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Beichten: 15622 | User: 67307 | Kommentare: 169790
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1.
Verfolgungsjagd dümmer als die Polizei erlaubt (00028106)
17 Kommentare
4.6/5 (163 Votes)
Ich möchte beichten, dass ich früher als 6-jähriger mit meinem Kumpel Verfolgungsjagd durch die Wohnung gespielt habe und dümmer war, als die Polizei erlaubt. Bei dem Spiel musste man, um das Fangen in der Wohnung zu erschweren im gebückten Zustand laufen, sodass man immer auf den Boden guckt. Mein Kumpel war jedoch ein bisschen schneller als ich und war schneller am Ende der Wohnung angelangt, aber ich wollte ihn in meiner kindlichen Dummheit unbedingt bekommen und habe nicht abgebremst, um ihn mit meinem Kopf zu rammen, wie der Rammbock aus Jurassic Park. Leider war er an der Stelle, an der ich ihn vermutete, nicht anzutreffen, sodass ich kurz hoch schaute und in dem Moment volle Pulle gegen die Heizung lief. Resultat: Platzwunde und Krankenhaus. Die beschissene Narbe verunstaltet heute noch meine rechte Augenbraue. Das sieht so aus als wäre ich einer von den Möchtegernmackern, die sich einen Strich in die Augenbraue rasieren. Reife Leistung.

Beichte vom 31.08.2010, 13:58:31 Uhr
2.
Turkish Superman (00027915)
53 Kommentare
4.6/5 (770 Votes)
Als ich 10 Jahre alt war, haben meine Eltern und ich die Ferien in der Türkei verbracht. Das Hotel, indem wir uns aufhielten führte jeden Abend eine kleine Show für die Kinder auf. Als meine Eltern und ich zusahen kämpfte ein Superheld gegen einen Schurken. Die Show wurde von den türkischen Animateuren mächtig schlecht aufgeführt. Wie es kommen musste, verletzte der Schurke den Superman so sehr, dass er "bewusstlos" am Boden lag. Alle Kinder wurden nun dazu aufgefordert auf die Bühne zu gehen und den Superman an der richtigen Stelle zu berühren und ihn somit wieder zu Bewusstsein zu bringen. Alle Kinder berührten ihn an der Stirn, Brust und Bauch und nichts passierte. Weil meine Eltern mich gegen den meinem Willen nach vorne schickten, schlug ich ihm in die Eier und sofort war er wach. Die anderen Kinder waren neidisch auf mich, weil ich die richtige Stelle gefunden hatte. Meine Eltern fanden das natürlich nicht so gut und schickten mich nach der Show zu dem Superman und ich musste mich entschuldigen.

Beichte vom 20.06.2010, 21:43:36 Uhr
Ort: Manavgat, Türkei
3.
Die drei Hauptschulabbrecherinnen (00027992)
45 Kommentare
4.6/5 (560 Votes)
Ich habe gerade mein Abi gemacht und beginne am 1.10. meinen Grundwehrdienst. Da ich in dieser Zeit zwischen Abitur und Grundwehrdienst auch ein wenig Geld verdienen will und keine Lust auf dieses Hartz IV-Dasein habe, arbeite ich bei meinem Onkel auf Baustellen. Er verlegt da Pflaster und ich bekomme einen kleinen Stundenlohn fürs helfen. Vorgestern waren wir in der Innenstadt und demnach sind viele Menschen an uns vorbeigekommen. Viele grüßen nett und einige Kioske oder Bäckereien geben einem bei so einer Hitze auch mal ein Getränk aus. Echt verständnisvoll die Passanten! Aber dann kamen 3 typische Hauptschulabbrecherinnen daher. Alle drei waren mollig bis fett, laute Handymusik, geschminkt bis zum geht nicht mehr und natürlich am rumpöbeln. Wir waren ziemlich dreckig und auch verschwitzt und haben zu der Zeit gerade Mittagspause gemacht. Und plötzlich fangen die 3 laut an über uns zu lästern "Bauarbeiter seien ja so faul, außerdem sind die immer dreckig und stinken, die machen ja mehr Pause als das sie arbeiten." Wir haben uns natürlich aufgeregt aber haben nichts zu denen gesagt.

Dann gings wieder an die Arbeit und ich war überglücklich, als ich die 3 wieder zurückkommen sah. Die gingen direkt neben mir her als ich am Clipper (Gerät zum Steine zuschneiden) stand. Unauffällig hab ich die Wasserpumpe vom Gerät ausgestellt und sofort losgeschnitten. Wenn man mit dem Ding einen Stein schneidet, ohne dass die Wasserpumpe angeschlossen ist, dann staubt das wie verrückt. Eine von ihnen konnte leider noch schnell genug zur Seite springen, aber die anderen beiden waren nicht so fix und standen dann da mit einer hellgrauen Schicht bedeckt und husteten sich die Lungen raus. Ich hab natürlich auf einen Defekt der Wasserpumpe verwiesen. Tut mir Leid, dass ich mich auf so ein Niveau herab begeben habe aber wenn ihr euch über uns lustig macht, dann müssen wir uns doch irgendwie rächen!

Beichte vom 18.07.2010, 14:23:00 Uhr
4.
Riesige Toilettenauswahl (00027938)
28 Kommentare
4.5/5 (452 Votes)
Ich war heute Mittag im Baumarkt um endlich mal eine neue Kloschüssel zu kaufen. Ich weiß nicht wieso aber auf einmal kommt ein kleiner Junge, ich schätze um die 4 Jahre, zu mir und fragte mich wo denn die Toilette sei. Da ich keine Ahnung hatte sagte ich: "Guck mal hier stehen bestimmt 50 Toiletten rum, da kannst du dir bestimmt eine aussuchen". Ich hatte ja keine Ahnung das der Kleine mich ernst nimmt. Da zieht der kleine doch wirklich blank und setzt sich fein säuberlich auf eine Schüssel und machte sein Geschäft. Ich war in diesem Moment unfähig etwas zu machen. Ich hätte mir ganz ehrlich in diesem Moment in die Hose pinkeln können. Mir hat die Mutter von diesem Kind so Leid getan. Anscheinend hatte seine Mutter dann vergeblich noch nach Klopapier gesucht. Entschuldigung dafür!

