisch, erwiderte ich, was eine fette Lüge war. Die Fleischstücke waren fertig eingelegt und vom Hersteller eingeschweißt, sodass ich da einigermaßen beruhigt sein konnte.

Beim Zusammensitzen merkte ich immer mehr, dass die Leute nicht so ganz auf unserer Wellenlänge waren. Aber okay, da muss man durch und die Anstandszeit absitzen. Ich war dann noch ein netter Gast, habe der Gastgeberin beim Abräumen des Tisches geholfen und bin mit den gebrauchten Tellern Richtung Küche und Spülmaschine gewandert. Ich fragte, ob ich das Zeug gleich in die Spülmaschine einräumen dürfe. Ich bekam dafür grünes Licht und öffnete die Klappe. Was ich dann sah, hat mich fast aus den Sandalen gehauen. Im oberen Korb der Spülmaschine lag mitten zwischen gebrauchten Gläsern eine Klobürste mit eindeutigen Gebrauchsspuren. Optisch und olfaktorisch. Mir entgleisten die Gesichtszüge. Ich muss wohl selten blöd aus der Wäsche geschaut haben. Die Hausfrau merkte das und erklärte mir ganz ruhig und wiederum völlig von sich selbst überzeugt, dass sie das immer so mache, weil in der Spülmaschine die Klobürste am saubersten wird. Die Bürste würde so jeden zweiten oder dritten Tag mitfahren. Das mache sie wegen der Hygiene. Das war der Punkt, an dem ich mich verabschiedet habe. Oder eher nicht. Ich bin rausgerannt und habe ins Rosenbeet gekotzt. Mein Mann hat mir dann noch meine Tupperschüssel und die Handtasche hinterhergetragen. Bei Gott – ich werde bei den Leuten nie wieder was essen! Entschuldigt habe ich mich nicht.



Beichte vom 11.07.2016, 12:58:32 Uhr

3.6/5 (127 Votes)

7.) Hurra, mein Chef ist gestorben!

(Beichthaus.com Beichte 00038404)



Ich möchte beichten, dass ich mich nahezu täglich über den Tod eines Menschen freue und deswegen ein schlechtes Gewissen habe. Aber von vorn: Ich (m) bin 35 Jahre alt und von Beruf Büchsenmachermeister. Seit ich denken kann ist das mein absoluter Traumberuf - auch mein Vater hat ihn ausgeübt. Meine Arbeit ist fast wie Erholung für mich und ich freue mich jeden Tag aufs Neue drauf. Das Problem an der ganzen Geschichte war nur mein damaliger Chef. Er hat mich ständig runtergemacht und auch vor anderen gedemütigt. Keine Gelegenheit wurde ausgelassen, um mich bloßzustellen und aussehen zu lassen wie einen Idioten. Lob für meine Arbeit gab es nie und damit meine ich auch nie. Selbst wenn mir etwas besonders gut gelungen war, fand es keine Erwähnung. Im Gegensatz dazu sind mir meine Fehler ständig aufs Neue unter die Nase gerieben worden und waren quasi nie erledigt.

Die Kunden in unserem Geschäft bestellen individuelle Jagdwaffen, die auch gerne mal über 25.000 Euro und mehr kosten, daher legen wir viel Wert auf Qualität und sorgfältige Arbeit. Einmal habe ich für einen Kunden einen besonders schönen Holzschaft zurechtgeschnitten. Als ich am nächsten Morgen mit dem Kunden zur Präsentation verabredet war, war dieser Schaft auf einmal verschwunden. Ich habe alles abgesucht, Panik bekommen und musste dem Kunden dann gestehen, den Schaft in unserer Werkstatt verlegt zu haben. Dieser war dementsprechend angesäuert und hat seinen nachvollziehbaren Frust an mir ausgelassen. Ich hatte schlaflose Nächte und konnte mir das Ganze einfach nicht erklären. Einige Wochen später stellte sich raus, dass mein Chef sich den Schaft für seine eigene Jagdwaffe unter den Nagel gerissen hatte, weil er ihm so gut gefiel. Das hat mir seine Tochter erzählt. Eine Frechheit!

