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Beichten: 21.179 | User: 164.666 | Kommentare: 323.726 |
Neueste Kommentare
4.0/5 (201 Votes)

1.) Der Schatz aus dem Klärwerk

(00033638)



Ich arbeite in einem Klärwerk, relativ klein und schön ruhig. Dort habe ich schon so einiges im Rechen, der grobe Stoffe wie Papier und Plastik herausfiltert, gefunden. Über Ausweise, Geldbörsen, Handys und anderen Schnickschnack. Normalerweise müssen wir alles abgeben, was dementsprechend ist, aber an diesem Tag habe ich es einfach nicht übers Herz gebracht. Es kam eine Fehlermeldung rein und ich bin zum Rechen, um nachzusehen - es hatte sich eine große Tüte verkeilt, in der irgendwas drin war. Ich weiß zwar nicht, wer 5.000 Euro ins Klo oder ins Kanalnetz wirft, aber: Tausend Dank! Kleingeld kommt ja nie bei uns an, da es zu schwer ist. Ich habe das Geld im Heizungsraum getrocknet, wie sich jeder aber denken kann, roch es nach Urin und anderen Sachen. Also habe ich im wahrsten Sinne des Wortes Geld gewaschen. Natürlich weiß davon niemand etwas und ich habe das Geld auch gut investiert.



Beichte vom 22.07.2014, 11:08:04 Uhr

3.9/5 (271 Votes)

2.) Der Retter in der Bahn

(00033536)



Ich (m/28) möchte beichten, was mir vor einigen Wochen in der S-Bahn passiert ist. Ich bin an einem Samstagabend mit ein paar Leuten feiern gewesen und wir haben uns gegen [...]
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Beichte vom 30.06.2014, 15:58:07 Uhr

3.9/5 (170 Votes)

3.) Der Philosoph ohne Job

(00033665)



Ich wohne mit meinen Eltern in einer Doppelhaushälfte. In der anderen Hälfte leben meine Tante, Onkel und mein Cousin. Mein Cousin hat Philosophie studiert, ist aber nun arbeitslos, da es schwierig ist, mit dem Studium einen Job zu finden. Ich bin mit der Ausbildung zum Fluglotsen fast fertig. Mein Cousin zockt den ganzen Tag Ballerspiele, aber meine Familie ist ja so stolz, weil er der Erste in der Familie ist, der studiert hat. Sie behandeln ihn, als wäre er der nächste Sokrates und dass wir ja in so einem schlechten Land leben, wenn studierte Philosophen keinen Job finden. Es ist ja so unfair, dass ich irgendwann gut Geld verdiene, und ich soll ihm auf jeden Fall mindestens 300 Euro im Monat abgeben. Das sehe ich aber überhaupt nicht ein. Sie finden es rücksichtslos, weil ich doch sehen würde, wie er leidet. Ich bin aber der Meinung, dass man sich über die Berufsaussichten informiert, bevor man ein Studium beginnt. Ich ertrage es nicht, dass mein Cousin die ganze Liebe kriegt, die eigentlich für den eigenen Sohn gedacht ist. Ich bin eifersüchtig ohne Ende und hoffe, dass sie sehen, dass mein Cousin gar nicht so toll ist, wie sie denken. Ich werde bald ausziehen, obwohl ich Geld sparen wollte, um mir mit meiner Freundin ein eigenes Haus zu bauen. Sie durchkreuzen einfach alle meine Pläne. Ich beichte, dass ich meine Eltern für total naiv und bescheuert halte und sogar meine "Schwiegereltern" mehr liebe als meine Eltern. Ich habe einfach so viel Hass in mir.