Beichte vom 28.06.2010, 21:00:28 Uhr




5.
Meine neugierige Mutter (00028020)
40 Kommentare
4.5/5 (307 Votes)
Vor ein paar Jahren zog ich (m/schwul/34) übergangsweise in die Ferienwohnung im Haus meiner Eltern. Da meine Mutter unter zwanghafter Neugierde leidet, kam es nach circa 5 Wochen zu einem Eklat dass heute noch unser Familienleben überschattet. Jedes mal wenn ich arbeiten war, ging meine liebe Frau Mama in meine Wohnung um "nach dem Rechten zu sehen". In Wirklichkeit wollte sie einfach nur schnüffeln. Sie stritt sogar ab einen Zweitschlüssel zu besitzen. Dies wurde jedoch von meinem Vater widerlegt. Er erzählte mir dass die zwei sogar schon Zoff miteinander hatten, da meine Mutter wirklich jeden Tag schnüffeln ging, und sogar meine Post las. Dies konnte so nicht weitergehen. Ich bin also eines Tages nach meiner Arbeit in einen Sexshop und habe circa 200 Euro investiert um meine Mutter etwas zu schocken. Dazu muss ich noch erwähnen dass sie, im Gegensatz zu meinem Vater, ein sehr gestörtes Verhältnis zu meinen Schwulsein hat. Ich legte am nächsten Morgen strategisch nun sogar für meine Begriffe recht perverse Pornomagazine (SM, piss and scat, etc.) als Köder aus. Und sie tappte auch prompt in die Falle. Sie war so geschockt, dass sie bis heute nicht mehr meine Wohnung betreten will, obwohl ich schon seit 4 Jahren wieder woanders wohne. Es dauerte auch circa einen Monat bevor sie überhaupt wieder mit mir sprechen konnte. Am Meisten ärgere ich mich heute noch über die 200 Euro, die ich ausgegeben habe für einen Scheiß an dem ich selbst keinen Gefallen finde. Natürlich tut es mir auch Leid dass mein Vater heute immer nur alleine zu Besuch kommt. Aber wer weiß, vielleicht ist es auch besser so.

Beichte vom 28.07.2010, 11:56:15 Uhr
Ort: Freiburg
6.
Süße Vorstandssitzung (00027945)
29 Kommentare
4.5/5 (410 Votes)
Ich war in einem großen Unternehmen als Sekretärin tätig. Oft hatte ich es mit Menschen zu tun, die ich gar nicht mochte. Es waren jene, die meinten, sie wären wer weiß wie wichtig und ließen regelmäßig den Chef heraushängen. Das waren auch die, die mich und alle anderen normalen Mitarbeiter behandelt haben, wie Menschen zweiter Klasse. Das Problem war, das ich trotzdem freundlich bleiben musste, bestand diese Liga zumeist aus der "oberen Etage", also Vorstandsmitglieder und dergleichen. Einmal habe ich mitbekommen, wie einer dieser tollen Menschen zu jemandem sagte: "Ja weißt du, wenn da jetzt mal eben 1000 Familienväter auf der Straße stehen (arbeitslos werden) dann ist das ein Thema für meine Sekretärin, aber doch nicht für mich." Ich habe gedacht, ich fange gleich an zu hyperventilieren. So ein ... . Viel konnte ich gegen dieses Ekel ja nun wirklich nicht tun. Als einmal wieder eine Besprechung anstand und ich den Tisch decken musste, habe ich sämtliche Wasser- und Colaflaschen geschüttelt wie ein Teufel und wieder schön auf ihren Platz gestellt. Als dann etwas später, nachdem die Besprechung angefangen hatte und ich von meinem Chef angerufen wurde, weil ich ganz viele Tücher bringen sollte, hätte ich mich schlapp lachen können. Das größte Ferkel von allen hat wirklich volle Granate Cola auf seinen ach so teuren Anzug bekommen und hat geklebt wie ein Bonbon.

Beichte vom 30.06.2010, 13:52:00 Uhr
7.
Der Feuerteufel (00027932)
50 Kommentare
4.5/5 (361 Votes)
Ich (m/23) beichte, dass ich mit jeglicher Art von Feuer nicht umgehen kann und damit mich und andere regelmäßig in Gefahr bringe:

- Mit 11 habe einen Grillsonntag versaut. Ich hatte Spiritus in die Flamme gespritzt, mich vor der Stichflamme erschrocken, aber die Flasche trotzdem weitergedrückt und einen Weg aus Spiritus zu dem verpackten Fleisch gelegt, was direkt neben dem Grill aufgetürmt war. Das hat sich dann auch entzündet. Somit hatte das Fleisch nun eine Marinade aus geschmolzenem Plastik.
- Mit 13 habe ich in der Wohnung meines Vaters aus Versehen einen Feuerring von Silvester angezündet und seinen Chinateppich verbrannt. Ich war mit einem Feuerzeug immer näher an die Zündschnur rangegangen, nur aus Spaß. Ich wollte sie nicht mit der Flamme berühren, aber ich hatte nicht bedacht, dass Feuer auch Hitze ausstrahlt. Die Zündschnur entzündete sich schon 2-3mm bevor ich sie direkt mit den Flammen berührte.
- Mit 16 hatte ich Schwarzpulver aus Silvesterkrachern extrahiert und in einem Gefäß gesammelt. Als ich ein kleines Türmchen Schwarzpulver einfach so entzünden wollte, sprang ein Funke in das etwa 20 cm entfernt stehende Plastikgefäß mit einer Menge Schwarzpulver (in etwa eine 3/4 Tasse) drin. Die Stichflamme war etwa 1 Meter hoch und dauerte bestimmt an die 3 Sekunden. Das Plastikgefäß war danach nicht mehr ausfindig zu machen. Die Wohnung war natürlich voll mit giftigem Qualm, als ich alle Fenster geöffnet hatte hat ein Nachbar wohl die Feuerwehr gerufen, weil es minutenlang wie aus einem brennenden Haus aus den Fenstern gequalmt hat.
- Mit 19 hatte ich mir eines Abends Brötchen in den Ofen geschoben. Dann bin ich eingeschlafen. Am Morgen wachte ich auf und die Wohnung roch ein wenig streng nach Verbranntem. Die Brötchen hatten ihre ursprüngliche Form noch, allerdings bestanden sie nun aus 100% Kohle und wurden bei eBay verkauft.
- Mit 22 hatte ich aus Spaß Magnesium, das ich noch aus früheren Chemieexperimenten übrig hatte und im Keller entdeckt habe auf einem Teller verbrannt. Magnesium wird beim verbrennen weit heißer als Benzin, Alkohol oder dergleichen. Der Teller ist geschmolzen, was ich recht lustig fand, die darauf folgende Explosion des Tellers allerdings nicht. Das über 1.000 Grad heiße Magnesium flog Meter weit durch die Luft und nur mit sehr viel Glück traf es keine leicht brennenden Gegenstände (die Couch stand direkt nebenan). Jetzt lag noch ein Haufen brennendes Magnesium auf dem Tisch, was ich mit Wasser löschen wollte. Man bedenke Magnesiumfackeln, die selbst unter Wasser weiterbrennen. Wieder einmal explodierte der Magnesiumhaufen und entzündete Tischdecke und Couch. Beides konnte ich durch Ersticken in den Griff bekommen, allerdings war im Tisch ein großer Brandfleck, die Tischdecke hinüber und die Couch hat mehrere Zentimeter große Brandflecken. Der Boden ebenfalls.
- Gestern hatte ich mir ein sehr fettiges Hacksteak im Ofen zubereiten wollen. Etwa 30 Minuten auf höchster Stufe meines Gasofens. Als ich den Ofen öffnete, floss eine Menge Fett vom Backpapier auf das Backblech, entzündete sich nach kurzem Qualmen und hüllte den gesamten Ofen in ein flammendes Inferno. Geistesgegenwärtig (ich bin in solchen Situationen inzwischen aus Gewohnheit relaxt) schloss ich die Ofentür mit einem Fußtritt und sprang um die Ecke in Deckung, von der aus ich den Ofen beobachtete. Das Feuer war zum Glück erstickt. Die Hacksteaks haben nicht geschmeckt.
- Das ist natürlich nicht alles, aber alle meine Missgeschicke im Umgang mit Feuer zu schildern wäre zu viel.
Eindeutig mag ich Feuer, aber Feuer mag mich nicht. Mittlerweile habe ich einen Spürsinn für Situationen entwickelt, die brenzlig sein könnten. Zum Beispiel kriegt mich niemand vor einen Grill, den würde ich eh nur anzünden. Lagerfeuer machen sind so oder so tabu (bei der Bundeswehr hatten sich meine Stiefel entzündet), mindestens 2 Meter Abstand. Feuerlöscher und mehrere Rauchmelder sind installiert, ein Rauchmelder ist verbrannt, was ich hier nicht näher erläutern möchte. Zippo-Feuerzeuge sowie modifizierte Feuerzeuge, die eine Riesenflamme haben (und manchmal geht die Flamme wenn man loslässt gar nicht aus, man erschreckt sich und lässt das Feuerzeug fallen, was dann andere Gegenstände entzündet) sind tabu. Lupen bei Sonnenschein - NEIN. Und Silvester dürfte ich eigentlich nicht aus dem Haus gehen, aber das will ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Mit viel Selbstdisziplin ist an Silvester bisher noch nicht allzu viel passiert, bis darauf, dass ich mal eine Tüte mit etwa 50 Böllern aus Versehen entzündet habe und ein paar umgekippte Raketen, die Hauswände trafen.
Ich möchte betonen, dass das ganze nicht mutwillig geschieht. Das sind alles Versehen. Und das tut mir Leid und ich weiß, wie fahrlässig ich manchmal handle, aber ich merke es nicht einmal. Wie gesagt, Feuer mag mich nicht. Jeder Statistiker und selbst ich wird sich an den Kopf fassen, warum bisher noch nichts schlimmeres passiert ist. Ich muss wohl eine Menge Glück haben. Mal sehen, was die Zukunft noch so für mich bereit hält. Jedenfalls dokumentiere ich alles akribisch mit Datum, Foto und Beschreibung.