Vor einigen Wochen ist mein Chef plötzlich mit 61 Jahren an einem Schlaganfall gestorben. Für die Familie ein echter Schock! Ich kann jedoch nicht richtig traurig sein. Meine Gedanken spielen immer noch verrückt. Ich habe ihm in Gedanken so oft den Tod gewünscht. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mich innerlich freue und zufrieden und viel ruhiger zur Arbeit gehe. Die erste Zeit musste ich mir immer wieder vor mir selbst bestätigen, dass er wirklich tot ist und das alles echt ist. Ich möchte gestehen, dass ich meinen Chef nicht eine Sekunde vermisse und unendlich erleichtert bin, dass er tot ist.



Beichte vom 23.06.2016, 16:33:35 Uhr

3.6/5 (149 Votes)

8.) Ein Kind ohne Gottesglaube

(Beichthaus.com Beichte 00038507)



Ich (w/25) bin kein Freund davon, wenn man Kindern alles beschönigt und in "Baby-Sprache" mit ihnen spricht. Dementsprechend rede ich auch immer sehr ernst und interessiert mit meiner 7-jährigen Nichte. Sie ist sehr wissbegierig und klug und momentan in einer totalen "Warum"-Phase, weshalb sie alles wissen will. Als sie neulich fragte, ob es Gott gibt, antwortete ich ihr ehrlich, dass ich persönlich das nicht denke. Wir haben natürlich noch ein wenig weiter über das Thema geredet und ich habe versucht, ihr ehrlich zu antworten. Das hatte jetzt allerdings zur Folge, dass ich sie so sehr überzeugt habe, dass sie den Religionsunterricht in der Schule boykottiert. Ihre Eltern haben deshalb schon Probleme von der Schulleitung bekommen und meine Schwägerin ist jetzt sehr sauer auf mich, weil sie meint, ich habe dem Kind den Gottesglauben genommen. Tatsächlich beginne ich, mich etwas schuldig zu fühlen.



Beichte vom 14.07.2016, 12:43:23 Uhr
Ort: Dammstraße, 1190 Wien


3.6/5 (129 Votes)

9.) Stierkämpfe in Spanien

(Beichthaus.com Beichte 00038483)



Gestern ist wieder ein Torero von einem Stier aufgespießt worden. Ich beichte hier und jetzt, dass es mir um den nicht leidtut. Seine Familie tut mir leid, aber er hat [...]
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Beichte vom 10.07.2016, 20:05:49 Uhr

3.6/5 (97 Votes)

10.) Ich wünsche mir eine Familie

(Beichthaus.com Beichte 00038444)


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Mir (m/38) ist gestern mal aufgegangen, was ich in meinem Leben eigentlich so alles verpasse. Ich bin kinderloser Single und war damit eigentlich ganz glücklich. Auch im Job bin ich so weit ganz erfolgreich und zufrieden mit dem, was ich habe. Dachte ich. Trotzdem bin ich gestern bei zwei kleinen Videos, die Freunde auf FB gepostet haben, in Tränen ausgebrochen. Es waren einmal ein eng umschlungen kuschelndes Paar und einmal ein süßes kleines, vielleicht 2-jähriges Mädchen, das lachend mit einem jungen Hund spielte. Beides rührte irgendwas in mir an und tat gleichzeitig unglaublich weh.

Ich bin nicht unbeliebt, aber irgendwie freaky und bei der Frauenwelt wohl automatisch Mr. Friendzone. Auch wenn ich mich bemühe, meine Taktiken ändere und Ähnliches, erreiche ich wenig mehr als Mitleidssex. Zum Glück bin ich kein besonders notgeiler Mann. Dabei bin ich weder dumm, noch hässlich, sondern in beiden Bereichen normaler Durchschnitt, würde ich sagen. Abends kuschele ich mich an eine zusammengerollte und ungefähr in Körperform gebogene zweite Bettdecke. Ich habe mich eigentlich mit dem Gedanken angefreundet, ein alter Sonderling zu werden, aber ab und zu wünsche ich mir doch eine eigene kleine Familie.

Eine Frau, die sich ein meinem Arm zusammenrollt. Kinder, die zu mir kommen, wenn sie glücklich oder auch traurig sind. Abends gemeinsam einschlafen, morgens gemeinsam frühstücken. Streiten, weinen, lachen. Ein echtes Zuhause schaffen. Ich weiß aber, dass all das wohl nie passieren wird. Ist wohl zu viel verlangt. Und wer jetzt sagt: Geh raus und sprich Frauen an - was denkt ihr, tue ich? Entweder werde ich angesehen wie von einer Kuh, wenn es blitzt, ausgelacht, oder sonst etwas. Oberflächlichkeit ist halt das A und O und ich renne nicht angepasst herum. Werde ich halt doch ein alter Sonderling.