Beichte vom 27.07.2014, 12:50:36 Uhr



3.8/5 (96 Votes)

4.) Blockierte Rolltreppen

(00033671)



Ich ärgere mich immer maßlos darüber, wenn ich einen Zug verpasse, oder wegen verspäteter S-Bahnen wie ein Irrer zum Zug laufen muss, um diesen noch zu bekommen. Leider befinden sich S-Bahn und Fernverkehr im Frankfurter Flughafen nicht auf einer Ebene, sondern liegen knapp fünf Minuten auseinander. Dort muss ich jedenfalls häufiger umsteigen. Was den Weg noch "erschwert", sind die vielen Rolltreppen - und da insbesondere Leute, die sich nicht rechts die Treppe hochfahren lassen, sondern mit ihren dicken Hintern die gesamte Treppe und damit den Weg komplett versperren, sodass man sich links vorbeidrücken muss. Und dann muss man natürlich rennend und fluchend zum Zug hetzen! Meistens klappt das auch ganz gut, doch es gibt immer wieder Leute, die die Regel "rechts stehen, links gehen" nicht verstehen, und an denen man gar nicht vorbeikommt. Diesen Ignoranten ist es schlichtweg scheiß egal, ob man wegen ihnen den Zug verpasst oder nicht! Und gerade die Rolltreppe von der S-Bahn zum Fernbahnhof ist ellenlang! Man lässt sich gefühlte fünf Minuten hochfahren, während einem der ICE vor der Nase wegfährt!

Eines Tages passierte mir Folgendes: Ich rannte - wie immer eilig, weil die S-Bahn ein paar Minuten Verspätung hatte und ich die vorige Bahn wegen meines Schichtdienstes nicht mehr kriegen konnte - im Spurt die lange Rolltreppe hoch. Die Treppe war frei, bis auf eine Frau in Stewardessenkleidung von einer fremden Fluggesellschaft, die in der Mitte der Treppe mit zwei Koffern stand, welche sie vor sich stehen hatte. Die Tussi bemerkte mich, drehte sich um - und schob knapp fünf Sekunden, bevor ich sie erreichte, einen ihrer beiden Koffer von der rechten Seite auf die linke. Genau in meinen Weg! Ich habe eigentlich nicht groß nachgedacht, sondern ganz reflexartig ausgeholt und volle Kanne und voller Wut gegen ihren Dreckskoffer getreten! Erst hat sie dumm geguckt, dann hat sie mir wütend "Asshole!" hinterher gerufen. Ich war noch immer so geladen, dass ich mich umdrehte, drei Schritte auf sie zumachte, ihr vor die Füße spuckte und mit "Bitch!" antwortete. Meinen Zug habe ich noch bekommen - und mich super gefühlt!



Beichte vom 28.07.2014, 11:23:55 Uhr

3.8/5 (227 Votes)

5.) Spannen per Drohne

(00033653)



Meine Frau (31) und ich (34) haben uns vor ein paar Jahren ein schönes Haus mit großem Garten im Grünen zugelegt. Besonders wichtig war uns, dass die Terrasse nicht von den Nachbargrundstücken einsehbar ist, weil meine Frau sich im Sommer auch gerne mal nackt in die Sonne legt. Vor ein paar Wochen erzählte sie mir dann abends, als ich von der Arbeit kam, dass eine kleine Drohne verdächtig lang über unseren Garten gekreist wäre, als sie wieder in der Sonne lag, und dass sie Angst hätte, gefilmt worden zu sein. Ich fand das eher lustig und habe sofort vermutet, dass das wohl einer der Nachbarjungs war. Hätte ich in diesem Alter solche technischen Möglichkeiten gehabt, hätte ich wohl ähnlich gehandelt.