Beichte vom 26.06.2010, 14:07:11 Uhr




8.
Vom Horrordate geflüchtet (00027972)
42 Kommentare
4.5/5 (326 Votes)
Ich war damals 19 Jahre alt, Single und auf der Suche nach der Richtigen. Da ich zu der Zeit viel in diversen Chaträumen unterwegs war, hatte ich auch immer ganz nette Internetbekanntschaften. Getroffen habe ich mich allerdings nur mit wenigen. Dieses eine Mal allerdings, war es einfach bedeutend zu viel. Ich lernte die besagte Person also in einem Chat kennen. Wir unterhielten uns ein paar mal nett und das, was ich auf dem Profilfoto sehen konnte, war (zu dem Zeitpunkt) auch echt hübsch. Etliche Chats später beschlossen wir, uns zu treffen und was trinken zu gehen, um uns auch mal real kennen zu lernen. Gesagt, getan, fuhr ich also damals ein paar Ortschaften weiter, um die vermeintliche Topfrau zu treffen. Dass sie bei einer Hamburger Kette arbeitete störte mich nicht weiter, denn sie sah ja gut aus, war nett und konnte sich sogar eine eigene Wohnung leisten. Doch wie Ihr euch denken könnt, kam Alles anders. Nach betätigen der Türklingel, meldete sich eine Kinderstimme über den Lautsprecher. "Komm rein, meine Schwester ist gleich fertig." Ihr kleiner Bruder ist wohl da, warum auch immer, dachte ich. Nachdem ich dann endlich im 5.Stock angekommen war, stand ein kleiner Junge in einer geöffneten Wohnungstüre und grinste mich breit an. Ich lächelte nett zurück und ging die letzten Stufen in Richtung des Eingangs. "Bin gleich fertig", hörte ich sie nur rufen und dann kam sie! Im Türrahmen erschien ein 1,60m mal gefühlt 1,60m großer Kasten mit langen schwarzen Haaren, geschminkt, jenseits von gut und böse und mit einer Stimme, an die ich mich heute noch erinnern kann. Kennt ihr diesen Wow-Effekt im negativen Sinne, der einem eigentlich mental gerade wieder 5 Stockwerke rückwärts die Treppe herunterfallen lässt? Ja, so fühlte ich mich.

Da ich aber eigentlich kein Arsch bin, der dann irgendwas beleidigendes sagt, kam ich, mit eingezogenem Genick, in ihre Wohnung. Wohnung ist hierbei übertrieben. Bis zu dem Tag wusste ich nicht, wie klein eine Ein-Zimmer-Wohnung sein kann. Da ihre Mutter wohl unterwegs war, hatte sie die Aufsicht für ihren kleinen Bruder. Dieser wurde jedoch nach etwa 10 Minuten von der Mutter abgeholt. Dann kam sie wieder nach oben, lief an mir vorbei und setzte sich an den PC. Sie loggte sich in den Chat ein und hackte erst mal drauf los. Nach 5 Minuten Geduld fragte ich mich dann so langsam, was sie da eigentlich macht. Ich meine, es ist ja nicht gerade höflich, wenn man einen Gast hat und dann nur am PC sitzt. "Oh, ich rede gerade mit meinem Ex, der macht etwas Stress und will sich das Leben nehmen", sagte sie, als sie meine langsam aber sicher genervten Blick sah. Warum der Typ sich das Leben nehmen wollte? Bei der Ex-Freundin - ich konnte ihn verstehen! Gut, dachte ich mir. Du gehst mit ihr eine Kleinigkeit trinken, unterhältst dich über irgendwas und dann zischt du wieder ab nach Hause. Nicht dass das Vorhaben schon schwer genug gewesen wäre, aber wie gesagt, ich lasse normalerweise nicht so den Arsch heraushängen. Als sie während dem Chat jedoch noch ihre Schreibtischschublade öffnete, und sich eine Zigarette drehte, während der Tabak gerade so in die Tastatur rieselte, wurde es mir zu viel! Sie steckte sich die Kippe an und blies genüsslich den Rauch in die Luft in einer Minus-Ein-Zimmer-Wohnung mit geschlossenen Fenstern. Das alles zusammen brachte in mir auf einmal einen ungeheuren Fluchtdrang hervor und es tat sich mir nur noch ein Gedanke auf: "Ich will hier raus!"

Mir kam eine Idee. Ich bemerkte in meiner Gesäßtasche meinen Feuerwehrmelder. Warum ich ihn an diesem Tag zu einer vermeintlichen Verabredung mitgenommen hatte, kann ich nicht mal genau sagen. Wahrscheinlich war es so eine böse Vorahnung. Jedenfalls hat das Gerät die Eigenschaft, wenn es aus und wieder eingeschaltet wird, einen Selbsttest durchzuführen. Dieser klingt dann so, als ob ein Alarm eingehen würde. Doch warum sollte ich jetzt auf einmal aufspringen, nur weil das Ding piept?! Und auch noch von einer Verabredung? In meiner grenzenlosen Note wurde ich auf einmal immer erfinderischer. Als sich die besagte "Traumfrau" wieder dem Chat mit ihrem Ex widmete, schrieb ich kurzerhand eine sms an einen Feuerwehrkollegen mit dem Inhalt: "Ruf mich in 5 Minuten an, sag es ist was schlimmes passiert (Einsatz), alle werden gebraucht." Ich wusste nicht, ob mein Plan aufgehen würde, aber er musste es einfach. Irgendwie. Nach circa 3 Minuten tat ich es einfach. Ich stellte den Melder aus und wieder an. Der Alarmton ertönte und ich schreckte, wie von einer Tarantel gestochen auf. "Oh Gott", schrie ich. Als sie fragte was los sei, sagte ich, dass das ein Alarm von der Feuerwehr wäre, ich aber nicht wisse, was los ist. Die Frage "musst Du da jetzt weg" konnte ich nur mit einem "ich weiß es noch nicht" beantworten. Kurz darauf klingelte mein Handy. "Wo bist Du? Hier ist die Hölle los, die Firma X Y brennt lichterloh, wir brauchen jeden Mann!" "Oh f*ck, ok, ich komme sofort". Aufgelegt, sie angeschaut: "oh man, tut mir echt Leid, aber du hast es ja mitbekommen, bei uns ist die Hölle los! Ich muss leider weg!" Sie schaute mich an und meinte dann nur "das ist aber sehr schade, aber kann man nichts machen, wir reden dann wieder im Chat." Ich, die Treppe runter, zu meinem Auto gehechtet, Reifen durchdrehen lassen und ab um die nächste Ecke. Da stand ich nun, zwei Straßen weiter. Und erst im Nachhinein begriff ich, was ich da gerade für eine schauspielerische Leistung vollbracht hatte. Voller Erleichterung trat ich den Heimweg an. Ich finde es ist eine Schweinerei, wenn man falsche oder verfälschte Bilder von sich hergibt und damit prahlt! Gechattet haben wir danach übrigens noch einmal. Sie ist dann irgendwie wieder zu Ihrem Ex zurück. Es hat wohl nicht so geklappt, mit seinem Selbstmord. Armer Kerl!