Beichte vom 01.07.2016, 12:56:09 Uhr

3.6/5 (156 Votes)

11.) Stoßgebet auf der Toilette

(Beichthaus.com Beichte 00038421)



Ich bin heute gerade zum dritten Mal auf der Toilette - wieder ein großes Geschäft. Beim Hinsetzen hatte ich schon so einen Druck, dass der erste Knall einer Explosion gleichkam. Dabei ist mir auch ein: "Heilige Maria, Muttergottes" entfleucht, wenn auch leise. In der Kabine nebenan kicherte jemand. Ich (w/22) bin wirklich glücklich, wenn das vorbei ist.



Beichte vom 27.06.2016, 13:11:42 Uhr

3.6/5 (136 Votes)

12.) Du Schwanzlutscher!

(Beichthaus.com Beichte 00038433)



Ich (w) beichte, dass mein Freund lange Probleme hatte, eine richtige Erektion beim Sex mit mir zu bekommen. Das hat mich sehr belastet und irgendwann gestand er mir, dass er [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 29.06.2016, 18:30:40 Uhr
Ort: 97072 Würzburg

3.6/5 (139 Votes)

13.) Braune Suppe im Meer

(Beichthaus.com Beichte 00038520)



Ich (m/23) will etwas aus meinem letzten Urlaub beichten. Ich war in einem sehr warmen südamerikanischen Land und habe so manches Essen/Getränk nicht so ganz vertragen. Eines Morgens war ich am Strand joggen und auf dem Rückweg überkam mich der Ruf der Natur. Mein Darm fühlte sich so an, als würde er gleich platzen! Hilfe suchend blickte ich mich um. Überall waren Touristen oder Ortsansässige und nirgends gab es einen Busch oder Ähnliches. Ein kilometerweiter Strand mit nichts als gierigen Zuschauern. Ich versuchte, die Wurst noch drin zu behalten, aber es hat schon richtig wehgetan und ich hatte Angst, mich komplett einzuschiffen, was bei engen Badeshorts auch echt "scheiße" wäre.

Naja, ich sah aufs Meer raus und überlegte, was ich tun könnte, als der Geistesblitz kam. Ich sprintete ins Meer, sprang über Muscheln, Korallen und Schrottstücke hinweg, während ich mit aller Kraft die Backen zusammenpetzte. Ich schwamm raus und spielte dann Kack-Wal. Das heißt ich tauchte unter, zog meine Badeshorts runter und kackte um mein Leben. Das war mittlerweile keine Wurst mehr, da durch den Druck und die Speisen die Konsistenz etwas körnig war, es sah eher aus wie Hasenköttel. Unter Wasser schaute ich nach oben und sah die braune Wolke im Wasser auftreiben - aber da war noch etwas: So eine Scheiß-Standup-Paddelgruppe! Ich hatte Angst, dass diese Gruppe genau durch mein braunes Pfützchen paddeln würde und auf mich schließen könnten. Deshalb tauchte ich so weit wie möglich von dort weg, wischte mir den Arsch mit der Hand ab und zog die Hose hoch. Am Ufer angekommen, rannte ich wie von der Tarantel gestochen. Mir war das so peinlich, da ich im Hintergrund lautes Fluchen auf dem Wasser vernehmen konnte. Ich will beichten, dass ich vor lauter Menschen ins Meer geschissen habe und bitte um Absolution, da ich es wenigstens so gemacht habe, dass es weder Kinder noch Frauen gesehen haben.



Beichte vom 19.07.2016, 09:21:39 Uhr


3.6/5 (140 Votes)

14.) Arschkerbenwasser im Sommer

(Beichthaus.com Beichte 00038440)



Hurrraaaaa, es ist Sommer! Endlich wieder Arschkerbenwasser! Nein, das ist ironisch gemeint. Ich (m/35) würde den Sommer ja so lieben, wenn mir bei der Hitze nicht ständig der Schweiß sinnflutartig die Kimme runterrauschen würde. Heute war ich mit den lieben Kollegen Mittagessen. Wir mussten natürlich in der prallen Sonne sitzen, weil die Damen und Herren ja unbedingt braun werden möchten. Mir lief natürlich das Wasser den Rücken runter bis in die heilige Spalte. Und dann juckt die Kimme wie Sau, weil sich der salzige Kanal seinen Weg durch meine Unterhose bahnt.