Das Ganze wiederholte sich allerdings noch ein paar Mal. Sie erzählte mir, dass sie probiert hätte, herauszufinden, wo die Drohne gelandet sei, aber diese flog über ein kleines Waldstück in eine Wohnsiedlung in der Hunderte Leute leben. Den "Täter" ausfindig zu machen, sei also fast unmöglich. Am folgendem Wochenende saßen wir wieder im Garten allerdings angezogen. Ich war gerade im Haus, um mir ein Bier zu holen, als meine Frau plötzlich anfing zu schreien. Ich rannte raus und sah die Drohne nun zum ersten Mal selbst. Das war kein kleines Spielzeug, sondern ein professionelles und sehr großes Gerät - und dieses schwebte nur wenige Meter über unseren Köpfen. Noch während meine geschlossene Bierflasche wie in Zeitlupe in Richtung Drohne flog, bereute ich meinen Reflex. Ich traf allerdings perfekt und ich denke, das Fluggerät war schon kaputt, bevor es auf meinen Terrassenfließen zerschellte. Ich habe mich mal im Internet schlaugemacht: Eine Drohne dieser Art kostet neu fast 3.000 Euro und die befestigte Kamera noch mal 500 Euro. Ich beichte also, dass ich irgendjemanden in meiner Nachbarschaft einen immensen finanziellen Schaden verursacht und ihm wohl sein größtes Hobby genommen habe. Auch wenn derjenige wohl ein kleiner Spanner ist, tut es mir leid. Und falls er oder sie sich entschuldigt, händige ich auch den Drohnenschrott und die Kamera aus.



Beichte vom 24.07.2014, 20:54:31 Uhr

3.8/5 (316 Votes)

6.) Lukrativer Wodka-Nebenjob

(00033506)



Im Alter von 17 Jahren bekam ich, wie alle Gleichaltrigen, Post von der Bundeswehr. Nachdem ich, trotz großer Anstrengung, nicht gut gemustert zu werden, zu T1 gemustert wurde, war klar, [...]
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Beichte vom 24.06.2014, 16:21:32 Uhr

5.0/5 (3 Votes)

7.) Der treuste Freund des Menschen

(00033675)



Ich passe ab und zu auf den Hund einer Freundin auf. Derzeit sehr lange, da sie im Urlaub ist. Ich habe zwar nur eine 1-Zimmer-Wohnung, aber das geht klar, weil ich derzeit Semesterferien habe und mich richtig lange und intensiv um ihn kümmern kann. Wir machen Wanderungen und gehen an den See etc. Was ich beichten will, ist, dass ich mit Hunden mehr anfangen kann, als mit Menschen. Ich habe Probleme damit, Menschen zu "lesen", das heißt, mit meiner Empathie sieht es sehr mager aus. Daher habe ich nur sehr wenige, aber extrem enge Freunde. Aber mit Hunden ist es so viel einfacher. Er ist ehrlich zu mir, er freut sich immer so offen, mich zu sehen, er zahlt mir die Mühe, die ich mir mit ihm mache, mit einer so offenkundigen Liebe zurück, dass er mir näher steht als so manche Person. Weil bei ihm weiß ich, woran ich bin. Er signalisiert mir, was er mag und was nicht. Er heuchelt nicht, dass er meine Geschichten interessant findet, er lügt nicht, er ist einfach ein tolles Wesen. Mein Herz schlägt immer höher, wenn er auf mich zugestürmt kommt. Natürlich ist nicht immer alles super. Er ist ganz schön ungestüm und ab und zu muss ich ihm einen kleinen Klaps geben, damit er kapiert, wo es lang geht. Aber dann ist auch wieder Ruhe und er hört wieder brav.

Und wenn wir mit seinem Spielzeug Spaß haben, kann ich mit einem Blick sehen, wie sehr es ihn freut, wenn ich das Ding zum tausendsten Mal werfe. Wenn ich mal zum Einkaufen muss und ihn nicht mitnehmen kann, dann sieht er mich mit einem Blick an, der sagt: "Wie kannst du mich alleine lassen? Bedeute ich dir denn nichts?" Ich beichte, dass ich denke, dass er ein besserer "Mensch" ist, als der Durchschnittsmensch. Ich beichte, dass ich lieber mit ihm Zeit verbringe, als mit Menschen. Ich beichte, dass ich Menschen nicht mag, weil sie nicht so sind wie dieser Hund. Nämlich ehrlich, treu und loyal. Und dann bereue ich noch etwas, was allerdings noch nicht passiert ist: Bei uns in der Umgebung legt irgendein Monster Giftköder aus oder auch Fleischklumpen mit Rasierklingen drin. Ich wünsche mir sehr, dass ich so eine Person mal erwische. Dann werde ich ihm wehtun. Und zwar sehr.