Beichte vom 09.07.2010, 15:44:19 Uhr
Ort: Rheinstetten
9.
Das Stein-in-die-Luft-werf-Spiel (00027920)
32 Kommentare
4.5/5 (309 Votes)
Als ich (m) etwa 7 Jahre alt war, ging ich mittags auf den Schulhof meiner Grundschule, um dort zu spielen. Mein Spiel bestand darin einen Stein in die Luft zu werfen, sich darunter zu stellen, zu gucken wie er fliegt und im letzten Moment zur Seite zu gehen. Irgendwann kam ein anderer Junge und fragte was ich da mache. Er wollte es natürlich auch gleich mal ausprobieren. Und so nahm er ein großes kantiges Stück Beton was im Sand lag und warf es nach oben, stellte sich darunter und sah dem Stein zu wie er in seinem Gesicht landete. Er brach nach dem Aufschlag direkt zusammen. Ich bin vor Schreck und Angst gleich weggelaufen, zum Glück hat eine Frau alles gesehen und ist sofort zu ihm. Ich habe mir jahrelang Vorwürfe gemacht.

Beichte vom 21.06.2010, 17:14:11 Uhr
10.
Langweilige Präsentationen versüßen (00027986)
31 Kommentare
4.5/5 (386 Votes)
Ich beichte hiermit, dass ich mir seit Jahren langweilige Präsentationen und Meetings auf Kosten meiner Kollegen versüße. Ich habe rausgefunden, dass man über unseren internen Exchange-Mailserver mithilfe eines kleinen lokalen SMTP-Servers Mails von fremden Absendern aus verschicken kann. Diese werden ungeprüft einfach durchgestellt. Man kann also im Prinzip im Namen von jedermann e-mails an die Kollegen schicken. Sobald ich jetzt in einer Präsentation oder Meeting sitze und jemand sein Notebook am Beamer angeschlossen hat, prüfe ich, ob er sein Outlook noch offen hat (das sieht man an dem kleinen Icon unten in der Taskleiste). Wenn dem so ist, denke ich mir lustige kurze e-mails aus, dazu noch einen passenden Absender und ab dafür. Sekunden später erscheint dann für alle sichtbar für ein paar Sekunden der Absender, der Betreff und die ersten zwei Zeilen der e-mail riesengroß auf dem Beamer. Der obercoole Sunnyboy aus dem Vertrieb kriegt dann z.B. so Mails wie "Hallo Bärchen, könntest Du mir bitte Tampons mitbringen, wenn Dein Meeting nicht zu lange dauert?" Oder der komplett verklemmte Typ aus dem Controlling kriegt Mails von Orion mit Bestellbestätigungen über Sexspielzeug usw. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich finde dieses Kribbeln kurz bevor die Mail auf der Leinwand erscheint einfach grandios.

Beichte vom 14.07.2010, 15:40:27 Uhr
11.
Dildo in der Dachrinne (00027946)
32 Kommentare
4.5/5 (308 Votes)
Ich (w/22) habe vor 5 Jahren noch bei meinem Vater gewohnt. Er machte auch die wöchentlichen Einkäufe, welche immer sehr gesund waren. Einmal brachte er Karotten unnatürlichen Ausmaßes an - acht Karotten a 25 cm lang und mit einem Durchmesser von bestimmt 5 cm. Schon als ich ins Gemüsefach sah, kam ich auf andere Gedanken. Jedenfalls chattete ich Abends mit meinem damaligen Freund und es kam zum Camsex. Ich holte also eine der wuchtigen Karotten aus dem Kühlschrank und versah sie mit einem schwarzen Kondom (es sollte dann doch nicht zu gemüseartig aussehen). Nach getaner Arbeit warf ich den Gummi weg, dieser hatte aber schwarze Farbreste an der Karotte hinterlassen und einen übelriechenden Geruch. Daraufhin überlegte ich, wie ich die Möhre entsorgen könnte. Im Bio-Müll wäre die schwarze, ungegessene Karotte ja aufgefallen. Also schmiss ich sie kurzer Hand aus meinem Zimmerfenster. Ich bedachte dabei aber nicht, dass ich im Dachgeschoss wohnte und jedes Dach bekanntlich eine Regenrinne hat. Hiermit beichte ich, dass immer noch eine schwarze Riesen-Dildo-Möhre die Dachrinne meiner letzten Wohnung verstopft.

Beichte vom 30.06.2010, 14:40:15 Uhr
12.
Der Bildschirmschoner des Kollegen (00027923)
27 Kommentare
4.5/5 (250 Votes)
Ich arbeite in einer etwas größeren Firma in der IT-Abteilung und habe vor ein paar Wochen von einem Kollegen aus einer anderen Abteilung einen Notebook zur Wartung bekommen. Er hat sich ziemlich schnell aufgeregt, warum das so lange dauert und hat sich sogar bei meinem Abteilungsleiter beschwert. Natürlich war die Beschwerde unangebracht, aber ich war so wütend auf den Kerl, dass ich seinen Bildschirmschoner modifizierte: Ich aktivierte eine Diashow seines Ordners "Eigene Bilder", weil ich wusste das der Typ öfters seinen PC im Büro stehen lässt und der Bildschirmschoner dann läuft und ich von einigen gehört habe, dass der öfters mit "einschlägigen Bildern prahlt!". Leider hatte ich nicht damit gerechnet, dass besagter Kollege 3 Tage später für unsere Abteilung eine Präsentation hielt und in etwa der Mitte der Präsentation (während einer Fragerunde) ging sein Bildschirmschoner an. Er sah es selbst nicht, weil er ja mit dem Rücken zur Wand stand. Die ersten 3 Bilder gingen ja noch, doch danach kam schon das erste Pornobild. Erst dann räusperte sich ein Kollege und der Typ drehte sich um und zog wie von Sinnen das Kabel des Beamers aus dem PC. Ich musste schon bei dem ersten Bild so lachen, dass ich mich umdrehte, mir auf die Zunge biss und einen extremem Hustenanfall vortäuschen musste. Ich hatte danach richtig Angst das er sofort auf mich zukommt weil ich mich so auffällig verhalten habe, aber ich habe bisher nichts bekommen. Das Notebook musste er aber abgeben und es liegt seit heute wieder in meinem Büro.