Ich beichte, dass ich nach dem Essen nur so lange sitzen geblieben bin, damit meine Kollegen nicht auf meinen Stuhl schauen konnten. Denn dort war natürlich die längliche Linie Marke Arschritzenwasser zu sehen. Ich beichte des Weiteren, dass ich neidisch auf meine Kollegen bin, die keinerlei Ausdunstungen auf ihrem Stuhl hatten. Ich missbrauche schon immer meinen Deoroller für meine Kimme, aber das hilft alles nix. Warum lassen sich die Produktdesigner von Nivea & Co. nicht mal eine Lösung für dieses Problem einfallen? Ich verstehe die Welt nicht mehr.



Beichte vom 30.06.2016, 22:29:13 Uhr
Ort: Schlesische Straße, Berlin

3.6/5 (82 Votes)

15.) Meine Schwester wird immer bevorzugt!

(Beichthaus.com Beichte 00038495)



Leider ist meine Mutter gestorben als ich vier Jahre alt war. Zurück blieben mein Vater, meine geistig behinderte Schwester (2) und mein Vater. Nun ist es so, dass ich mich schon relativ früh immer um meine Schwester kümmern musste, was mich auch als Kind nicht gestört hat. Aber nun bin ich 20 Jahre alt und sie bringt mich nur noch zur Weißglut. Mein Vater sitzt im Vorstand eines nicht allzu kleinen Unternehmens und somit ist auch ein relativ gutes Einkommen vorhanden. Jetzt, nach meinem Abi, bin ich in der Ausbildung und komme grade noch so über die Runden, ab und an bekomme ich mal neue Klamotten, aber das war es dann auch. Meine Schwester, welche einfach acht Stunden täglich in einer Behindertenwerkstatt sitzt und dort nichts tut, bekommt hingegen alles von meinem Vater, jährlich fliegen sie drei Mal nach Spanien, wo ich nicht einmal gefragt werde, ob ich mit möchte. Und auch sonst lässt er sich nicht lumpen, sobald es um sie geht.

Doch die letzte Woche hat sie das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie spielt immer das Unschuldslamm und ist einfach nur noch nervig. Von Freitag auf Samstag kam meine Freundin vorbei und wir haben halt einiges unternommen, gleich am Abend darauf erzählt sie vor der ganzen Familie, was ich abends mit meiner Freundin so mache. Des Weiteren kommt sie täglich an und möchte mit mir spielen (Spiele für 3-8-Jährige), wenn ich dann wie in letzter Zeit nur noch "Nein" sage, wird sie sauer, wirft das Spiel durch mein Zimmer und ich kann den ganzen Mist dann wieder ausbaden. Auch mein Vater unterstützt mich in dieser Hinsicht nur sehr wenig, er sagt immer, dass sie behindert ist und nichts dafür kann... Ich glaube aber, dass sie das sehr wohl weiß und einfach nur gerne sieht, dass ich ihren Mist ausbade. Am Sonntag hat mich mein Vater dann aber an etwas erinnert.

Meine Mutter hatte zu meiner Geburt einen Ausbildungsvertrag machen lassen, bei welchem ich mit 18 Jahren eigentlich 20.000 Euro bekommen sollte. Diesen hatte ich aber schon längst vergessen, da ich dachte, dass dieser anderweitig verwendet wurde - nun hat mein Vater mir aber gesagt, da für meine Schwester keiner gemacht wurde, dass wir uns doch meinen Vertrag teilen können. Daraufhin habe ich ihm an den Kopf geworfen, dass er doch mit seiner Tochter ruhig den Rest seines Lebens verbringen kann und ich mich nicht mehr um ihn kümmere, sobald er älter ist und dass sie es doch machen soll (dazu ist sie nicht fähig) - dann habe ich mir die 20.000 Euro genommen und wohne seither bei meiner Freundin. Es tut mir leid, dass ich so reagiert habe, aber bevor mein Vater und meine Schwester ihre Verhaltensweisen nicht ändern, werde ich nicht mehr zurückkommen. Soll er doch sehen, wer auf sie aufpasst, wenn er geschäftlich mal wieder weg muss!