Beichte vom 29.07.2014, 15:15:43 Uhr

3.7/5 (215 Votes)

8.) Wenn Eltern fette Kinder züchten

(00033571)



Ich möchte beichten, dass mein Hass auf Eltern, die ihre Kinder fett werden lassen, immer größer wird. Neulich habe ich eine Grundschulklasse auf dem Gehweg gesehen und musste mit Entsetzen feststellen, dass 50 Prozent der Kinder fett waren. Ich verstehe so etwas nicht! Haben die Eltern keine Augen im Kopf? Finden sie es toll, dass ihr Kind mit acht Jahren schon einem ausgewachsenen Wildschwein ähnelt? Manchmal hat meine Tochter Kindergartenkinder zu Besuch und meistens bleiben diese auch zum Abendessen. Ich mache dann oft bunte Obst- und Gemüseteller und biete ihnen Wasser oder Tee an. 50 Prozent der Kinder wissen die einfachsten Sorten nicht zu benennen und sagen, dass ihnen so etwas nicht schmeckt. Es gab sogar ein Kind, das bei uns zum ersten Mal Mineralwasser gekostet hat. Bei denen zu Hause gibt es nur Brause und Cola - und ehe sie ins Bett gehen, verdrücken Mama, Papa und das vier Jahre alte Kind noch eine Familienpackung Eis, wenn der Vater um halb zehn Uhr nachts von der Arbeit kommt. Was soll aus diesen Kindern werden? Was züchten sich manche hier heran? Meine Tochter bekommt auch mal ein Eis oder eine Brause, aber doch nicht täglich! Mir tun diese Kinder so unendlich leid, sie werden wahrscheinlich ihre halbe Schulzeit lang gehänselt werden! Wo soll das noch hinführen? Und wer soll die Arztkosten von Chantal, Kevin und Justin übernehmen, wenn sie 30 sind? Arbeiten werden sie ja sicher genauso wenig wie ihre Eltern.



Beichte vom 08.07.2014, 14:28:23 Uhr



3.7/5 (224 Votes)

9.) Nuttige Rollenspiele im Büro

(00033567)



Ich (m/40) beichte, dass ich die Unwissenheit zweier Arbeitskolleginnen schamlos ausnutze und ihnen dabei Hoffnungen auf ein berufliches Weiterkommen mache. Ich arbeite in einem internationalen Konzern und habe eine Jobbezeichnung, die glauben lassen kann, dass ich ein wirklich hohes Tier bin. Ich habe zwar tatsächlich eine sehr gute Position, mit vielen Annehmlichkeiten und einem sehr schönen Büro in der Geschäftsleitungsetage, einen großen Firmenwagen und ein kleines Team, das mich unterstützt, aber Karrieren kann ich keine machen. Zwei Kolleginnen sind jedoch, unabhängig voneinander, irgendwann auf die Idee gekommen, ich könnte ihnen Positionen in Bereichen verschaffen, die sehr begehrt sind. Seitdem habe ich beide Mädels häufiger in meinem Büro gevögelt, oder mir einen blasen lassen, ohne jemals etwas für sie getan zu haben. Eine von beiden zieht richtige Rollenspiele mit mir ab und macht einen unfassbar nuttigen Eindruck - herrlich. Ich beichte, dass ich die beiden schamlos ausnutze, ohne etwas für sie tun zu wollen.



Beichte vom 07.07.2014, 16:51:09 Uhr

3.7/5 (165 Votes)

10.) Dreijährige nachts alleine auf der Straße

(00033587)



