Der neue Mann an Mamas Seite

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Misstrauen Feigheit Familie Kinder

Der neue Mann an Mamas Seite
Ich möchte Beichten, dass ich im Alter von acht Jahren die Beziehung meiner Mutter zerstört habe. Sie war damals seit einiger Zeit von meinem Vater getrennt und sehnte sich nach einem neuen Mann an ihrer Seite. Es war nicht einfach für sie jemanden zu finden, aber irgendwann lernte sie durch eine Anzeige in der Zeitung einen Mann kennen, der es ernst mit ihr meinte. Er war ein etwas rauer Typ und ich war damals keine Vaterfigur gewöhnt und dazu noch wahnsinnig schüchtern und sensibel. Kurz gesagt: Ich hatte schreckliche Angst vor ihm. Wenn er zu Besuch war, versteckte ich mich und wenn wir übers Wochenende bei ihm waren, brachte ich kein einziges Wort hervor. Er war wirklich oft in meiner Nähe. Ich stand kontinuierlich unter Stress. In der Schule weinte ich deswegen und irgendwann gab es ein Elterngespräch, was dazu führte, dass meine Mutter sich von ihm trennte. Für mich. Heute ist sie übrigens mit einem Alkoholiker zusammen, der nicht einmal einen verständlichen Satz zustande bringt. Der Mann von damals kommt mir mittlerweile überhaupt nicht mehr Angst einflößend vor. Vielleicht wäre ein Kinderpsychologe damals die bessere Wahl gewesen, aber das macht es jetzt auch nicht mehr Rückgängig. Es tut mir Leid, Mama.

Beichthaus.com Beichte #00030796 vom 16.02.2013 um 01:00:18 Uhr (16 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Verus

Du hast gar nix zerstört. Du wasrt 8 Jahre alt und ein fremder Mann kommt in eure Wohnung. Davor etwas Angst zu haben ist normal, obwohl es bei dir wohl etwas heftiger war. Hast du schlechte Erfrahrungen mit deinem eigenen Vater gemacht? Vielleicht war mit dem Typen ja auch irgendwas komisch und das hast du gespürt. Kinder merken so was. Dass er, pbwohl er sicherlich wusste, dass du Angst vor ihm hast, sich bewusst oft in deiner Nähe aufgehalten hat war eine Überschreitung deiner Grenzen und auch nicht in Ordnung - und so was schüchtert ein. Löse dich von deinem Bedauern: Das Ende dieser Beziehung war nicht deine Schuld. Wenn deine Mama so zackig Schluss mit ihm machen konnte, kann es mit dieser Beziehung sowieso nicht so arg weit her gewesen sein. Ich wünsch dir alles Gute.

18.02.2013, 09:48 Uhr     melden


Johnny_Pümmel

Ihr erster Macker war bestimmt auch ein Alkoholiker, Gewalttätiger oder so. Manche Frauen geraten immer an solche Typen.

18.02.2013, 10:45 Uhr     melden


Ninka

Du warst ein Kind und damit hast du dich auch benommen wie eines. Als Kind verhält man sich eben so. Außerdem weißt du nicht sicher, ob die Trennung nicht auch andere Gründe hatte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man jemanden der einen wirklich gut tut, wegen sowas verlässt ohne andere Varianten zu versuchen.

18.02.2013, 11:16 Uhr     melden


MatzePeters

Tja, die moderne, segensreiche Patchwork-Familie.

18.02.2013, 11:56 Uhr     melden


Berber83 aus Hamburg, Deutschland

In dem Alter und der Situation war es quasi ein Naturrecht, Dein Gefühl zu diesem Menschen ehrlich zu äußern; zumal Du unmittelbar von seiner Gegenwart betroffen warst. Und Deine Mutter, hat sich - wenn auch wohl Dir zu Liebe - freiwillig dazu entschlossen, sich von ihm zu trennen. genauso freiwillig, wie sie sich später auf den Alkoholiker einließ. Du solltest Dich selbst nicht für die defizite Deiner Mutter geißeln.

18.02.2013, 12:31 Uhr     melden


Whitie66 aus Deutschland

Du hast alles zerstört! Kein Witz... Du hast Dir angemaßt, über das Leben Deiner Mutter zu entscheiden, indem Du vorsätzlich abweisend warst. Sie hat ein Anrecht darauf, glücklich zu sein, auch wenn Du ihr Kind bist! So, wie Du den Mann geschildert hast, war er zumindestens nicht abweisend. Mit etwas Mut wäre sogar eine tolle Freundschaft daraus geworden. Aber nein... Euer Ehren haben anders entschieden! Und das hat mit dem Alter nichts zu tun sondern Deiner Psyche! Hoffentlich erwischt es Dich nicht mal genau so. Die Wahl zwischen Paarglück und den eigenen, neurotischen Kindern...
Aber immerhin hat sie ja nun einen Alkoholiker. Hast Du das gut gemacht?
Vielleicht wäre wirklich ein Therapeut nun angebracht.