Beichte vom 12.07.2016, 17:22:00 Uhr
Ort: 53721 Siegburg

3.5/5 (164 Votes)

16.) Die Machtspielchen der Feministinnen oder warum Nein nicht Nein heißt

(Beichthaus.com Beichte 00038542)



Da standen sie alle wie die Orgelpfeifen und applaudieren für das neue Sexualstrafrecht. Ich könnte kotzen. Alle Fraktionen im Bundestag haben für dieses Gesetz gestimmt. Angebliche Schutzlücken wurden geschlossen. Künftig [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 23.07.2016, 08:10:11 Uhr

3.5/5 (103 Votes)

17.) Liebe ich meine Tochter genug?

(Beichthaus.com Beichte 00038392)



Ich bin die Mutter eines 1-jährigen Mädchens und schäme mich, das zu sagen, aber ich habe keine richtigen Muttergefühle für sie. Ich liebe sie als Kind und als Person, aber es könnte genau so gut das Kind einer Freundin sein, das ich babysitte. Ich weiß, dass mich vermutlich viele dafür hassen werden und ich kann euch sagen, ich tue es selbst auch. Ich kann einfach nicht verstehen, wie dieses wunderbare kleine Würmchen mein Herz nicht in Mutterglück ertränken kann. Sie ist so süß und duftet gut und ihr Lächeln ist wie die Sonne, so warm und strahlend. Der Vater hat sich verpieselt, nachdem er von der Schwangerschaft erfahren hat. Das hat mich extrem runtergezogen. Dabei war es sogar seine Idee unsere Partnerschaft mit einem Baby zu krönen. Eigentlich lief auch alles gut und die ersten Monate hat er sich rührend um mich gekümmert, aber dann meinte er plötzlich, er müsse zu einer Geschäftsreise aufbrechen. Zwei Wochen später kam dann ein Anruf von seinem Vater, dass er bei ihnen eingezogen ist und ich seine Sachen nachschicken soll. Als Begründung gab er einfach an, ich hätte mich zu stark verändert und eine Zukunft könnte er sich mit mir und Kind nicht mehr vorstellen. Da war ich gerade im sechsten Monat.

Mein Leben ist in diesem Moment natürlich zusammengebrochen. Jedoch musste ich mich um meinetwillen und des Kindes wegen zusammenreißen und weitermachen. Am Tag der Geburt begleitete mich meine beste Freundin, und als mir dann meine Kleine auf den Arm gegeben wurde, war da absolut nichts. Ich war einfach nur erschöpft. Dieses Gefühl legte sich auch in den nächsten Tagen nicht und die Besuche auf der Babystation liefen eher emotionslos ab und in mir wuchs die Schuld, als ich die anderen Frauen mit ihren Kindern sah. Ich liebe meine Tochter und würde sie für nichts auf der Welt eintauschen, aber ich bin nicht sicher, ob meine Liebe wirklich ausreichend ist. Ich habe mich auch schon an einen Therapeuten gewandt, bei dem ich aber eine Wartezeit von sechs Monaten habe, bis ich dort vorstellig werden kann. Ich habe zwar versucht, etwas Druck zu machen, aber am Telefon sagte man mir, dass man erst schneller einen Termin bekommt, wenn man schon kurz davor ist, sein Kind umzubringen. Da fiel mir erst einmal die Kinnlade runter. Ich würde ihr nie etwas tun und hoffe, dass sich das Thema vielleicht von alleine einrenkt und ich die Kleine wie eine Mutter lieben kann.



Beichte vom 20.06.2016, 19:12:35 Uhr

3.5/5 (119 Votes)

18.) Ja, Mama, ich vermisse dich auch

(Beichthaus.com Beichte 00038494)



Ich (m/20) bin im Februar aus meinem Elternhaus raus und 600 Kilometer weggezogen. Hauptsächlich um in der Nähe von meiner Freundin zu sein. Meine Mutter ist deswegen sehr traurig und weint wohl des Öfteren, weil sie mich so sehr vermisst. Sie sagt mir das auch häufig, worauf ich immer antworte, dass ich sie auch vermissen würde. Das ist aber gelogen. In Wahrheit vermisse ich sie überhaupt nicht und auch sonst niemanden in meiner Familie. Meine Mutter hat mich als Kind sehr oft verprügelt und war auch sonst sehr hart und streng in der Erziehung. Regelmäßig musste ich mir anhören, dass ich ein nutzloses, faules Stück Scheiße wäre. Bei der kleinsten Abweichung von ihren Regeln wurde ich mit einer Tracht Prügel bestraft - und als ich älter wurde, wurde ich wochenlang ignoriert und ausgesperrt. Zum Schlafen durfte ich nach Hause kommen. Erst als ich einen guten Schulabschluss hingelegt und einen Ausbildungsplatz in einem großen deutschen Industriekonzern bekommen hatte, hat sich das geändert.