Es ist zwar schon fünf Jahre her, aber damals war ich (m/35) mit dem Auto unterwegs: mit 30 Sachen in einer normalen 50er-Zone, da ich mich in dieser Straße nicht auskannte. Ich fahre generell sehr umsichtig, aber an diesem Tag war ich wirklich sehr langsam unterwegs. Es war etwa 23 Uhr und dementsprechend leer auf den Straßen. Doch dann sprang ein dreijähriges Mädchen auf die Straße. Man sah sie fast nicht - sie kam aus einer Seitenstraße und wäre mir um ein Haar ins Auto gelaufen. Sie war auch nach dem Bremsvorgang total vergnügt und Quietschfiedel. Es war ja auch nichts passiert, da ich noch rechtzeitig vor ihr scharf bremste und sie nicht erwischte. Anscheinend war das Kind auch nicht unbedingt schreckhaft. Bin dann ausgestiegen und habe die Kleine mit zur nächsten Polizeiwache genommen. Zum Glück kannten die diensthabenden Beamten die Eltern! Sie sind dann mit dem Kind dorthin, und ich kam auch mit. Als wir vor der Tür standen, waren die Eltern keineswegs aufgeregt und schlossen das Kind erleichtert in die Arme, sondern guckten wie Autos - sie hatten nicht bemerkt, dass das Kind aus der Wohnung gegangen war. Der Gesichtsausdruck der Eltern, die wach und im Wohnzimmer waren, machte mich unglaublich aggressiv. Wie kann man so blöd sein und quasi dafür sorgen, dass ein dreijähriges Kind aus der Wohnung geht?! Man schließt die doch ab, wenn man ein Kind in dem Alter hat, und legt den Schlüssel so ab, dass das Kind nicht drankommt!

Ich möchte beichten, dass ich den Eltern auch genau dies ins Gesicht keifte. Es war nicht ganz Brüllen, aber doch schon recht nah dran. Ich war dermaßen fertig, weil ich genau wusste, dass das Kind, wenn ich schneller gefahren wäre, jetzt schwerstverletzt oder gar tot gewesen wäre! Ich wurde zwar nicht beleidigend, aber ich sagte denen doch klipp und klar, was ich von ihnen als Eltern halte. Leidtut es mir nur für die Maus, die dann geweint hat, weil sie hörte, dass ich schimpfe. Ich bin sonst sehr ruhig, aber ich konnte nicht mehr. Für mich waren diese Leute in dem Moment mehr als hirnverbrannt. Sie glotzten mich übrigens nur an, und haben sich letztendlich kleinlaut bedankt. Dann war mein cholerischer Anfall auch wieder vorüber, ich habe ihnen noch empfohlen, in Zukunft mal über den Gebrauch von Wohnungsschlüsseln nachzudenken, und die Sache war gegessen. Trotzdem hoffe ich auf Absolution von dem einen oder anderen.



Beichte vom 11.07.2014, 18:30:37 Uhr

3.7/5 (133 Votes)

11.) Der letzte Wunsch meines Opas

(00033656)



Ich beichte, dass ich gegen christliche Werte verstoße, da ich die eine Seite meiner Familie seit dem Tod meines Opas zutiefst verachte, weil sie noch nicht einmal Blumen ans Grab gestellt hat und sich auch in den letzten vier Jahren nie an der Pflege beteiligt hat. Mir ist es egal, ob man sagt: "Jeder geht mit der Trauer anders um" - irgendwann ist Schluss mit Egoismus, und Blumen ans Grab stellen, ist doch für unseren lieben Opi das Mindeste, was man tun kann. Aber die haben sich schon während der Pflege öfter über mich, meine Mutter und meine Oma lustig gemacht, weil wir immer so schnell hysterisch wurden, weil die Pflege eines lieben Verwandten eben so nervlich aufreibend war - alle Verwandten meines Onkels kamen schließlich ins Pflegeheim, aber das stand für uns nie zur Debatte. Das versteht niemand, der nicht selbst in so einer Situation ist oder war. Ich verabscheue diese Menschen einfach nur, weil sie denjenigen verstoßen haben, der sie großgezogen hat und immer für sie da war. Am meisten aber verabscheue ich sie, weil sie nach der "Papa/Opa liegt im Sterben und wir wissen nicht, wann es so weit ist, aber in den nächsten Tagen wird es passieren, sagt der Arzt."-Nachricht ihren Urlaub nicht abgebrochen haben und zum Sterbebett gekommen sind, sondern fröhlich weiter geurlaubt haben und dann auch noch auf der Beerdigung vom Urlaub erzählt haben! Mein Opi tut mir so leid, weil er diesen Teil der Familie trotzdem gerne noch einmal gesehen hätte. Doch meiner Oma zuliebe muss ich weiterhin so tun, als wäre alles in Ordnung, dabei hasse ich diese Menschen so abgrundtief, dass es mir völlig egal ist, dass einer von ihnen neulich einen schweren Autounfall hatte. Ich dachte mir nur: "Karma is a bitch." Ich will eigentlich nicht so ein hassender Mensch sein, doch ich kann nicht anders. Ich bitte um Vergebung, dass ich solche Hassgefühle in mir trage, weil es doch der letzte Wunsch des Opas war, dass wir uns alle immer gut verstehen werden.