18.02.2013, 12:41 Uhr     melden


“Folge

WeiseFrau aus Berlin, Deutschland

Absolution. Du hast es nicht absichtlich gemacht. Jetzt ist sie alt genug um sich zu trennen.

18.02.2013, 12:56 Uhr     melden


Berber83 aus Hamburg, Deutschland

@Whitie66: Wie vermessen von Dir, von einem 8jährigen Kind rationales Einschätzungsvermögen von derartiger Tragweite zu fordern. Abgesehen davon, dass die Situation ausschliesslich im Ermessen der Mutter und definitiv nicht im Ermessen eines kleinen Mädchens lag. Klingt für mich ganz so, als ob Du hier eigene Päckchen hineinprojezierst; deshalb solltest Du meines Erachtens den Ball mal flach halten.

18.02.2013, 14:02 Uhr     melden


29873

In deinem Alter und in deiner Situation war dieses Verhalten wohl ganz normal. Die Erwachsenen hätten anders handeln müssen. Ein Psychologe und nicht ein Elterngespräch an der Schule war hier angesagt.

18.02.2013, 15:53 Uhr     melden


Pocket

@@Whitie66: Ein Kind denkt darueber natuerlich auch nach. Kinder brauchen den Schutz der Mutter, und wenn es sich bedroht fuehlt, zeigt er es auch! Und die MUTTER musste sich hier entscheiden. Das war nicht die Entscheidung des Kindes. Vielleicht hat sie die falsche Wahl getroffen, aber ein 8-jaehriges Kind kann garantiert nicht entscheiden, ob seine Mutter sich trennt oder nicht.

18.02.2013, 16:16 Uhr     melden


HugoBruno

Mädchen, du hast nichts falsch gemacht und es gibt daher nichts zu beichten, außer dass du dich zu Unrecht mit Selbstvorwürfen quälst - und das tut dir nicht gut. Deine Mutter sollte unter ihrem eigenen Teppich kehren und ihre Probleme nicth auf dir abladen. Das tat und tut sie offenbar nämlich. Und zu Whitie fallen mir nur noch die Begriffe Vollkoffer und krank ein.

18.02.2013, 16:48 Uhr     melden


MeinSenfDazu

Du warst acht Jahre alt und wusstest es nicht anders, Kinder reagieren emotional und nicht rational, was anders wäre, wenn man versucht, vernünftig mit ihnen zu reden. Deine Mutter war in gewisser Weise zu schwach. Sie scheint eher nachzugeben, als nach Lösungen zu suchen. Schon damals, als sie sich lieber deinetwegen von dem Mann trennte, als zwischen euch zu vermitteln - und auch heute noch, wo sie nicht die Kraft hat, sich von dem Alkoholiker, der ihr nicht guttut, zu trennen. Sie müsste sich in eine Therapie begeben. Wenn du dich schuldig fühlst, macht es die Sache auch nicht besser. Du könntest sie zu den Therapien begleiten, bzw. das gemeinsam aufarbeiten.

18.02.2013, 16:55 Uhr     melden


patrikk

Ist bei vielen Kindern so. Wenn sie jemanden unsympathisch finden haben sie Angst vor ihm. War bei mir genauso, mein Onkel war für mich der angsteinflößendste Mensch auf der Welt. Ich konnte ihn nicht mal ansehen, so viel Angst hatte ich. Heute lachen wir darüber.

18.02.2013, 17:41 Uhr     melden


Johnny_Pümmel

@Whitie66: Du kennst dich ja RICHTIG gut mit Kindern aus! Der böse 8-jährige Junge! Wie unreif von ihm!

18.02.2013, 22:15 Uhr     melden


autovaz2104

Die immer fortschreitende Zerstörung der klassischen Familie bricht unserer Gesellschaft langsam das Genick! Viele Kinder müssen leider mittlerweile damit leben, daß sich ihre Mütter wechselnde Assos ins Haus holen um sich von ihnen ferkeln zu lassen. Kein Wunder, daß diese Kinder irgendwo hält suchen und sich dann z.B. von den Salatfistern ködern lassen.......

19.02.2013, 07:44 Uhr     melden


Erbsensuppe

Vielleicht hatte der Typ ja wirklich etwas an sich.
Kinder können soetwas oft spüren, während Erwachsene eher dazu tendieren nüchtern und sachlich zu denken.

20.11.2013, 21:51 Uhr     melden


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