Auf einmal war ich ihr ganzer Stolz, überall hat sie mit ihrem tollen Sohn angegeben. Ich war urplötzlich unfehlbar und sie hat sich sogar für ihr Verhalten entschuldigt. Als ich ihr dann im Dezember erzählte, dass ich meinen Job gekündigt habe und wegziehen werde, ist sie in Tränen ausgebrochen und es ist ihr sehr schwergefallen, mich gehen zu lassen. Mir geht es aber besser als jemals zuvor in meinem Leben und bin einfach froh von dieser Frau weg zu sein. Ich beichte also, dass ich meine Mutter anlüge, indem ich ihr sage, dass ich sie vermissen würde, sie mir aber in Wahrheit total egal ist und ich sogar froh bin, von ihr weg zu sein. Ich bin ein schlechter Sohn. Vergebt mir.



Beichte vom 12.07.2016, 13:50:35 Uhr

3.5/5 (78 Votes)

19.) Vorzeigefrau in einer schlechten Beziehung

(Beichthaus.com Beichte 00038521)



Ich (w/22) war bis vor fast einem Jahr mit meinem damaligen Freund zusammen - für fast vier Jahre. Er hat mich nicht wirklich gut behandelt, was ich mir aber bis kurz vor Ende der Beziehung nicht eingestehen wollte. Anfangs war er noch sehr liebevoll und charmant, aber irgendwann entwickelte sich die Beziehung in eine andere Richtung. Es waren immer eher kleine Dinge, aber alle zusammen haben dazu geführt, dass ich mich immer schlechter gefühlt habe und immer weniger Selbstvertrauen hatte. Um ein paar Beispiele zu nennen: Ich finde mich mit meinen gut 1,70 Metern und knapp 60 Kilo nicht mal annähernd zu dick. Er sagte mir jedoch bei fast jedem Treffen (am Anfang der Beziehung noch nicht, da lobte er mein Aussehen, es begann erst nach 1,5 Jahren), dass ich mehr Sport machen soll und verglich mich mit anderen Frauen.

Das Ironische dabei war, dass er sich im Verlauf der Beziehung immer mehr gehen ließ, von mir jedoch verlangte, dass ich top trainiert, geschminkt und gekleidet war, während er sich langsam ein Bäuchlein anfutterte und in der immer gleichen Jogginghose rumhing. Dies führte dazu, dass ich irgendwann kaum noch etwas aß, wenn er anwesend war, ich hatte schlicht keinen Appetit. Eine andere Sache war, dass wir uns für meinen Geschmack zu selten sahen (alle zwei Wochen, manchmal weniger), obwohl wir mit dem Zug nur eine Stunde auseinander wohnten. Wenn ich ihn darauf ansprach, wurde er sehr schnell wütend und beschuldigte mich, ihn zu kontrollieren. Allgemein wenn wir uns stritten drehte er es immer so, dass ich mich seinen Zielen in den Weg stellen und ihn nicht unterstützen würde. Auch nahm er meine Ansichten überhaupt nicht ernst und lachte bloß wenn ich meine Meinung zu irgendetwas, beispielsweise einer politischen Diskussion kundtat.

Schlussendlich weinte ich bei fast jedem Treffen, da er mich oft klein machte und belächelte. In meiner Naivität glaubte ich jedoch daran, dass es sich ändern würde und wir eine glückliche Zukunft ätten und sah nicht, dass er von mir alles forderte und selbst kaum etwas gab. Wenn er mich sehen wollte, stand ich auf Abruf bereit und begann Hobbys, die mich überhaupt nicht interessierten, nur um ihm zu gefallen. Seit ein paar Monaten habe ich nun einen neuen Freund und er ist der liebste Mensch, den ich kenne! Ich möchte nun beichten, dass ich Angst habe, dass sich die Beziehung irgendwann wie meine Letzte entwickelt und ich es nicht merke. Auch möchte ich beichten, dass ich mich schäme, wie ich mich habe behandeln lassen.