Beichte vom 25.07.2014, 08:28:14 Uhr

3.7/5 (120 Votes)

12.) Die Bank meines Vertrauens

(00033651)



Ich (m/23) habe längere Zeit für eine Bank gearbeitet und möchte nun einiges aus dieser Zeit beichten. Besagte Bank, die zu einem deutschlandweiten Netz gehört, und unter der lokalen Bevölkerung [...]
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Beichte vom 24.07.2014, 19:00:50 Uhr

3.7/5 (161 Votes)

13.) Süßigkeiten-Vernichtung im Keller

(00033532)



Ich (m/20) machte mit 16 ein Praktikum bei einer bekannten roten Supermarktkette. Eine meiner Aufgaben war es, jeden Tag aufs Neue die Lebensmittel, auch wenn sie erst am Tag zuvor [...]
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Beichte vom 30.06.2014, 03:44:06 Uhr



3.7/5 (162 Votes)

14.) Geheuchelte Büroarbeit

(00033570)



Ich habe mittlerweile fast 10 Jahre kaufmännische Berufserfahrung. Meine Beichte ist, dass ich seit Beginn meiner Ausbildung bis heute fast den gesamten Tag sinnlos im Internet surfe. Meine Aufgaben erledige ich sehr gut und zügig. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass es einfach so fürchterlich frustrierend ist, wenn man nichts Ordentliches zu tun hat und der gesamte Tag aus Leerlauf besteht. Selbst an den "arbeitsreicheren" Tagen fühle ich mich, als hätte ich den ganzen Tag nichts gemacht. Ich sehne mich regelrecht nach einer Tätigkeit, welche mir dazu verhilft, dass der Tag schneller vorbeigeht. Ich habe noch nie das Gefühl gehabt, dass ich wirklich etwas vollbracht habe. Ich verspüre höchsten Respekt für Handwerker, die wirklich etwas arbeiten und Dinge zu Ende bringen. Lustigerweise waren alle Büros, die ich besuchen durfte, davon geprägt, dass echte Arbeit geheuchelt wurde. Es ist einfach sehr deprimierend.



Beichte vom 08.07.2014, 14:26:09 Uhr

3.6/5 (190 Votes)

15.) Der Hirntumor meines Vergewaltigers

(00033516)



Als ich (w/21) ungefähr 13 Jahre alt war, sind meine Mutter und ich gerade in eine neue Stadt gezogen. Ich war am Rebellieren, weil ich in die Pubertät gekommen war [...]
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Beichte vom 26.06.2014, 14:31:20 Uhr

3.6/5 (162 Votes)

16.) Falsche Hotelbewertungen

(00033541)