Beichte vom 22.06.2010, 18:57:37 Uhr
Ort: Waldorf
13.
Super-Universalfernbedienung (00027935)
34 Kommentare
4.5/5 (327 Votes)
Als mein damaliger Schulfreund und ich so 15 waren, haben wir uns bei einem Elektronikhändler kleine Universalfernbedienungen gekauft und diese auf die Codes einer bekannten deutschen Fernsehmarke programmiert. Anschließend sind wir ins Einkaufszentrum gefahren und haben aus sicherer Entfernung Fernseher, welche im Schaufenster eines Fernsehfachgeschäft standen, auf einen bekannten englischen Musiksender eingestellt. Durch das Schaufenster konnten wir sehen, wie der Verkäufer gerade in einem Verkaufsgespräch war als wir mit unseren Universalfernbedienungen die Fernseher auf volle Lautstärke drehten. Es dröhnte in einer unglaublichen Lautstärke. Das war wirklich laut sodass die ganze Aufmerksamkeit des Einkaufszentrums auf das Fernsehgeschäft gelenkt war. Der Verkäufer war so erschrocken, dass er gar nicht wusste wie ihm geschah. Ein Kollege hechtete schnell zu den Steckern der Fernseher und zog diese hastig. Dieses Spiel haben wir so einige Male wiederholt und ich kann heute noch darüber lachen. Niemand wäre im Traum darauf gekommen wer für das Desaster zuständig war, wir wurden nie erwischt. Es sind jetzt einige Jahre seitdem vergangen und inzwischen habe ich aus Amerika eine Super-Universalfernbedienung im Schlüsselanhängerformat die alle Aus-Codes von allen Fernsehgeräten sendet. Mit dieser schalte ich heute alle Fernseher die mir über den Weg laufen einfach aus. Ob im Fitnessstudio, Backshop, Flughafen, Elektronikmarkt, man wird ja heutzutage überall beschallt. Das ist kindisch und ich sollte in diesem Punkt echt erwachsen sein, aber es macht mir soviel Spaß wie früher die verdutzen und hilflosen Gesichter der Leute zu sehen wenn die Glotze unerwartet ausgeht.

Beichte vom 27.06.2010, 00:01:01 Uhr
14.
Der Nebenjob meine Tochter (00028000)
68 Kommentare
4.5/5 (276 Votes)
Ich (m/45) beziehe Hartz IV. In dem Dorf aus dem ich stamme galt damals, Geld verdienen kommt ganz klar vor dem Schulabschluss. Keiner konnte wissen das es im 21. Jahrhundert so schlecht aussieht ohne Abschluss. Meine Tochter (13) hat sich durch einen Nebenjob, den sie schon über ein Jahr hat, 250 Euro angespart. Mit dem Geld hat sie sich eine Nintendo Wii gekauft. Keine Ahnung wie, aber das Amt hat davon Wind bekommen. Also wurde mir eine "Einladung" zugeschickt, und wie immer bin ich der auch nachgekommen. Der nette Herr vom Amt hat mir dann unmissverständlich zu verstehen gegeben, das ich die 250 Euro an das Amt abdrücken muss. Wir hatten danach eine Diskussion die sicher an die 20 Minuten lang ging. Ich habe immer jede Maßnahme gemacht die mir zugeteilt wurde, verdiene mir mit einem kleinen Hausmeister Job noch knapp 150 Euro extra (die ich behalten darf), und schreibe regelmäßig Bewerbungen. Auch überregional. Auf meine Frage hin wie ich meiner Tochter den Sinn von Arbeit erklären soll, kam nur "Das ist der kleinen ihr Problem". In dem Moment ist mir die Hutschnur geplatzt. Noch nie hatte ich so viel Wut auf einen Menschen. Nach 2 Minuten war sein Büro total verwüstet, und er lag ängstlich und blutend in der Ecke des etwa 11qm großen Raumes.

Meine Frau hat von der ganzen Sache erst erfahren, als mich die Polizei 3 Stunden später von zu hause abholte. Das ganze hat mir am ende 3 Tage auf der Polizeiwache (Freitag Abend bis Montag morgen), 18 Monate auf 3 Jahre Bewährung und 280 Sozialstunden, für die ich locker die ganzen 3 Jahre Bewährung brauchen werde, eingebracht. Ich denke das ich nicht so ausgerastet wäre, wenn er mir das anders erklärt hätte. Aber diese Ignoranz, Hochnäsigkeit und Frechheit. Viele Hartz IV Empfänger mögen Sozialschnorrer sein, aber die meisten sind anständig. Wir sind keine Menschen zweiter Klasse nur weil wir keine Arbeit finden. Das einzige was ich bereue ist das ich meiner Tochter den Nebenjob nicht verboten habe. Sie ist die einzige die Wirklich darunter leiden musste.