Beichte vom 19.07.2016, 12:19:48 Uhr

3.5/5 (56 Votes)

20.) Wie das Internat mich zur Diebin machte

(Beichthaus.com Beichte 00038489)



Meine Familie hatte früher nicht besonders viel Geld. Wir lebten in einer winzigen Wohnung und ich (w) musste mir mit meinen beiden Geschwistern ein Zimmer teilen. Wir lebten nur mit meiner Mutter, die arbeiten ging, aber dennoch unter dem Hartz-IV-Satz verdiente - sie wollte dem Staat nicht auf der Tasche liegen und es alleine schaffen. Leisten konnten wir uns dementsprechend nichts, abgesehen von den allernötigsten Dingen. Zusätzliches, wie zum Beispiel Süßigkeiten, waren selten drin. Meistens wurde Schokolade nur als Geburtstagsgeschenk gekauft, wenn eines von uns Kindern Geburtstag hatte. Ich hatte Glück und bekam dank meiner überdurchschnittlich guten Noten ein Stipendium an einem privaten Gymnasium mit Internat, das nicht gerade billig war. Zu dem Zeitpunkt war ich etwa 15 Jahre alt.

Man kann sich jetzt denken, dass ich von da an mit einem Haufen verwöhnter Kinder mit reichen Eltern zur Schule ging. Sie hatten alle die neusten und teuersten Klamotten und unterhielten sich über die neusten Spielkonsolen und den Spielen dazu bzw. die Mädchen unterhielten sich über ihre Pferde, die sie im Stall stehen hatten. Nachmittags luden sie sich gegenseitig zu sich nach Hause ein, um im hauseigenen Pool baden zu gehen. Ich konnte von so etwas nur träumen. In den Mittagspausen gingen die Schüler meistens essen. Aber egal ob Döner, McDonalds oder Restaurant, ich bekam kein Taschengeld und konnte mir das somit nicht leisten. Ich musste mir die Butterbrote von zu Hause mitnehmen. Nach ein paar Wochen an der neuen Schule wollte ich auch dazugehören. Es fing erst damit an, dass ich in kleineren Läden Kaugummis und Süßigkeiten klaute, weil ich auch mal so etwas haben wollte. Bald darauf ging es weiter mit Klamotten und Schmuck. Schmuck hatte ich bis dato noch nie besessen und meine Klamotten waren auch immer nur die abgelegten meiner beiden Schwestern gewesen. Aber ich wollte ja auch mal hübsch angezogen sein und mit den anderen Mädchen mithalten können. Make-up klaute ich dann auch.

Nach weiteren Wochen an der Schule begann ich, Dinge wie Glätteisen in Drogeriemärkten zu klauen und diese zu verkaufen. Ein Freund aus meiner alten Schule, der meine Situation kannte, verkaufte das ganze Zeug für mich im Internet. Auf diese Weise hatte ich mein eigenes Geld und konnte mit meinen Klassenkameraden mittags ins Restaurant oder am Wochenende ins Kino gehen. Somit hatte ich mich endlich mit einigen Jungs und Mädchen aus meiner Klasse anfreunden können. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass diese Leute kein Umgang für mich sind. Die meisten meiner "Freunde" waren Internatsschüler und gerade diese haben in ihrem jungen Alter von 14-16 Jahren schon diverse Drogen konsumiert und mich immer wieder dazu animiert, es auch mal zu probieren. Ich glaube, diese Kinder waren damals einfach nur ganz arm dran, denn sie bekamen von ihren Eltern alles, was man mit Geld kaufen konnte - aber eben nur das. Sie wurden einfach in ein Internat abgeschoben, damit sie nicht stören, weil sie unerwünscht waren.

Ich habe dann nach einem Schuljahr an mein altes Gymnasium zurückgewechselt, wo meine echten Freunde waren. Inzwischen schäme ich mich aber unglaublich dafür, dass ich so krampfhaft versucht habe, mich anzupassen und meine Herkunft geleugnet habe, nur um akzeptiert zu werden. Ich schäme mich noch viel mehr dafür, dass ich dafür angefangen habe, zu klauen wie ein Rabe. Und das alles nur für Leute, die mich runterziehen und auf die schiefe Bahn bringen wollten.



Beichte vom 11.07.2016, 23:13:26 Uhr





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