Ich arbeite in einem Hotel - und wie es jeder hier kennt, werden natürlich über die allseits bekannten Bewertungsportale immer Bewertungen über dieses und andere Hotels in unserem kleinen Ort abgegeben. Was mich schockiert, ist, wie Menschen Tatsachen verdrehen oder direkt Lügen erfinden. Ich meine, wenn ich eine Beanstandung habe, gehe ich zur Rezeption und melde es dort. Wenn mir geholfen wird, ist alles in Ordnung - wenn nicht, verlange ich, mit dem Manager zu sprechen. Ich verstehe einfach nicht, warum Menschen so lügen. Und die Sachen, die oft bei Bewertungen beanstandet werden, da frage ich mich manchmal, warum die Menschen im Urlaub nicht entspannen können. Es gibt tatsächlich Gäste, die mit dem Hausprospekt durch das Hotel gehen und abhaken, ob wohl auch wirklich alles da ist, das im Prospekt erwähnt wird. Und wird zum Beispiel das Solarium nicht sofort gefunden, wird nicht nachgefragt - nein, dann geht man direkt auf das Bewertungsportal mit den Schlagworten "Abzocke" "Skandal" und "nie wieder". Ich beichte, dass ich einen unglaublichen Hass auf diese Menschen habe. Aber ich liebe meinen Beruf und diese Gäste sind glücklicherweise die Minderheit. Aber trotzdem rege ich mich jedes Mal auf und schiebe einen unglaublichen Hass. Ich kann ja verstehen, dass man sich beschwert, wenn das Hotel wirklich nicht in Ordnung ist. Aber Lügen und Geschichten erfinden, nur, um jemandem zu schaden - ich habe dafür kein Verständnis. Was mich aber eigentlich noch mehr aufregt, ist diese Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit. Ich bitte um Absolution.



Beichte vom 02.07.2014, 07:45:36 Uhr

3.6/5 (221 Votes)

17.) Mein bitterer Neid auf reiche Söhne und Töchter

(00033500)



Ich (m/25) beichte, dass mich der Neid zerfrisst. Der Neid auf die Leute, denen es besser geht als mir. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Leute, denen es einfach zu gut geht. Töchter und Söhne von Unternehmern, die einfach in den elterlichen Betrieb hineingeboren werden und später Papas Firma übernehmen können, ohne jemals etwas dafür leisten zu müssen. Ich selbst bin Student und schufte nebenbei als Sanitäter auf 400 Euro Basis, um mir mein Studium verdienen zu können, wohne in einer Keller-WG und am Ende des Monats kann ich meistens eine Woche lang nur noch Reis und Bohnen essen und Wasser aus dem Hahn trinken. Ich habe Schulden von gut 2.000 Euro und keinen Schimmer, wie ich die jemals begleichen soll - mein Studium geht noch gut 1-2 Jahre und selbst danach wird zum Einstieg erst einmal nicht viel verdient. Wenn ich dann bei sozialen Netzwerken sehe, wie Bekannte, die ich hauptsächlich aus der Schule und Uni kenne, ihren Porsche spazieren fahren oder jetzt bei der WM gemütlich am heimischen Pool eine Party feiern und Grillen, könnte ich kotzen. Diese Leute haben nichts geleistet und führen einfach ein sorgenfreies Leben, weil sie in die richtige Familie geboren wurden. Sie haben die heißesten Freundinnen, weil die natürlich nur aufs Geld achten, und können einfach Spaß haben.

Ich frage mich manchmal, warum ich mir das alles überhaupt antue. Ich schufte wie ein Blöder, nur um mir mein Studium leisten zu können. Danach werde ich wie ein Blöder schuften, um mir meine Rente zu verdienen und wenn ich dann später mit 77 oder so in Rente gehen darf, werde ich sicher zwei Wochen später an einem Herzinfarkt verrecken. Ich will auch einfach mal eine Woche auf die Malediven. Einfach mal das Leben genießen, so ganz ohne Sorgen. Ich will auch einfach mal einen Mittag am eigenen Pool sitzen und danach mit dem Porsche über das Wochenende ins Ferienhaus an einen See fahren. Alle sagen immer, es kommt nicht auf das Geld an, aber leider tut es das. Geld macht vieles einfacher und schöner. Jedes Mal, wenn ich die ganzen reichen Stars im Fernsehen sehe, frage ich mich, wie es sein muss, so viel Geld zu haben. Millionen über Millionen von Euros, für einen einzigen Menschen. So viel könnte ich in meinem Leben niemals ausgeben. Es ist bitter zu realisieren, was man im Leben niemals erreichen oder besitzen wird. Mich macht es echt fertig, dieser Neid zerfrisst mich einfach und verbittert mich.