Beichte vom 21.07.2010, 13:15:40 Uhr
Ort: Jugendherbergsweg, 49401 Damme




15.
Der Bravo Herzbube (00027996)
20 Kommentare
4.5/5 (253 Votes)
Ich (m/36) beichte, dass ich damals, als ich so um die 16 Jahre alt war, mit einem Freund zusammen mehrere relativ tuntige Fotos eines Kumpels zusammen mit "seiner" Bewerbung zur Zeitschrift Bravo (Rubrik "Herzbube") geschickt habe. Da wurden damals "Single-Boys" mit Steckbrief und Foto vorgestellt. Im Prinzip wollten wir erreichen, dass seine Fotos abgedruckt werden und er sich in Grund und Boden darüber schämt. Der Freund, der sich das zusammen mit mir ausgeheckt hat, hatte bis auf einen Buchstaben den gleichen Nachnamen wie der Kumpel, den wir verarschen wollten. Daher konnten wir bedenkenlos die Adresse vom eingeweihten Freund angeben (falls Bravo Rückfragen haben sollte). Tatsächlich kam eine Antwort von Bravo mit der Bitte noch mehr Fotos zu schicken und auch einen vorgefertigten Fragebogen auszufüllen. Außerdem mussten wir eine Erkärung unterschreiben, dass wir damit einverstanden sind, dass die Fotos und die Informationen abgedruckt werden. Wir haben einfach noch mehr Fotos geschickt (der Kumpel, den wir verarschen wollten, war ziemlich eitel und hatte kurz vorher so Poser-Fotos von sich beim Fotografen machen lassen - die Abzüge haben wir ihm einfach gemopst), alles ausgefüllt und unterschrieben. Dann ging das zur Bravo.

Ein paar Ausgaben später war es dann soweit. Er war tatsächlich mit diesen Tunten-Fotos in der Bravo als Herzbube! Irgendwie hatten wir dann mächtig Schiss, dass das Ärger geben könnte und waren richtig hin- und hergerissen, ob wir ihm das überhaupt zeigen sollen. Natürlich hat es sich auch ohne unser Zutun an der Schule in Null komma Nix rumgesprochen und er hat es gecheckt. Jetzt hatten wir noch mehr Angst, dass er oder seine Eltern die Bravo verklagen würden und so haben wir ihm gestanden, dass wir es waren. Wie erwartet ist er total ausgeflippt und war stinksauer auf uns. Ein paar Tage später kamen die ersten Säcke voller Briefe (Bravo hatte ein Chiffre für unseren "Herzbuben" eingerichtet mit Weiterleitung an die angegebene Adresse). Das ging über ein paar Wochen so weiter. Alles in allem müssen das Tausende (wirklich - keine Übertreibung!) Briefe gewesen sein, die da von allen möglichen Mädchen in D/A/CH geschrieben wurden. Jedenfalls schlug seine Wut dann in Begeisterung um - und unsere Idee ihn zu verarschen ging irgendwie nach hinten los. Er hatte von jetzt auf gleich hunderte Mädels, die sich in ihn "verliebt" haben und alles dafür gegeben hätten, ihn zu treffen! Er hat dann konsequent aussortiert (Briefe ohne Foto - Mülltonne) und bei den Briefen mit Foto nur die wirklich süßen Mädels aufbewahrt. Die hat er sich dann in Ordnern abgeheftet. Es waren drei große Ordner voll! Ich beichte, dass ich sowas von mega-eifersüchtig auf ihn war. Ich war richtig hass-erfüllt, warum er jetzt plötzlich der mega-beliebte "Herzbube" war, der in praktisch jeder Stadt Deutschlands richtig hübsche Mädels hatte, die was von ihm wollten. Das Ende vom Lied: Er ist total abgehoben - die ganze Aktion muss sein Selbstwertgefühl auf einer Skala von 1 bis 100 auf circa 600 gehievt haben. Interessanterweise hat ihm diese plötzliche Arroganz Mädchen gegenüber offenbar für das weibliche Geschlecht so interessant gemacht, dass er auch bei uns die freie Auswahl hatte. Leider ist er aber auch so ätzend geworden, dass die Freundschaft dran zerbrochen ist. Mit so einer dämlichen Idee hab ich also die Freundschaft von mehreren Leuten zerstört - und darüber hinaus musste ich mich jahrelang ärgern, weil er die ganzen geilen Weiber abbekommen hat. Doof gelaufen.

Beichte vom 19.07.2010, 20:45:05 Uhr
Ort: Odenthal
16.
Meinen besten Kumpel verprügelt (00027940)
41 Kommentare
4.5/5 (309 Votes)
Ich (m/23) bin nicht der Typ der viele Freundinnen hat. Mit 20 hatte ich dann meine erste Freundin. Es lief richtig gut und wir hatten Spaß zusammen. Bis mein bester, wirklich bester Kumpel mit ihr geschlafen hat. Als ich das erfuhr war ich völlig von Sinnen. Ich wusste zwar, das besagter Kumpel solche Dinge schon bei anderen Freunden gemacht hat, hätte aber damals nie gedacht, dass er dies auch bei mir tut. Schließlich gingen wir durch dick und dünn. Aber zurück zu dem Tag an dem ich erfuhr was er getan hat. Nach der tollen Botschaft fuhr ich zu ihm, habe an seiner Tür geklingelt und sofort zugeschlagen. Er konnte nicht mal Hallo sagen. Ich habe mich damals wirklich nicht zurück gehalten, sondern so lange in ihn rein geprügelt bis er nichts mehr sagen konnte. Da überall Blut war habe ich noch den Krankenwagen gerufen und bin dann ab gezischt. Angezeigt hat er mich nie, Kontakt hatten wir auch nie wieder. Zu der damaligen Freundin von mir habe ich auch keinen Kontakt mehr. Ich habe heute erfahren, dass er daraus nichts gelernt hat und immer noch ähnlich Aktionen abzieht.

Beichte vom 30.06.2010, 01:59:55 Uhr
Ort: Frankfurt
17.
Joggen mit Höhepunkt (00028063)
27 Kommentare
4.5/5 (181 Votes)
Ich (m/18) habe eine ziemlich fitnesssüchtige Mutter. Sie geht jeden Morgen joggen, 4 Mal in der Woche ins Fitnessstudio und bei uns gibt es immer was ziemlich ekelhaftes zu essen, weil das ja gesund, proteinhaltig und was weiß ich noch was ist. Jetzt hat sie es geschafft, mich zu nötigen, dass ich in den Ferien jeden Abend joggen gehe. Angefangen hat es damit, dass sie mich so lange damit dicht gelabert hat bis ich, um sie zu beruhigen, tatsächlich eines Abends raus gegangen bin um zu joggen. Ich also raus, einmal über den Feldweg bis zur nächsten Siedlung, in der meine Freundin wohnt und wollte gerade zurückjoggen, da seh ich meine Freundin auf der Straße. Da ich wohl ziemlich fertig aussah (der Feldweg ist mehrere Kilometer lang), hat sie mich auf eine Cola zu ihr reingebeten. Bei ihr auf dem Zimmer konnte ich nicht mehr an mich halten und ich habe sie geküsst. Das endete darin, dass wir "Liebe gemacht" haben. Dann bin ich schnell nach hause gelaufen und wurde prompt von meiner Mutter gefragt, wieso ich denn so lange gebraucht habe und wo ich lang gelaufen sei. Ich habe ihr erzählt, dass ich bis in die Stadt, die ist sehr weit von uns entfernt und zurück gelaufen bin und wurde für meine Ausdauer gelobt. Seitdem (2 Wochen her) gehe ich jeden Abend "joggen". Es tut mir Leid, dass ich meine Mutter belüge, aber es macht einfach so viel Spaß, jeden Abend Sex zu haben, da ich meine Freundin sonst selten sehe, sie ist tagsüber berufstätig.

Beichte vom 16.08.2010, 16:45:20 Uhr
18.
Selbstunterhalter (00028088)
17 Kommentare
4.5/5 (216 Votes)
Ich halte mir manchmal wenn ich auf der Straße unterwegs bin mein Handy ans Ohr und tu so, als ob ich telefoniere. In Wirklichkeit rede ich aber mit mir selbst und überlege zum Beispiel, was ich an dem Tag alles erledigen muss. Wenn ich laut spreche, fällt es mir einfach leichter, die Dinge zu strukturieren. Aber weil Leute, die mit sich selbst reden für gewöhnlich komisch angeschaut werden, greife ich zu diesem Trick.

Beichte vom 24.08.2010, 23:03:29 Uhr
19.
Ey Überfall - Kohle her! (00028100)
56 Kommentare
4.4/5 (526 Votes)
Ich bin kein Typ der jemandem vorsätzlich Schmerzen zufügt. Eigentlich habe ich noch nie jemandem etwas getan. Ich bin 23, circa 185 cm groß und recht stämmig gebaut. Heute Abend war ich recht spät, um circa 21 Uhr, im Rewe Supermarkt einkaufen. Dieser hat einen wirklich großen Parkplatz. Angrenzend sind noch zwei Getränkemärkte, eine Disco und ein Bowlingcenter. Der Parkplatz war bei meiner Ankunft voll und ich musste in einer dunklen, abgeschlagenen Ecke parken. Ich ging also Milch, Eier, Brot usw. einkaufen. Als ich dann das Auto mit den Lebensmitteln bestückt habe, hörte ich auf einmal Schritte hinter mir. Da denkt man sich eigentlich nichts böses. Es standen ja viele Autos dort rum. Die Schritte endeten hinter mir. Da kam es. Ein osteuropäisches: "Ey!". Ich drehte mich um und antwortete: "Ja?" und sah zwei schmälere Typen stehen. Umgedrehte Caps und böse guckend. Er: "Kohle her Mann!" Ich: "Halt dein Maul, gib du mir deine Kohle!" In diesem Augenblick war er so verwirrt, dass ich ihm einfach eine ins Gesicht gegeben habe. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich jemanden geschlagen. Auf jeden Fall habe ich ihm so eine genockt, dass er zusammenknickte. Ich habe noch versucht ein wenig böse zu gucken, kann ich aber eigentlich nicht. Dann ist er aufgestanden und mit seinem Kumpel abgehauen. Hätte der Spinner ein Messer gehabt, oder wäre sein Freund nicht so ein Schisser gewesen, hätte ich derbe eine Abreibung bekommen. Ich beichte, dass ich jemandem ins Gesicht geschlagen, ihn beleidigt, anschließend in Ruhe meinen Einkaufswagen weggebracht habe und einfach nach Hause gefahren bin.

Beichte vom 27.08.2010, 23:07:59 Uhr
Ort: Koblenzer Straße 38, 57627 Hachenburg




20.
Mein Freund Herpes (00028025)
56 Kommentare
4.5/5 (214 Votes)
Ich (w/23) habe seit einigen Jahren regelmäßig Besuch von meinem netten Freund Herpes. Ich habe schon alles mögliche ausprobiert, von Zahnpasta bis hin zu allen möglichen Anti-Herpes-Cremes. Das sah dann immer schön eklig aus, inkl. aufgeplatzte Lippe und dick als hätte ich was aufs Maul bekommen. Hiermit möchte ich beichten, dass ich seit circa einem Jahr meinen eigenen Urin mit einem Wattestäbchen auf die Herpesstelle verreibe, wenn es mal wieder so weit ist. Nichts hilft besser als das und es wird auch nicht so eklig weiß wie mit der Antiherpes-Creme. Man sieht es also fast gar nicht und es heilt schneller. Niemand weiß davon und ich werde es auch niemandem erzählen. Natürlich mache ich es nicht, wenn ich meinen Freund sehe, aber sehen wir uns nicht, landet bei jedem Toilettengang ein wenig Urin auf diesem verfluchten Herpeskram!

Beichte vom 30.07.2010, 14:41:15 Uhr


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