Beichte vom 23.06.2014, 16:57:28 Uhr

3.6/5 (152 Votes)

18.) Das Klassentreffen der Asozialen

(00033523)



Ich (m/25) möchte beichten, dass ich nicht zu meinem Klassentreffen gehen werde. Ich habe einfach keinen Bock, jemanden aus meiner Grundschulzeit wiederzusehen. Ich komme aus einer klassischen Arbeiterfamilie, aus einer bekannten Industriestadt in Österreich. Die Gegend, in der ich aufwuchs, hat einen ziemlich schlechten Ruf. Das Viertel war früher eine Arbeitersiedlung, heute ist es ein Schmelztiegel von Asozialen und Migranten. Ich habe viele Freunde, die einen Migrationshintergrund haben, aber in dieser Gegend strotzte es leider auch von Sozialschmarotzern und Integrationsverweigerern. Die Situation in der dortigen Schule war daher um nichts besser. Meine Schulkollegen waren zumeist Kinder, deren Eltern Alkoholiker, Drogenabhängige, Langzeitarbeitslose oder eben schwach integrierte Ausländer waren. Im Grunde war die zukünftige Laufbahn der meisten schon vorbestimmt, sie hatten nie eine wirkliche Chance. Nun, gut 15 Jahre später, sind bereits zwei aus meiner Klasse an Drogen gestorben. Drei Schulkolleginnen waren mit 16 das zweite Mal schwanger, von verschiedenen Männern wohlgemerkt. Alle drei sind nach der Pubertät völlig abgestürzt und haben ihr Leben nie richtig auf die Reihe bekommen. Eine Weitere hat sogar schon das dritte Kind, wobei ihr diese vor Kurzem, wegen wiederholter Verletzung der Aufsichtspflicht, weggenommen wurden. Zwei ehemalige Banknachbarn saßen drei Jahre im Knast wegen Körperverletzung und Einbruch. Der Rest ist entweder arbeitslos oder versäuft im Moment den heutigen Lohn an der Bushaltestelle.

Jedenfalls hat die Direktorin nun, nach 15 Jahren, zum Klassentreffen geladen. Und zu meinem Erstaunen werden laut meinen Infos auch so ziemlich alle erscheinen. Ich denke aber nicht im Traum daran, dahinzugehen, weil ich mich ehrlich gesagt für etwas Besseres halte. So wurde ich zwar nicht erzogen, und ich weiß, dass sich niemand das Leben so ausgesucht hat. Trotzdem bin ich froh, wenn ich von denen keinen mehr sehen muss. Ich will an deren Schicksal wirklich nicht teilhaben. Ich wüsste nicht mal, über welche Themen ich mich mit ihnen unterhalten soll. Mir wurde als Kind auch nichts geschenkt, aber ich bin durch Fleiß, Bildung und Arbeit diesem Sumpf entkommen, und kann meiner Familie daher heute einen höheren Lebensstandard bieten, als ich ihn damals hatte. Ich beichte daher, dass mir meine ehemaligen Kollegen egal sind, ich mit ihnen nichts zu tun haben möchte, und trotzdem in die Absage-Mail schreiben werde, dass ich auf Geschäftsreise bin, weil ich ja wohl kaum die obengenannten Gründe aufzählen kann.



Beichte vom 27.06.2014, 22:27:18 Uhr

3.5/5 (174 Votes)

19.) Missbrauch der Generalschlüssel

(00033556)



Vor vielen Jahren habe ich bei einem Netzbetreiber als Starkstrommonteur gearbeitet. Dort hatte ich zur Ausübung meiner Tätigkeit mehrere Generalschlüssel, um die Umspannwerke, Trafostationen, Kabelverteilerschränke und Hausanschlusskästen sperren zu können. [...]
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Beichte vom 04.07.2014, 20:23:39 Uhr

3.5/5 (202 Votes)

20.) Glimmstängel und ihre Konsequenzen

(00033576)



Ich habe nichts dagegen, wenn jemand regelmäßig dreckige Luft aus einem Glimmstängel zieht, um seiner Sucht zu frönen. Was mir jedoch echt gegen den Strich geht, ist die Art und [...]
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Beichte vom 10.07.2014, 09:26:04 Uhr





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